Die Antiislamistische Wochenschau

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ARCHIV

Islamisten

Demonstration für Scharia in libyscher Stadt Benghasi

Samstag, 21. Januar. In der früheren libyschen Rebellenhochburg Benghasi haben am Freitag bis zu 3000 Menschen für die Einführung des islamischen Rechts, der Scharia, demonstriert. „Islamisch, islamisch“, skandierten die Teilnehmer der Kundgebung auf dem Tahrir-Platz der ostlibyschen Stadt. Einige Demonstranten hielten den Koran hoch. In einem Flugblatt forderten die Teilnehmer, dass der Islam als Staatsreligion in der Verfassung verankert wird. Dieser Artikel dürfe nicht in einem Referendum über die Verfassung zur Abstimmung stehen. Die Demonstranten sprachen sich auch gegen einen Föderalstaat aus. Unter den Teilnehmern war Ghaith al-Fakhri, einer der führenden Köpfe der islamistischen Bewegung in Libyen. Der Vorsitzende des Nationalen Übergangsrates des nordafrikanischen Landes, Mustafa Abdul Jalil, hatte am 23. Oktober angekündigt, das Recht des neuen libyschen Staates werde überwiegend von der Scharia beeinflusst sein. (NZZ-Online)

Zwei Deutsche Touristen in Äthiopien tot

Mittwoch, 18. Januar. Bei dem Überfall auf eine Reisegruppe in Äthiopien sind zwei Deutsche getötet worden. Das bestätigte Außenminister Westerwelle. Zwei weitere Deutsche würden vermisst. Die äthiopische Regierung spricht von insgesamt fünf Toten und mehreren Entführten. Der Berliner Krisenstab und die Botschaft in Äthiopien bemühten sich "mit Hochdruck", den betroffenen Deutschen zu helfen, sagte Guido Westerwelle (FDP).  Die Touristen waren in der Nacht zu Dienstag in der abgelegenen Afar-Region im Nordosten des Landes nahe der Grenze zu Eritrea bei der Besichtigung des Vulkans Erta Ale überfallen worden. Nach Angaben der äthiopischen Regierung wurden bei dem Überfall insgesamt fünf Touristen erschossen und zwei weitere verletzt. Zwei Urlauber und zwei Äthiopier seien entführt worden. In der Gruppe seien Touristen aus Deutschland, Belgien, Österreich, Italien und Ungarn gewesen. Neben den zwei Deutschen sollen zwei Ungarn und ein Österreicher unter den Toten sein. Die Angreifer seien aus dem Nachbarland Eritrea eingedrungen, sagte Äthiopiens Kommunikationsminister Bereket Simon. Eritrea wies die Vorwürfe zurück. Der eritreische Botschafter bei der Afrikanischen Union, Girma Asmerom, bezeichnete sie als erfunden und als "absolute Lüge". Der Überfall sei eine interne äthiopische Angelegenheit. (ZDF)

Moselmischer Lehrer unter Islamismus-Verdacht

Sonntag, 15. Januar. Der Lehrer Marwan Al-M. darf nicht Beamter werden. Das entschied Ende letzter Woche das Verwaltungsgericht München. Als Grund führte es an, er würde der islamistischen Muslimbrüderschaft nahe stehen. Der 30-jährige arbeitete  als Referendar an einer Realschule, anschließend beantragte er die übliche Verbeamtung auf Probe. Hierzu musste er bei der Schulbehörde der Stadt München den in Bayern üblichen Fragebogen zur Verfassungstreue ausfüllen. Dabei kamen der Behörde Zweifel. Das von ihr angefragte Landesamt für Verfassungsschutz riet von der Einstellung Al-M.s ab. Der Lehrer engagiere sich in seiner Freizeit bei der Muslimischen Jugend in Deutschland (MJD). Außerdem habe er Kontakte zur Islamischen Gemeinschaft Deutschland (IGD) und zum Islamischen Zentrum München (IZM). Alle Organisationen stehen laut Verfassungsschutz der Muslimbruderschaft nahe. Das Verwaltungsgericht lehnte seine Klage auf Verbeamtung nun ab. Er befand, der Lehrer habe sich nicht eindeutig genug von der Ideologie der Muslimbrüderschaft distanziert. Auf seinem Computer, der im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen eine andere Person untersucht worden war, hätten sich auch einige "radikale Texte" gefunden. Die Richter glaubten Al-M. nicht, dass er die Texte nur aus Neugier gelesen und abgespeichert habe. (taz)

Opium-Einnahmen in Afghanistan steigen auf Rekordhöhe

Freitag, 13. Januar. In Afghanistan ist der Preis für Opium im vergangenen Jahr dramatisch gestiegen. Laut einem Bericht des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) erhöhte sich der Preis für Rohopium um 133 Prozent. Dadurch hätten die Produzenten schätzungsweise 1,1 Milliarden Euro an Einkünften aus der Droge erzielen können. Das sind neun Prozent des afghanischen Bruttoinlandsproduktes. Verursacht wurde der Preisanstieg durch eine Pflanzenkrankheit, die 2010 große Teile der Opiumernte vernichtete. Rohopium wird aus Schlafmohn gewonnen und zu Heroin weiterverarbeitet. Der Stoff trage in beträchtlichem Umfang zur Finanzierung des Taliban-Terrors und der Korruption bei, hieß es bei der UNODC weiter.  (DW)

Bau einer Moschee auf dem Gelände einer Pfarrei im Nordosten des Kongo

Freitag, 13. Januar. Auf dem Geländer der katholischen Pfarrei Mater Admirabilis im Zentrum von Dungu in der Diözese Doruma Dungo im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo hat die moslemische Gemeinde mit dem Bau einer Moschee begonnen. Die Moschee entsteht damit direkt neben der katholischen Kirche. „Es handelt sich um ein altes Problem, mit dem wir nun erneut konfrontiert werden. Diese Provokation hätte meiner Meinung nach auch vermieden werden können“, so Bischof Richard Domba Mady von Doruma-Dungo. „Wir sind im Besitz aller nötigen Dokumente, die beweisen, dass es sich um ein Grundstück der katholischen Kirche handelt.“  Man betonte in diesem Zusammenhang auch, die moslemische Gemeinde bereits in der Vergangenheit versuchte, ein Gebäude auf dem Gelände zu errichten. Bereits 1980 hatte der zuständige Beamte der Region eine Baugenehmigung für den Bau eines Hauses erteilt, nicht jedoch für eine Moschee, wo wir zudem den Bau von Schulen und anderen Einrichtungen planen.  (Fides)

Einkaufszentrum für Moslems in Hamburg

Donnerstag, 12. Januar. In den Räumlichkeiten am Krummholzberg in Hamburg-Harburg sollen kleine Geschäfte, ein Gastronomiebetrieb und Büros entstehen Die Vermieterin betont, dass sie die Flächen vornehmlich an Menschen moslemischen Glaubens vergeben will. Es soll das "erste islamische Einkaufs-Center in Hamburg" werden, so immerhin lautet die Eigenwerbung. Am Krummholzberg, im Zentrum von Harburg, entsteht auf mehreren Hundert Quadratmetern das "Firdaus Center", was übersetzt so viel heißt wie "Paradies-Center". Brisant an dem geplanten Laden-Mix ist, dass er sich an ein spezielles Publikum richtet: an Moslems, insbesondere die "wirklich Gläubigen", die als Mumin bezeichnet werden. Zudem werden für die Räumlichkeiten, die für eine Miete von nicht einmal sieben Euro pro Quadratmeter zu haben sein sollen, vornehmlich "islamische Mieter" gesucht. Geplant sind verschiedene kleine und größere Läden, darunter auch ein Gastronomie-Konzept auf 130 Quadratmetern. Hinter dem Center steht offenbar die Betreiberin eines Internetshops, die sich auf eine tief religiöse, arabisch geprägte Kundschaft spezialisiert hat. Dass es der Betreiberin neben dem Geschäftlichen auch um die Verbreitung einer religiösen Botschaft geht, verrät ein Aufruf, der ebenfalls auf der Internetseite ihres Online-Shops zu lesen ist. "Zögert nicht, die Dawa in Deutschland voranzubringen", heißt es dort. Mit Dawa wird der Aufruf bezeichnet, den moslemischen Glauben anzunehmen. (WO)

Islamisten töten orthodoxen Weihnachtsmann

Dienstag, 10. Januar. Aus religiösem Hass haben drei Moslems in der früheren Sowjetrepublik Tadschikistan einen als „Väterchen Frost“ verkleideten Mann getötet. Der 24-Jährige sei kein Moslem, hätten die Angreifer geschrien und mehrmals mit einem Messer auf ihr Opfer eingestochen, berichteten tadschikische Medien am Dienstag aus der Hauptstadt Duschanbe. Radikale Islamisten in dem zentralasiatischen Land hatten ihre Landsleute aufgefordert, das orthodoxe Weihnachtsfest nicht zu feiern. In Russland bringt „Väterchen Frost“ die Geschenke in der Nacht zum ersten Januar. Der getötete junge Mann wollte in dem Kostüm seinen Verwandten zum neuen Jahr gratulieren. (sda)

Afghanische Regierung führt Verhandlungen mit Taliban

Dienstag, 27. Dezember. Die afghanische Regierung hat nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters Bedingungen für Friedensverhandlungen mit den radikalislamischen Taliban aufgestellt. In einer entsprechenden Note des Hohen Friedensrates wird danach unter anderem festgelegt, dass die Islamisten ihre Angriffe auf das afghanische Volk stoppen, Verbindungen zur Al-Qaida und anderen Terrorgruppen kappen und die Verfassung des Landes anerkennen müssten, die unter anderem Bürger- und Frauenrechte garantiere. Ausländische Staaten dürften ohne Zustimmung der Regierung nicht an Verhandlungen teilnehmen. Außerdem müsse Pakistan die Gespräche unterstützen, die zudem auf beiden Seiten von bekannten Personen geführt werden sollten. Die Taliban lehnen die Verfassung des Landes ab und haben geschworen, bis zum Abzug aller ausländischen Soldaten zu kämpfen. US-Vertreter haben sich nach Angaben aus US-Regierungskreisen in diesem Jahr etwa ein halbes Dutzend Mal insgeheim mit Kontaktpersonen der Taliban getroffen, insbesondere in Deutschland und Doha. Dabei sollten direkte Gespräche zwischen den Islamisten und der afghanischen Regierung vorbereitet werden. (DW)

Polizei befreit angekettete Koranschüler

Dienstag, 13. Dezember. Im Süden Pakistans hat die Polizei mindestens 45 angekettete Koranschüler aus der Gewalt von Geistlichen befreit. Sie sollten nach Behördenangaben in der Hafenstadt Karachi zu Taliban-Kämpfern ausgebildet werden. Die Jungen und Männer seien dort in einem Keller eingesperrt gewesen. Unter ihnen seien Drogenabhängige und psychisch Kranke. Sie seien von Angehörigen gegen monatliche Zahlungen in die Obhut der Geistlichen gegeben worden. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben zwei Geistliche der Koranschule fest, mehrere konnten fliehen. - Einige der über 15.000 Koranschulen in Pakistan werden schon seit einiger Zeit verdächtigt, ihre Schüler zu radikal-islamischen Kämpfern auszubilden. (DW)

Al-Qaida Terroristen fliehen aus Gefängnis im Jemen

Montag, 12. Dezember. Aus einem Gefängnis im Jemen sind 15 Häftlinge ausgebrochen, unter ihnen 12 Al-Qaida Terroristen. Sie sollen einen mindestens sechs Meter langen Tunnel in die Freiheit gegraben haben. Es ist nicht das erste Mal, dass Terroristen im Jemen aus der Haft fliehen konnten. Westliche Terrorexperten haben schon mehrfach die Sicherheitsvorkehrungen der Gefängnisse als mangelhaft kritisiert. (dpa)

Neuer Schlag gegen islamistischen Terrorismus

Donnerstag, 08. Dezember. In einer großangelegten Aktion hat die Polizei in Bochum einen mutmaßlichen islamistischen Terroristen festgenommen. Der Beschuldigte soll zu einer Al-Qaida-Zelle in Düsseldorf gehören, die im Frühjahr aufgeflogen war. Bundeskriminalamt und die Spezialeinheit GSG9 arbeiteten zusammen, als sie Halil S., einen Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit, festnahmen. Er wird nach Angaben der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe dringend verdächtigt, die drei mutmaßlichen Terroristen der "Düsseldorfer Zelle" unterstützt zu haben, die Ende April ebenfalls in Bochum gefasst worden waren und Anschläge geplant haben sollen. Seit dieser Festnahme hatten die Ermittler den Mann aus Bochum im Visier. Sie behielten ihn im Auge, insbesondere nachdem er sich über die Internetplattform Ebay ein Gerät kaufte, mit dem man Abhörwanzen aufspüren kann. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe teilte weiter mit, in ihrem und dem Auftrag der Staatsanwaltschaft Kiel seien in drei Bundesländern 16 Wohnungen, ein Studentenwohnheim und zwei Geschäftslokale durchsucht worden. Der 27-Jährige soll auch nach der Festnahme der ersten drei Mitglieder der Düsseldorfer Zelle weiter Anschläge geplant haben. Seine Aktivitäten seien aber noch in einem frühen Stadium gewesen. (DW)

Iran meldet Abschuss einer US-Drohne

Sonntag, 04. Dezember. Inmitten anhaltender diplomatischer Streitigkeiten um sein Atomprogramm hat der Iran den Abschuss einer amerikanischen Aufklärungsdrohne gemeldet. Nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders El Alam wurde das unbemannte Fluggerät im Osten des Landes abgeschossen. Die NATO meldete unterdessen eines ihrer unbewaffneten Aufklärungsflugzeuge im benachbarten West-Afghanistan als vermisst. Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Führung in Teheran hatten sich zuletzt wieder zugespitzt, nachdem die US-Regierung und Großbritannien ihre Strafmaßnahmen im internationalen Konflikt um das iranische Nuklearprogramm verschärft hatten. Der Westen hat den Iran im Verdacht, an Atomwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran hat diesen Vorwurf stets bestritten. (DW)

Auch in Ägypten gewinnen Islamisten die Wahl

Sonntag, 04. Dezember. Die Muslimbrüder, die fundamentalistischen Salafisten und die moderate islamische Wassat-Partei kamen zusammen auf mehr als 65 Prozent der Stimmen, wie die Nachrichtenagentur AFP am Sonntag von der Wahlkommission erfuhr. Nach Angaben des Generalsekretärs der Wahlkommission, Jussri Abdel Karim, kamen die Partei für Freiheit und Gerechtigkeit der Muslimbrüder, die salafistische El-Nur-Partei und die Wassat-Partei zusammen auf 65,25 Prozent der Stimmen der ersten Teilrunde der Wahlen. Die liberale und säkulare Bewegung, die maßgeblich am Sturz von Präsident Husni Mubarak im Februar beteiligt gewesen war, blieb dagegen Medienberichten zufolge deutlich hinter den Islamisten zurück: Der Ägyptische Block kam demnach auf 15 Prozent und die Wafd-Partei auf sechs bis elf Prozent. Der liberale Kandidat Mohammed Abdel Ghani sagte der unabhängigen Zeitung „El Schuruk“, seine Bewegung müsse dem Ruf entgegentreten, „nicht-islamistische Kandidaten seien Ungläubige“. (BILD)

Iran soll Anschläge in Deutschland planen

Freitag, 02. Dezember. Die deutschen Sicherheitsbehörden verdächtigen Teheran, für den Fall eines US-Angriffs im Iran Anschläge auf amerikanische Militärflugplätze in Deutschland zu planen. Generalbundesanwalt Harald Range bestätigte ein entsprechendes Ermittlungsverfahren. Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, der Iran wolle Nachschub und Logistik der Amerikaner lahmlegen. Die Bundesanwaltschaft ermittle wegen des Verdachts der Agententätigkeit zu Sabotagezwecken gegen einen deutschen Geschäftsmann, der Geheimkontakte mit der iranischen Botschaft gepflegt haben soll. Die USA betreiben in Ramstein in der Pfalz einen ihrer größten Militärstützpunkte, über den wesentliche Teile des Nachschubs und der Logistik für die Kriege in Afghanistan und im Irak abgewickelt werden. (RPO)

Al-Qaida-Video zeigt US-Bürger in Pakistan als Geisel

Freitag, 02. Dezember. Das Terrornetzwerk Al-Qaida hat einen vor drei Monaten in Pakistan verschleppten US-Bürger in ihrer Gewalt. Das sagte Al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri in einer gestern veröffentlichten Videobotschaft. Die Geisel werde freigelassen, wenn die USA ihre Luftangriffe in Afghanistan, Pakistan, Jemen und Somalia einstellten und mehrere wegen Terrorverdacht Inhaftierte freiließen. Die Videobotschaft al-Sawahiris erschien auf mehreren extremistischen Webseiten. Bewaffnete hatten den Amerikaner Warren Weinstein (70) am 13. August aus dessen Haus in der pakistanischen Stadt Lahore entführt. Weinstein arbeitete seit mehr als fünf Jahren als Entwicklungshelfer in Pakistan. (RPO)

Gas-Pipeline in Ägypten gesprengt

Montag, 28. November. Wie die ägyptische Nachrichtenagentur MENA unter Berufung auf Augenzeugen berichtete, ereignete sich die Explosion in der Nacht zum Montag. Maskierte und bewaffnete Männer zündeten demnach westlich der Stadt El Arisch auf der Sinai-Halbinsel Sprengstoff unter der Pipeline. Die Flammen waren kilometerweit zu sehen. Über Verletzte gab es zunächst keine Angaben. Rettungsdienste wurden zum Ort der Explosionen geschickt. In Israel werden 40 Prozent des Stroms aus Gas produziert. Ägypten beliefert auch Jordanien mit Gas. Dort werden 80 Prozent des Stroms aus den ägyptischen Lieferungen produziert. Die Gaslieferungen nach Israel, die unter dem im Februar gestürzten ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak vereinbart wurden, sind in Ägypten heftig umstritten. Auf die Gas-Pipeline wurden in den vergangenen Monaten mehrere Anschläge verübt. (RPO)

Bombenanschlag in New York vereitelt

Montag, 21. November. In New York ist offenbar ein Terroranschlag vereitelt worden. Wie Bürgermeister Michael Bloomberg am Abend mitteilte, wurde bereits am Samstag ein 27-Jähriger festgenommen, der Rohrbombenanschläge auf Regierungseinrichtungen und Soldaten geplant habe. Der US-Amerikaner dominikanischer Herkunft sei bereits länger beobachtet worden. Zugegriffen hätten die Ermittler, weil die konkrete Gefahr eines Anschlagsversuchs bestanden habe. Der Mann habe zwar allein gehandelt, sei aber vom islamistischen Terrornetzwerk Al Qaida inspiriert, hieß es weiter. Polizeichef Raymond Kelly erklärte, der Mann habe mit einer Anleitung aus dem Internet und Teilen aus dem Baumarkt mehrere Rohrbomben gebaut. Damit habe er Regierungseinrichtungen wie Postämter und Polizeiautos angreifen wollen. Ein Hauptziel seien aus dem Ausland heimkehrende US-Soldaten gewesen. Laut Bloomberg war es der 14. vereitelte Anschlag seit den Angriffen vom 11. September 2001. (tagesschau)

Shabbab-Miliz droht Kenia mit Krieg

Donnerstag, 27. Oktober. Der blutige Dauerkonflikt in Somalia droht auf Kenia überzugreifen. Scheich Muktar Abu Mansur, ein ranghoher Vertreter der radikal-islamistischen somalischen al-Shabbab-Milizen, erklärte dem Nachbarland am Donnerstag offen den Krieg. „Kenia, du hast den Krieg begonnen, und nun musst du die Konsequenzen tragen“, rief er bei einer Kundgebung in Mogadischu, der Hauptstadt Somalias. Bereits jetzt rollt eine Attentatswelle durch Kenia. Am Donnerstag wurde der dritte Anschlag seit Beginn dieser Woche verübt. Vier Regierungsangestellte starben bei einem Angriff auf ein Fahrzeug in der Stadt Mandera, nahe der Grenze zu Somalia. Alle drei Terrorakte werden den al-Shabbab-Milizen zugeschrieben und gelten als Antwort auf den Militäreinsatz, den Kenia vor zwölf Tagen auf somalischem Territorium gegen die Milizen gestartet hatte. Die kenianische Armee rückte dabei etwa 170 Kilometer ins Landesinnere Somalias vor. Als Grund für den Einsatz werden Entführungen aus dem kenianischen Grenzgebiet genannt. Vor knapp zehn Tagen starb dabei eine Französin, die aus ihrem Haus in Kenia nach Somalia verschleppt worden war. Der somalische Premier, Abdiweli Mohammed Ali, unterstützt die Offensive. Seine international anerkannte Übergangsregierung beherrscht lediglich Teile der Hauptstadt Mogadischu. Im Südosten des Landes, der an Kenia grenzt, dominieren die al-Shabbab-Milizen. (die presse.com)

Islamisten Wahlsieger in Tunesien

Montag, 24. Oktober. Bei den ersten freien Wahlen in Tunesien seit dem Sturz von Machthaber Zine El Abidine Ben Ali zeichnet sich ein deutlicher Wahlerfolg der Islamisten ab. Prognosen deuten darauf hin, dass die Ennahda-Partei bei der Abstimmung am Sonntag die meisten Stimmen erhielt. In den bereits ausgezählten Wahlkreisen liege der Stimmanteil bei 30 bis 50 Prozent, sagte ein Mitglied der Parteiführung. Ein Sprecher der Sozialdemokratischen Partei PDP bestätigte den Trend. Das vorläufige Endergebnis wird für Dienstag erwartet. Neun Monate nach dem Sturz Ben Alis waren rund sieben Millionen Menschen aufgerufen, die 217 Mitglieder der Verfassunggebenden Versammlung zu benennen. Diese soll einen neuen Übergangspräsidenten ernennen und eine neue Verfassung ausarbeiten sowie Parlaments- und Präsidentenwahlen vorbereiten. Die Wahlbeteiligung lag bei über 90 Prozent. (DW)

Libyscher Übergangsrat will nun endgültig die Scharia einführen

Montag, 24. Oktober. Drei Tage nach dem Tod von Muammar al Gaddafi blickt Libyen in die Zukunft. Zehntausende Menschen versammelten sich am Sonntag zu einem Festakt in Bengasi. Der Vorsitzende des Übergangsrates, Mustafa Abdul Dschalil, verkündete offiziell den Sieg über das Gaddafi-Regime und versprach, die Basis für das neue Libyen werde die islamische Rechtssprechung. Er machte sich stark für eine islamische Orientierung Libyens: "Bei uns ist das islamische Recht die Grundlage der Rechtsordnung", erklärte Dschalil. "Ein Gesetz, das dem islamischen Recht widerspricht, ist null und nichtig." In diesem Sinne sei auch das geltende libysche Eherecht zurückzuweisen, das die Zahl der Frauen für einen Muslim begrenzt. Man werde auch islamische Banken gründen, die keine Zinsen verlangen. Er warnte vor einer Spaltung des Landes. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) gratulierte den Libyern zur Befreiung vom Regime Gaddafis. "Heute hat für Libyen eine neue Zeitrechnung begonnen. Angst und Unterdrückung sind der Hoffnung auf Frieden und Freiheit gewichen", sagte Westerwelle am Sonntag nach Angaben des Auswärtigen Amtes. (Reu)

Außenministerin Clinton fordert Versöhnung mit den Taliban

Mittwoch, 19. Oktober. US-Außenministerin Hillary Clinton will die afghanische Führung ermutigen, die Versöhnungsbemühungen mit den Taliban fortzusetzen und gemeinsam mit Pakistan den Terrorismus zu bekämpfen. Clinton traf zu Gesprächen mit Präsident Hamid Karsai und Kabinettsmitgliedern in Kabul ein. Die bislang weitgehend erfolglosen Kontakte zu den radikalislamischen Taliban hatten im September einen weiteren massiven Rückschlag erlitten, als der Verhandlungsführer der Regierung, Ex-Präsident Burhanuddin Rabbani, bei einem Selbstmordattentat getötet wurde. (DW)

Al-Qaida-Chef fordert Bekenntnis zu Islam in Libyen

Dienstag, 11. Oktober. In einem neuen Video hat Al-Qaida-Chef Aiman el Sawahiri von der neuen libyschen Führung ein Bekenntnis zum Islam gefordert. In Libyen solle nach dem Sturz des früheren Machthabers Muammar el Gaddafi islamisches Scharia-Recht eingeführt werden, sagte er nach Angaben des auf die Beobachtung islamistischer Internetseiten spezialisierten US-Unternehmens SITE. Die Menschen im Nachbarland Algerien rief er zur Revolution auf. Die in der monatelangen Auseinandersetzung zwischen Gaddafi und den libyschen Rebellen an der Seite der Aufständischen kämpfenden NATO-Truppen bezeichnete Sawahiri als "westliche Bande", die darauf aus sei, den Islam zu besiegen. "Nehmt euch vor den Komplotten des Westens und seiner Handlanger in Acht", sagte Sawahiri, der dem früheren Al-Qaida-Chef Osama bin Laden nach dessen Tod im Mai an der Spitze des Terrornetzwerks nachgefolgt war. Die Menschen in Algerien rief Sawahiri auf, den Spuren der Libyer und Tunesier zu folgen und gegen Staatschef Abdelaziz Bouteflika aufzubegehren. "Eure Brüder in Tunesien und Libyen haben die beiden Tyrannen auf den Müll der Geschichte befördert", sagte er mit Blick auf Gaddafi und den tunesischen Ex-Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali.  (AFP)

Mindestens 24 Tote bei Gewalt in Kairo

Montag, 10. Oktober. Bei Ausschreitungen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind 24 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 200 weitere wurden bei den Kämpfen zwischen koptischen Christen, Muslimen und Sicherheitskräften verletzt. Für Teile Kairos galt eine nächtliche Ausgangssperre. Unterdessen nahmen die ägyptischen Behörden Dutzende Menschen fest. Ob es sich bei den Festgenommenen um Christen oder Muslime handelt, ist nicht bekannt. Am Sonntagnachmittag marschieren mehrere Hundert koptische Christen aus dem Stadtteil Shubra zum Gebäude des Staatsfernsehens. Dort wollen sie friedlich gegen die jüngsten Übergriffe auf Kirchen im Land demonstrieren. Sie fordern vom Militär die Absetzung des Gouverneurs der Provinz Assuan. Hier wurde vor anderthalb Wochen der Neubau einer Kirche von radikalen Muslimen zerstört, die behaupten, dass es für ihn keine Genehmigung gebe. Die Kopten wollen, dass die Schuldigen bestraft werden. Am frühen Abend eskaliert die Situation. Soldaten, die das Fernsehgebäude bewachen, sollen aus den Reihen der koptischen Demonstranten mit Steinen beworfen worden sein. Ob das stimmt, wird kaum geklärt werden können. Tatsache ist, dass von Beginn an Schlägertrupps in Zivil mit Knüppeln auf Christen einprügeln. Sie werfen Steine und Brandbomben und treiben die Demonstranten in die Seitenstraßen. Mindestens sieben Fahrzeuge, darunter ein Bus, werden angezündet und brennen aus. Das Militär schießt eine Viertelstunde lang ununterbrochen in die Luft. Soldaten machen Jagd auf Demonstranten und prügeln mit enormer Brutalität auf sie ein. Ein gepanzertes Militärfahrzeug fährt in eine Menschenmenge.  (tagesschau.de)

Nato fürchtet Anschläge mit verschwundenen libyschen Raketen

Montag, 03. Oktober. Während der Revolution in Libyen sind tausende Boden-Luft-Raketen aus Waffenlagern verschwunden und könnten in die Hände von Terroristen gelangt sein. Das geht laut einem Medienbericht aus einem vertraulichen Papier hervor. Nach Informationen von 'Spiegel Online' warnte der Vorsitzende des Nato-Militärausschusses, Admiral Giampaolo di Paolo, in einem vertraulichen Schreiben an deutsche Bundestagsabgeordnete vor möglichen Terror-Anschlägen auf zivile Flugzeuge mit den Raketen. Mindestens 10.000 der Geschosse mit Hitze-Sensor, um die Turbinen zu treffen, seien verschwunden. Die Nato befürchtet laut dem internen Papier, dass die Raketen über andere Länder in die Hände von Terrornetzwerken geraten. Sie könnten überall auftauchen. Al-Qaida hatte im Jahr 2002 bereits in Kenia versucht, mit einer derartigen Waffen ein Verkehrsflugzeug abzuschießen. Beim Fall von Tripolis Ende August hatten sich die Elitesoldaten des Bündnisses darauf konzentriert, Lager von Chemiewaffen wie Senfgas zu bewachen. Daher habe der Verbleib der Boden-Luft-Raketen nicht kontrolliert werden können. (RTL)

Taliban bekennen sich zu Tötung von afghanischem Ex-Präsidenten

Mittwoch, 21. September. Die Taliban haben sich zu dem Selbstmordanschlag auf den früheren afghanischen Präsidenten Burhanuddin Rabbani bekannt. Ein Taliban-Sprecher sagte am Dienstag, zwei Kämpfer hätten Rabbani in dessen Haus zu Gesprächen getroffen. Einer von beiden habe dann einen Sprengsatz gezündet. Dieser sei im Turban versteckt gewesen. Bei dem Anschlag seien neben Rabbani und den zwei Taliban auch vier Sicherheitskräfte getötet worden. Nach Angaben des Taliban-Sprechers kannte Rabbani die Attentäter. "Beide trafen ihn häufig in seinem Haus in Kabul und sicherten sich das Vertrauen Rabbanis und seiner Leibwächter", sagte der Sprecher am Telefon von einem unbekannten Ort aus. "Sie sagten Rabbani, sie würden bald hochrangige Taliban-Führer zu ihm an den Verhandlungstisch bringen." Der Taliban-Sprecher ergänzte, ähnliche Attentate seien für die nahe Zukunft geplant. (Reu)

Berliner Islamist nannte Breivik als Vorbild

Sonntag, 18 September. Der in Berlin festgenommene Terrorverdächtige Hani N. hat den norwegischen Massenmörder Anders Breivik als Vorbild gelobt. Der unter Terrorverdacht in Berlin festgenommene Islamist Hani N. hatte Anleitungen zur Herstellung von Sprengstoff aus dem Internet heruntergeladen. Das geht nach Informationen zufolge aus dem Haftbefehl gegen den Palästinenser hervor. Zudem soll er sich im Internet über Zündvorrichtungen informiert haben. Außerdem soll N. in E-Mails den Anschlag des Rechtsradikalen Anders Breivik in Norwegen mit den Worten gelobt haben: „Schade, dass das keiner von uns war.“ N. und der Deutsch-Libanese Samir M. waren in Berlin verhaftet worden. Konkrete Anschlagsziele oder Vorbereitungen dazu entdeckten die Ermittler bislang nicht. (Focus)

Al-Qaida-Chef lobt arabische Aufstände

Dienstag, 13. September. Al-Qaida hat in einer Botschaft zum Jahrestag der US-Anschläge am 11. September 2001 die Volksaufstände in den arabischen Staaten gefeiert. Aiman al-Sawahiri erklärte in einer am Dienstag im Internet veröffentlichten Audioaufnahme, der Sturz der von dem Westen kontrollieren Machthaber werde hoffentlich eine Ära des wahren Islams und einer Herrschaft auf der Grundlage des islamischen Rechts (Scharia) einleiten. "Wir bitten Gott, dass der Frühling der Stärke und Freiheit zum bitteren Winter Amerikas wird", sagte er weiter. Zehn Jahre nach den "gesegneten Angriffen" auf die USA erschütterten diese immer noch "das Fundament des globalen Kreuzzuges", sagte Al-Sawahiri weiter. Er rief alle Muslime auf, die USA zu bekämpfen. Teil der Aufnahme war auch eine Botschaft des getöteten Al-Qaida-Chefs Osama bin Laden, die Al-Sawahiris Worten zufolge zum ersten Mal ausgestrahlt wurde. In der Aufnahme warnt Bin Laden die Amerikaner vor einer Tyrannei des Kapitalismus und der großen Unternehmen. Der Zeitpunkt der Aufnahme war unklar. Bin Laden ging nicht auf die arabischen Aufstände ein. Er war im Mai von US-Soldaten getötet worden. (Reu)

Berliner Polizei nimmt mutmaßliche Terroristen fest

Freitag, 09. September. Nach monatelangen Ermittlungen ist der deutschen Polizei ein Schlag gegen mutmaßliche islamistische Terroristen gelungen. Zwei Verdächtige seien in Berlin festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher. Sie hätten in größeren Mengen Chemikalien beschafft, mit denen sich Sprengstoff herstellen lasse. Ihre Berliner Wohnungen sowie ein islamischer Kulturverein in der Hauptstadt seien durchsucht worden. Hauptbeschuldigter ist ein 24-jähriger Deutscher, der aus dem Libanon stammt. Sein 28-jähriger Komplize kommt aus dem Gaza-Streifen. Ob die Verdächtigen einen konkreten Anschlag planten, ist nicht bekannt. Es gebe auch keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem bevorstehenden zehnten Jahrestag der Terroranschläge in den Vereinigten Staaten. (DW)

Friedrich warnt vor islamistischen Terroristen in Deutschland

Dienstag, 06 September. Kurz vor dem 10. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September in den USA hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich vor Terrorgefahren für Deutschland gewarnt. Der CSU-Politiker sagte der "Bild"-Zeitung, es gebe hierzulande fast 1000 Personen, die man als mögliche islamistische Terroristen bezeichnen könnte. Davon seien 128 als besonders gefährlich eingestuft. Viele stünden unter permanenter Beobachtung durch die Behörden. Eine besondere Bedrohung geht nach Friedrichs Worten von fanatisierten Einzeltätern aus. Sie seien schwer zu entdecken. - Bei den Anschlägen am 11. September 2001 waren in New York und in Washington fast 3000 Menschen getötet worden. (DW)

In Afghanistan vermisste Deutsche wurden erschossen

Montag, 05. September. Die seit drei Wochen in Afghanistan vermissten deutschen Entwicklungshelfer sind erschossen worden. Am Montag entdeckte ein Bergungstrupp die Leichen in der Provinz Parwan. Polizeichef General Scher Ahmad Maladani berichtete, bei beiden seien mehrere Schusswunden festgestellt worden. Der Zeitpunkt der Tötung sei noch unklar. Außenminister Guido Westerwelle bestätigte in Berlin den Leichenfund, machte zur Identität der Toten jedoch noch keine Angaben. Die Deutschen hatten eine Wanderung im Hindukusch machen wollen. Laut lokalen Behörden wurden die Leichen wenige Kilometer vom Salang-Pass entfernt in Kleidersäcken unter einem Fels entdeckt. Zur Bergung wurde die Bundeswehr um Unterstützung mit Hubschraubern gebeten.  (DW)

Islamist wollte deutsche Soldaten töten

Dienstag, 30. August. Die türkische Polizei hat in Izmir den aus Deutschland stammenden Islamisten Houssain al Malla (26) festgenommen. Der im Libanon geborene Staatenlose war ein enger Begleiter des aus dem Saarland stammenden Islamisten Eric Breininger. Beide traten mehrfach zusammen in Propaganda-Videos auf. Nach Angaben der Islamistischen Dschihad Union (IJU) soll Breininger Ende April 2010 im Alter von 23 Jahren bei einem Gefecht im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet ums Leben gekommen sein. Die Bundesanwaltschaft hat die Auslieferung des jetzt in der Türkei gefassten Terrorverdächtigen beantragt. Wie Breininger gehört auch al Malla der IJU an. Nach dem Staatenlosen hatte das Bundeskriminalamt (BKA) international fahnden lassen.  Al Malla, der sich bereits 2007 nach Pakistan abgesetzt hatte, soll Anschläge auf die Bundeswehr und deutsche Einrichtungen in Afghanistan geplant haben. Außerdem stand der Breininger-Gefährte nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden in Verbindung zum Umfeld der sogenannten Sauerlandgruppe. Al Malla galt als Kontaktmann der Gruppierung zur Dschihad Union. (BILD)

Deutsche in Afghanistan  verschleppt

Montag, 29. August. Die beiden in Afghanistan vermissten Deutschen sind nach Angaben der afghanischen Behörden von Aufständischen verschleppt worden. "Wir wissen, dass sie von Aufständischen entführt wurden", sagte der Polizeichef der nördlich von Kabul gelegenen Provinz Parwan, Scher Ahmed Maladani, am Montag.  Ein hochrangiger Mitarbeiter des afghanischen Geheimdienstes, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die beiden Deutschen seien von einer Gruppe islamistischer Aufständischer verschleppt worden, die nicht direkt zu den radikalislamischen Taliban gehöre. Die Bundeswehr in Afghanistan habe Kontakt zu den Entführern aufgenommen, außerdem sei sie an der Suche nach den beiden Entführungsopfern beteiligt. (Reu)

Nummer Zwei der Al-Qaida in Pakistan getötet

Sonntag, 28. August. USA haben nach eigenen Angaben einen der wichtigsten Drahtzieher an der Spitze des Islamistennetzes Al-Qaida getötet. Der in Libyen geborene Atijah Abd al-Rahman sei in der pakistanischen Region Waziristan mit Hilfe eines ferngesteuerten Flugzeugs, einer Drohne, getötet worden, teilte ein ranghoher Regierungsvertreter am Samstag in Washington mit. Der Militäreinsatz habe bereits am 22. August stattgefunrden. Rahman soll nach Aiman al-Sawahiri die Nummer zwei in der Hierarchie der Al-Qaida sein. Der in Ägypten geborene Chirurg Sawahiri übernahm die Führung der Organisation nach dem Tod von Osama bin Laden, den US-Elitesoldaten im Mai in seinem Haus in Pakistan erschossen hatten. Rahmans Tod ist nach Einschätzung von US-Experten ein schwerer Schlag für Sawahiri, der sich stark auf den in der Organisation gut vernetzten Libyer gestützt hatte. Die im Haus von Bin Laden gefundenen Dokumente hätten gezeigt, dass Rahman in die Planung von Al-Qaida-Anschlägen eng eingebunden gewesen sei. Er habe vielfältige Aufgabenbereiche gehabt und sei nicht einfach zu ersetzen. (Reu)

Geplante Gift-Anschläge in Spanien vereitelt

Sonntag, 21. August. Ein Marokkaner hatte Pläne, die Trinkwassertanks von Hotels und Campingplätzen zu verseuchen. Am Wochenende wurde der Verdächtige festgenommen. Er drohte mit Giftanschlägen aufs Trinkwasser von spanischen Campingplätzen und Touristenhochburgen – und suchte „Gotteskrieger“, die mit ihm Attentate gegen Urlaubszentren begehen sollten. Nachdem die Polizei einen 36-jährigen Marokkaner wochenlang überwacht hatte, nahm sie ihn am Wochenende, noch bevor er Unheil anrichten konnte, in der südspanischen Region Cádiz fest. Der Untersuchungsrichter beschuldigt den Mann, der offenbar dem Terrornetzwerk Al-Qaida nahesteht, der „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ und der „terroristischen Konspiration“. Der Extremist warb im Internet für Attentate „gegen Europa und die USA“, und er bekannte öffentlich, dass er einen „Anschlag gegen die Ungläubigen“ ausführen wolle. Laut Ermittlern wollte der Marokkaner Trinkwasserdepots von Touristikkomplexen mit Giften kontaminieren. Zudem habe er im Internet Material über Bombenbau und den Einsatz chemischer Stoffe gesammelt. Er sei nach einem Telefonanruf bei seiner Ehefrau, der „wie ein Abschied“ geklungen und den Verdacht auf eine bevorstehende Tat genährt habe, verhaftet worden. (Presse.com)

Staatsanwalt in Afghanistan erschossen

Sonntag, 21. August. Bewaffnete haben am Sonntag in der südafghanischen Unruheprovinz Helmand einen Staatsanwalt erschossen. Wie die Provinzregierung mitteilte, war der Jurist Mohammad Azeem auf dem Weg in sein Büro im Distrikt Gereschk, als er von zwei Männern auf einem Motorrad angegriffen und getötet wurde. Die Täter konnten unerkannt fliehen. Die Behörden machten die radikalislamischen Taliban für die Tat verantwortlich. In den vergangenen Wochen haben Aufständische zahlreiche Anschläge gegen Vertreter von Regierung, Sicherheitskräften und Justiz verübt. So waren im Juli im benachbarten Kandahar unter anderem der Chef des Provinzrates und der Bürgermeister von Kandahar-Stadt getötet worden. (BILD)

Russische Behörden vereiteln Anschlag auf Schnellzug

Montag, 15. August. Die russischen Behörden haben einem Zeitungsbericht zufolge Anschlagspläne auf einen Schnellzug zwischen Moskau und St. Petersburg durchkreuzt. Wie der "Kommersant" berichtet, hatten radikalislamische Rebellen aus dem Nordkaukasus bereits einen Sprengsatz vorbereitet und ihre Anschlagspläne weit vorangetrieben, als sie von Beamten des Inlandsgeheimdienstes FSB festgenommen wurden. Auf derselben Strecke waren im November 2009 bei einem Anschlag 26 Menschen ums Leben gekommen. Zu dem Anschlag, bei dem der Newski Express durch eine Explosion entgleist war, bekannte sich der tschetschenische Rebellenchef Doku Umarow. Die Attentäter hätten öffentliche Plätze sowie Ziele im öffentlichen Verkehr angreifen wollen. Moskau war in den vergangenen Jahren immer wieder Schauplatz blutiger Anschläge, zu denen sich islamistische Rebellen aus dem Nordkaukasus bekannten. (AFP)

Al Qaida arbeitet offenbar an Produktion von Todesgift

Sonntag, 14. August. Das Terrornetzwerk Al Qaida im Jemen bemüht sich einem Zeitungsbericht zufolge darum, für künftige Anschläge in den Besitz des tödlichen Giftstoffs Rizin zu kommen. Wie die US-Tageszeitung "New York Times" unter Berufung auf Geheimdienstdokumente berichtete, ist es dem jemenitischen Arm des Netzwerks bereits gelungen, sich größere Mengen von Rizinussamen zu beschaffen, aus denen das Gift hergestellt werden kann.  Den Angaben zufolge hortet Al Qaida das Material in einem Versteck in der südjemenitischen Provinz Schabwa. Rizin wirkt im menschlichen Körper bereits in kleinsten Mengen tödlich. Das Gift solle in dem Versteck zunächst hergestellt und dann zu kleinen Sprengkörpern verarbeitet werden, die in großen Menschenmengen zur Explosion gebracht werden könnten, berichtete die Zeitung weiter.  (AFP)

25-Jähriger soll Islamismus verherrlicht haben

Mittwoch, 10. August. Die Bundesanwaltschaft hat einen 25-jährigen Islamisten aus dem Raum Montabaur wegen Internet-Propaganda angeklagt. Der staatenlose Palästinenser veröffentlichte unter anderem Videos von Enthauptungen im Netz. Die Anklage wurde vor dem Oberlandesgericht Koblenz erhoben, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. Von September 2007 bis Dezember 2009 verherrlichte S. in drei Internetforen der "Globalen Islamischen Medienfront" terroristische Anschläge, die Mudschaheddin und das Märtyrertum. (RPO)

Zahl der Todesurteile auf Grundlage der Scharia gestiegen

Donnerstag, 04.08. Nach Angaben einer italienischen Menschenrechtsorganisation haben die Todesurteile auf der Grundlage der Scharia zugenommen. Wie aus dem am Donnerstag vorgestellten Bericht der Organisation "Nessuno tocchi Caino" (Niemand rühre Kain an) hervorgeht, sind im vergangenen Jahr 714 nach islamischem Recht gefällte Todesurteile vollstreckt worden. Im Jahr 2009 waren es den Angaben zufolge 658. Vollstreckt worden sei die Todesstrafe durch Hängen, Enthauptung oder Erschießen. In 24 der 47 mehrheitlich islamischen Staaten ist die Todesstrafe dem Bericht zufolge im Gesetz verankert. 18 von ihnen berufen sich dabei ausdrücklich auf die Scharia. Insgesamt ist die Zahl der Exekutionen nach Angaben von "Nessuno tocchi Caino" weltweit angestiegen. Gleichzeitig sinke die Zahl der Länder mit Todesstrafe. Demnach betrug die Zahl der bekanntgewordenen Hinrichtungen im vergangenen Jahr 5.837 gegenüber 5.735 im Jahr 2009. Die Organisation geht davon aus, dass allein China etwa 5.000 Hinrichtungen pro Jahr vollstreckt. An zweiter Stelle rangiere der Iran. In Nordkorea habe sich die Zahl der Todesstrafen von 20 auf 60 verdreifacht. (Kath Web)

Zahl ziviler Opfer im Irak auf höchstem Stand

Montag, 01.08. Im Irak sind im Juli so viele Zivilisten getötet worden wie in keinem anderen Monat in diesem Jahr. 159 Zivilisten seien bei Auseinandersetzungen ums Leben gekommen und 199 verletzt worden, teilte das irakische Gesundheitsministerium am Montag in Bagdad mit. Im Juni waren 155 Bürger getötet worden. Auch wenn die Gewalt insgesamt deutlich zurückgegangen ist, gibt es fast täglich Anschläge und Angriffe. So wurden im Juli 56 irakische Polizisten und 44 Soldaten getötet. Verletzt wurden 135 Polizisten und 119 Soldaten. Allein bei der Detonation einer Autobombe und eines Sprengsatzes vor einem Regierungsgebäude in Tadschi nördliche von Bagdad wurden Anfang Juli mindestens 28 Menschen getötet und 58 verletzt. Extremisten zielen seit Monaten immer wieder auf irakische Polizisten und Soldaten, um vor dem bis Ende des Jahres geplanten Abzug des US-Militärs das Vertrauen in die einheimischen Sicherheitskräfte zu untergraben. (HB)

Großdemo von Islamisten in Kairo fordert Einführung der Scharia

Montag, 01.08. Am Wochenende fahndete die Polizei auf der Halbinsel nach Extremisten, die am Freitag eine Polizeiwache in El-Arisch überfallen und mehrere Polizisten bzw. Militärs getötet hatten. Es wurden 15 Personen festgenommen. Dieser Zwischenfall folgte einer Großdemo der Islamisten auf dem Tahrir-Platz mit fast einer Million Menschen. Die Teilnehmer, hauptsächlich bärtige Männer aller Altersgruppen, waren aus ganz Ägypten nach Kairo gekommen. Sie forderten den Wandel Ägyptens in einen Gottesstaat, in dem der Scharia als oberstes Gesetz gilt.  Zu den Demonstrationen hatten die vor der Revolution verbotenen Muslimbrüder und anderen radikalen Gruppierungen (al-Gamaa al-Islamija, Salafiten) aufgerufen. Letztere spielten dabei sogar die Führungsrolle. Einige Teilnehmer der Kundgebungen trugen ägyptische Flaggen mit der Aufschrift „Es gibt keinen anderen Gott außer Allah“.  Ägyptische Experten verweisen auf die jüngsten Spannungen zwischen dem regierenden Militärrat und den islamistischen Gruppierungen, die nach dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak aus dem Untergrund getreten sind.  Das Ende November zu wählende Parlament kann ein neues Grundgesetz verabschieden. Dabei rechnen die gut organisierten Islamisten mit einem Sieg. Die Militärs bestehen darauf, dass vor der Parlamentswahl ein Gesetz verabschiedet wird, das die Prinzipien des künftigen Grundgesetzes bestimmt, darunter die Säkularität des Staates unter Federführung der Streitkräfte. (RIA Novosti)

Islamist will Scharia-Zonen in ganz England

Sonntag, 31. Juli. Die Sticker kleben mitten in London – sie hängen an Laternenmasten und Bushaltestellen. „Sie betreten hier eine Scharia-kontrollierte Zone", informieren sie. Ein Gebiet also, in dem das islamische Recht gilt. Gemeinden im ganzen Land beklagten sich laut „Daily Mail" schon, dass sie die Propaganda-Sticker paketweise zugeschickt bekommen. Verantwortlich dafür ist der landesweit bekannte Hassprediger Anjem Choudary (44). Der gebürtige Brite mit Jura-Diplom sagt ganz offen, er wolle damit „den Samen legen für ein islamisches Reich" auf britischem Boden. Grundlage dafür sei die Einführung der Scharia, also des islamischen Rechts auf der Insel. Choudary trat in der Vergangenheit immer wieder als Kopf oder Sprecher terroristischer Gruppen auf, die allesamt von der britischen Regierung verboten wurden. Aktuell leitet der Extremist das miliante Netzwerk „Islam4UK" – wegen der terroristischen Gesinnung ebenfalls auf dem Index der Behörden. Bei der Islamisierung Großbritanniens wollen Choudary und seine Schergen nichts dem Zufall überlassen. „Wir haben hunderte, wenn nicht sogar tausende Leute im ganzen Land, die bereit sind auf die Straßen zu gehen – außerdem 10 000 bis 50 000 Aufkleber, die man verteilen kann", sagt Anjem Choudary. (BILD)

Islamische Miliz in Somalia behindert christliche Hilfswerke

Mittwoch, 27. Juli. Mit menschenverachtender Brutalität begegnen islamische Extremisten der Hungersnot in Somalia und behindern willkürlich die internationale Nothilfe. Die Shabab-Miliz habe mehrere Viehhirten öffentlich geköpft, weil sie ihr die wenigen überlebenden Tiere nicht aushändigen wollten, berichtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).  Im Ort Afgoye, 30 Kilometer südlich der Hauptstadt Mogadischu, seien zwei Hirten am 23. Juli hingerichtet worden.  Shabab steht mit dem Terrornetzwerk Al Qaida in Verbindung und kontrolliert weite Teile Somalias. Trotz der verzweifelten Situation mit rund 2,8 Hungernden hat die Miliz einen Bann über nicht-islamische Hilfswerke verhängt. Sie will unter anderem das Land von Christen „säubern“ und strebt danach, das islamische Religionsgesetz, die Scharia, durchzusetzen.  In den vergangenen vier Jahren hat Shabab mehr als 18.000 Zivilisten getötet; eine Million Menschen mussten fliehen. Weniger als ein Prozent der 8,7 Millionen Einwohner Somalias sind Christen, die übrigen meist Muslime. (Kath Net)

Energiepolitik/Umwelt

Neues Ölleck in havariertem Schiff vor Neuseeland

Dienstag, 10. Januar. Aus dem havarierten Containerschiff "Rena" vor der Küste Neuseelands tritt weiter Öl aus. Es sei davon auszugehen, dass das Öl in der Nacht zum Mittwoch die Küste erreiche, erklärten Einsatzkräfte. Die Verschmutzung werde vermutlich aber nicht so dramatisch sein wie im Oktober, als die "Rena" Leck geschlagen war. Der Unfall hatte die bislang größte Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes ausgelöst. Nachdem das Schiff am Sonntag bei einem Sturm auseinandergebrochen war, begann das Heck am Dienstag zu sinken. Dadurch trat erneut Öl aus. Ein Team zur Bekämpfung der Ölpest sei bereits im Einsatz, seit das Schiff auseinandergebrochen sei und sich ein etwa drei Kilometer langer und bis zu zehn Meter breiter Ölfilm auf dem Wasser gebildet habe. Nach der Havarie im Oktober waren etwa 350 Tonnen Öl ausgelaufen, mindestens 1300 Vögel verendeten. (AFP)

Rückholung von Atommüll aus der Asse nicht mehr möglich

Dienstag, 27. Dezember. Bergbauexperten des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) raten offenbar davon ab, den Atommüll aus dem einsturzgefährdeten Atommülllager Asse II bei Wolfenbüttel zu bergen. Das berichtet die "Braunschweiger Zeitung" unter Berufung auf ein internes Schreiben der Behörde. Ein Sprecher des BfS erklärte dagegen, die gesamte Behörde favorisiere weiterhin die Rückholung des Mülls. In dem Schreiben eines BfS-Abteilungsleiters an das Bundesumweltministerium heißt es dem Bericht zufolge, "alle dargestellten Indikatoren" deuteten darauf hin, "dass im Verlauf der nächsten Monate bis gegen Ende 2012 eine Sachlage eintreten wird, die eine weitere Verfolgung der Stilllegungsoption 'Rückholung' als sicherheitstechnisch nicht mehr vertretbar erscheinen lässt". Bisher hatte die Behörde stets die Rückholung aus der Asse als oberstes Ziel bezeichnet. In der Asse wird derzeit die Anbohrung der erste Atommüllkammer vorbereitet. Durch diese soll ermittelt werden, in welchem Zustand sich die Kammern und der Atommüll befinden und ob eine Rückholung möglich ist. Örtliche Bürgerinitiativen fordern die Bergung des Atommülls, weil sie angesichts des fortlaufenden Wassereinbruchs in den Schacht unter anderem eine Verseuchung des Grundwassers befürchten. (AFP)

45 Tonnen radioaktives Wasser in Fukushima- 1 ausgeflossen

Sonntag, 04. Dezember. Der Ausfluss von ca. 45 Tonnen radioaktives Wasser wurde in der Wasserreinigungs- und Dekontaminationsanlage des Kernkraftwerkes „Fukushima-1“ festgestellt. Wie der Kernkraftwerk-Betreiber TEPCO mitteilte, sammelten sich im Raum, in dem sich die Reinigungsanlage befindet, ca. 45 Tonnen Wasser an. In 3 Stunden stellten die Fachleute fest, dass das Wasser durch einen Spalt in der Betonsohle des Gebäudes in einen Vorfluter floss. Dieser mündet nach 500 Meter ins Meer, jedoch hat TEPCO noch keine genauen Informationen darüber angegeben, ob radioaktives Wasser ins Meer gelangte. Der Wasserausfluss passierte in dem Teil der Reinigungsanlage, wo das Wasser die Cäsium-Dekontamination bereits hinter sich hat und vom Salz gereinigt wird, dabei bleiben immer noch Radionuklide enthalten. (Stimme Russlands)

Hinweise auf erneuten Brennelemente-Defekt im AKW Gundremmingen

Freitag, 25. November. Nächsten Dienstag wird Block C des Gundremminger Kernkraftwerks erneut für etwa zwei Wochen abgeschaltet. „Die kontinuierliche Betriebsüberwachung des Reaktorkerns hat Hinweise auf einen Brennelementedefekt geliefert“, teilt die Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH mit. In einem sogenannten Sippingtest werden alle 784 Brennelemente des Reaktorblocks geprüft, sagt Kraftwerkssprecher Tobias Schmidt. Dabei werden mehrere Hundert Gas- und Wasserproben entnommen. So lassen sich defekte Brennelemente lokalisieren, die anschließend ausgetauscht werden. Sicherheitstechnisch relevante Auswirkungen für das Personal oder die Umwelt seien mit dem Vorgang nicht verbunden. Es wäre der dritte Brennelemente-Defekt innerhalb eines Jahres. Bereits im Herbst 2010 hatten im Kernkraftwerk Gundremmingen vier Brennelemente, davon drei MOX-Brennelemente, Mängel. Bei der Revision des Blocks C im September dieses Jahres wurden erneut vier defekte Mischoxid-Brennelemente entdeckt.  Erst vorige Woche hatte es eine heftige Diskussion um die radioaktive Emission während der Revision von Block C gegeben. Während der Jahresrevision soll es einen kurzzeitigen, aber extrem erhöhten Ausstoß von Radioaktivität gegeben haben, teilte die atomkritische Vereinigung „Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges“ (IPPNW) mit und warnte vor gesundheitlichen Folgen. Sie berief sich auf den Wissenschaftler Alfred Körblein. Demnach sollen die Emissionen radioaktiver Stoffe massiv über denen des Standardbetriebs gelegen haben. Die zulässigen Grenzwerte seien eingehalten worden, informierte dagegen das Landesamt für Umwelt (LfU), das kontinuierlich das Kraftwerk überwacht. Der Tagesgrenzwert sei bis zu maximal 13 Prozent ausgeschöpft worden. (AA)

Kühlsystem-Klappe im Kernkraftwerk Brokdorf defekt

Montag, 14. November. Im Kernkraftwerk Brokdorf hat es ein meldepflichtiges Ereignis der geringsten Stufe N (null) gegeben. Bei einer Prüfung konnte eine Rückschlagklappe in einem von vier vorhandenen Not- und Nachkühlsystemen nicht geschlossen werden, teilte das für die Atomaufsicht zuständige Justizministerium am Montag in Kiel mit. Eine Sprecherin der Betreiberfirma Eon betonte, das Vorkommnis habe keine Auswirkungen auf den sicheren Betrieb des Kernkraftwerks gehabt, «da das Teilsystem bei einer Anforderung trotzdem zur Verfügung gestanden hätte.» Ursache der nicht schließenden Klappe sei eine minimal veränderte Position eines Schalters am Stellantrieb gewesen, der die Endstellung der Armatur signalisiert. «Die Untersuchung gleichartiger Stellantriebe ergab keine weiteren Befunde. (KA)

UN-Behörde erwartet mehr Atomenergie weltweit

Mittwoch, 02. November. Die Internationale Atomenergiebehörde erwartet, dass die Zahl der Kernkraftwerke in den nächsten Jahrzehnten zunimmt. Zu den Ländern, die den Bau neuer Atommeiler erwägen, gehören die beiden bevölkerungsreichsten Länder Welt, China und Indien. Das berichtete der Direktor der Behörde Yukiya Amano in New York. Amano sprach zur Vollversammlung der Vereinten Nationen. Einige Länder hätten ihre Pläne nach dem Unglück im japanischen Kernkraftwerk Fukushima geändert, andere die Sicherheit in ihren Anlagen verstärkt. (dpa)

Atommüll verstrahlt den Atlantik

Dienstag, 01. November. Im Nordostatlantik entweicht offenbar Radioaktivität aus versenkten Atommüllfässern. Das berichtet das ARD-Politikmagazin "Report Mainz". Die Redaktion beruft sich dabei auf die Kommission zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks (OSPAR), der 15 Regierungen - darunter auch Deutschland - angehören. Demnach gebe es eine zum Teil erhöhte Konzentration von Plutonium 238 in Wasserproben aus den Versenkungsgebieten. Das deute auf undichte Fässer hin. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace forderte regelmäßige Messungen in den Gebieten, wo der Müll versenkt worden ist. Das Bundesumweltministerium sieht hierzu aber keinen Anlass. Die in Fischen gemessenen Konzentrationen würden bei einem Verzehr nur zu Dosen im Nanosievert-Bereich, also zu unbedenklichen Werten führen, lautete dem Fernsehbericht zufolge die Antwort des Ministeriums auf eine entsprechende Anfrage. Laut Nuclear Energy Agency (NEA) und der Internationalen Atomenergiebehörde hätten 9 Staaten an 15 Stellen im Nordostatlantik bis 1982 insgesamt 114.726 Tonnen Atommüll in 222.732 Fässern versenkt. (ntv-online)

Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Brokdorf

Montag, 31. Oktober. Im Kernkraftwerk Brokdorf ist es bei einer Prüfung zum ungeplanten Ansprechen des Schutzsystems gekommen. Ein bereits zur Prüfung eines Schalters in Betrieb befindlicher Notstromdiesel wurde zusätzlich automatisch gestartet. Die angesteuerten Komponenten reagierten auslegungsgemäß, die Notstromschiene wurde uneingeschränkt elektrisch versorgt. Als Ursache wurde eine zu gering gewählte Leistung des Dieselaggregats erkannt. Zur zukünftigen Vermeidung soll die Prüfanweisung ergänzt werden. Diese Störung im Sicherheitssystem wurden der Atomaufsichtsbehörde vom Betreiber als meldepflichtiges Ereignis der Kategorie "N" fristgerecht gemeldet. Zur abschließenden Bewertung des Vorkommnisses hat die Atomaufsichtsbehörde unabhängige Sachverständige hinzugezogen. (HL-Live)

Greenpeace-Analyse belegt Zahlenmanipulation um Atommüll-Zwischenlager Gorleben

Donnerstag, 27. Oktober. Eine von Greenpeace veröffentlichte Analyse belegt nach Ansicht der Landtagsgrünen deutlich, dass das Berechnungsverfahren zur Belastung mit radioaktiver Strahlung im Zwischenlager Gorleben manipuliert wurde. Der anstehende Castor-Transport nach Gorleben werde die Grenzwerte klar überschreiten, sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel in Hannover. In der Genehmigung des Transportbehälter Zwischenlagers in Gorleben sei festgelegt, dass die "maximale Dosis am ungünstigsten Aufpunkt am Zaun des Betriebsgeländes" für die Berechnung des Grenzwertes ausschlaggebend sei. Wenzel kritisierte scharf, dass sich Staatssekretär Birkner weigere, die radioaktiven Dosiswerte des Landesamtes NLWKN aus den Vorjahren im Internet zu veröffentlichen. Eine entsprechende Forderung des Grünen-Politikers hat der designierte Sander-Nachfolger mit Verweis auf "schutzwürdige Interessen Dritter" abgelehnt. "Wenn Birkner damit die Atomindustrie meint, hilft er den Verursachern. Schutzwürdige Interessen bestehen aber in erster Linie bei der Bevölkerung im Wendland. Die hat das elementare Recht, über die Strahlenbelastung informiert zu werden", sagte Wenzel. Die Atomaufsicht müsse die Bevölkerung vor unerlaubten radioaktiven Belastungen schützen und nicht die Atomindustrie. (HA)

Neuseeland droht nach Frachterhavarie Umweltkatastrophe

Montag, 17. Oktober. Die Havarie eines Frachters in einer malerischen Bucht hat in Neuseeland Ängste vor der "größten Umweltkatastrophe seit Jahrzehnten" geweckt. Davon wären unter anderem Wale, Delfine und Pinguine betroffen, warnten Umweltschützer. In der Nähe des havarierten Schiffes vor der Nordinsel des Landes wurden bereits ein fünf Kilometer langer Ölfilm sowie mehrere tote Vögel entdeckt. Neuseelands Umweltminister Nick Smith sagte laut Medienberichten, das Schiffsunglück habe "das Potenzial, die größte Umweltkatastrophe seit Jahrzehnten" zu werden. In der Bucht war das unter liberianischer Flagge fahrende Containerschiff "Rena" gegen ein Riff gestoßen. Die Unglücksursache ist noch ungeklärt. Die neuseeländische Küstenwache bereitet sich darauf vor, dass das Öl in einigen Tagen auf die Küste trifft. Das Schiff sei sehr alt, schwer beschädigt und habe 1700 Tonnen Schweröl an Bord.  (AFP)

Asse - Bergung dauert länger als 10 Jahre

Montag, 10. Oktober. Eine mögliche Bergung des Atommülls aus dem Asse-Schacht bei Remlingen im Kreis Wolfenbüttel würde länger dauern als bisher prognostiziert. Zehn Jahre hatte eine frühere Studie dafür angesetzt. Sollte es also tatsächlich zur Bergung kommen und liefe das Verfahren von heute an ohne Verzögerungen ab, würde die Rückholung über 2021 hinausgehen. Noch in diesem Jahr könnte mit einer Probebohrung in eine verschlossene Kammer begonnen werden, hatte das Ministerium angekündigt. Eine Terminbestätigung dafür gibt das BfS indes nicht. Zunächst müssten 1400 Einzelschritte und 32 Auflagen abgearbeitet sein. Erst wenn alle Auflagen erfüllt und die Genehmigungen erteilt seien, dürfe gebohrt werden, um Aufschluss über den Zustand des Atommülls zu erlangen. Für die Bergung soll ein neuer Schacht gebaut werden. Außerdem muss ein Zwischenlager angelegt werden. Unklar ist außerdem, in welches Endlager der Asse-Müll schließlich kommen könnte. Das Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle, Schacht Konrad in Salzgitter, kann nach der bisherigen Genehmigung diese Menge gar nicht aufnehmen. Die Kosten für Bergung werden auf mehrere Milliarden Euro geschätzt und sollen zum Teil durch die Einnahmen aus der Brennelementesteuer bezahlt werden. (newsclick)

Energiekonzern Fennovoima baut neues Kernkraftwerk in Finnland

Samstag, 08. Oktober. Das finnische Parlament hatte sich am 1. Juli 2010 für den Bau von zwei neuen Kernkraftwerken ausgesprochen. Es billigte sowohl das Gesuch der Teollisuuden Voima Oy (TVO) für den Bau einer vierten Einheit am Standort Olkiluoto als auch dasjenige des Energiekonzerns  Fennovoima, die sich damals noch nicht auf einen Standort festgelegt hatte. Es standen Simo in Lappland und Pyhäjoki an der Nordwestküste des Landes zur Auswahl, nachdem die Fennovoima Ende 2009 auf einen dritten Standort im Süden verzichtet hatte. Laut Fennovoima waren beide potenzielle Standorte für einen Neubau geeignet. Dies hatten umfangreiche Studien zu Sicherheit, technischer Machbarkeit, Umweltverträglichkeit, Baukosten sowie sozioökonomischen Fragen gezeigt. Die Gemeinden der Standorte Pyhäjoki und Simo hatten bereits im Sommer 2009 dem Neubauprojekt zugestimmt. (ast)

Ukraine baut neues Atommüll-Lager bei Tschernobyl

Donnerstag, 06. Oktober. Die Ukraine hat in der Nähe des zerstörten Atomkraftwerks Tschernobyl mit dem Bau eines Lagers für radioaktive Abfälle begonnen. In diesem würden verstrahlte Abfälle aus Medizin und Industrie, nicht aber aus Atomkraftwerken untergebracht, teilte die Sprecherin des AKW Tschernobyl, Maja Rudenko, mit. Die bisherige Art der Lagerung in mehreren "schlecht ausgerüsteten" Anlagen sei weit gefährlicher als in dem neuen Lager, das sich in einer ohnehin radioaktiv verseuchten Zone befinde, erläuterte Rudenko. Nach Angaben der russischen Nachrichten-Agentur Interfax zahlt Großbritannien gut neun der mehr als elf Millionen Euro, die für den Bau des Lagers benötigt werden. Der Rest kommt von der Europäischen Union. (DW)

Ein Toter und vier Verletzte bei Explosion in französischer Atomanlage

Montag, 12. September. Bei einer Explosion auf dem Gelände einer Atomanlage im Süden Frankreichs ist ein Mensch ums Leben gekommen, vier wurden verletzt. Nach Angaben der französischen Atomaufsicht explodierte in der Anlage Marcoule in der Nähe von Avignon ein Ofen, in dem schwach radioaktive Abfälle verbrannt werden. Die französische Regierung erklärte, Radioaktivität sei nicht entwichen. Die Betreiberfirma teilte mit, es handele sich um einen Industrieunfall und nicht um einen Nuklearunfall. Die Internationale Atomenergiebehörde in Wien steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit den französischen Behörden. Man sei sofort nach dem Zwischenfall informiert worden. Nach dem Unglück hatten örtliche Behörden eine Sicherheitszone um die Atomanlage eingerichtet, die auf den Umgang mit radioaktiven Materialien spezialisiert ist. Reaktoren gibt es auf dem Gelände nicht. - Die Anlage wird zum Teil vom staatlichen Atomkonzern Areva für die Aufarbeitung abgebrannter Uran-Brennstäbe genutzt, aus denen in Öfen das Uran-Plutonium-Gemisch MOX produziert wird. (DW)

Shell bekämpft Ölleck in der Nordsee

Samstag, 13. August. Dem Mineralölkonzern Shell ist es nach eigenen Angaben gelungen, ein Leck in einer Ölleitung in der Nordsee vor der Ostküste Schottlands einzudämmen. Ein ferngesteuertes U-Boot sei im Einsatz, um das Leck abzudichten, teilte ein Shell-Sprecher mit. Er äußerte sich nicht dazu, wie viel Öl ausgetreten ist. - Nach weiteren Angaben des britisch-niederländischen Konzerns war das Leck Mittwoch an einer Verbindungsstelle zwischen der Förderplattform Gannet Alpha und der Ölquelle bemerkt worden. (DW)

Islam

Beckstein kritisiert Selbstzensur der Medien bei Christenverfolgung

Samstag, 21. Januar. Gegen eine Selbstzensur der Medien hat sich der frühere bayerische Ministerpräsident, Günther Beckstein (CSU), ausgesprochen. Die Verfolgung und Ermordung von Christen in anderen Teilen der Welt sei über viele Jahre in der deutschen Öffentlichkeit verschwiegen worden, sagte der Vizepräses der Synode der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Samstag in Schwäbisch Gmünd zum Abschluss eines christlichen Medienkongresses. Beckstein sagte, Tabuthemen seien auch gewesen, dass es einen hohen Anteil ausländischer jugendlicher Straftäter gebe und sich manche Muslime problematisch verhielten. Der CSU-Politiker vertrat die Auffassung, dass Medien schon durch die Auswahl ihrer Nachrichten tendenziell die Wirklichkeit verzerrten. Außerdem überwögen die negativen Kommentare und die Kritik. Der christliche Medienkongress mit über 200 Teilnehmern fand zum zweiten Mal statt. Veranstalter waren neben EKD und württembergischer Landeskirche mehrere evangelische Stiftungen, Verlage und Publizistikwerke. (epd)

Indiens Kirche verurteilt Forderung nach Christen-Ausweisung

Samstag, 21. Januar. Die katholische Kirche in Indien hat die von einem islamischen Scharia-Gericht geforderte Ausweisung von fünf Christen verurteilt. Ein islamisches Scharia-Gericht hatte sich am Donnerstag für die Ausweisung der Christen, unter denen auch ein niederländischer Miss-Hill-Missionar ist, ausgesprochen. Das Gericht hatte die Christen der versuchten Bekehrung für schuldig befunden. Sie hätten Unruhe gestiftet und seien in unmoralische Aktivitäten verwickelt gewesen, heißt es in der Urteilsbegründung. Darum müssten sie ausgewiesen werden. (Kath-Web)

Iran verbietet Barbie-Puppen

Freitag, 20. Januar. Irans Polizei geht gegen den Verkauf der Barbie-Puppen vor, weil sie die falschen westlichen Werte verkörpert, erklärten Geschäftsinhaber dieses Woche in Teheran. Die religiösen Führer des Irans haben die Barbie-Puppe erstmals im Jahr 1996 als "un-islamisches Spielzeug" bezeichnet und vor dessen "destruktiven kulturellen und sozialen Konsequenzen" gewarnt. Doch obwohl die Plastik-Puppe damals schon verboten worden ist, waren sie bis vor kurzem noch ganz normal käuflich zu erwerben. Die neue Regel zwingt Verkäufer dazu, das Produkt der US-Firma Mattel hinter anderem Spielzeug zu verstecken. Aufgeben will man den Verkauf der Puppe nicht, heißt es im Einzelhandel. Denn die Ersatzpuppen sind zwar offiziell als islamisch geeignet abgesegnet, kommen bei den Kindern aber nicht gut an. Das Subsitutions-Pärchen - Sara und ihr männlicher Counterpart Dara - werden nicht nachgefragt. Diese Puppen unterscheiden sich von der Barbie durch "Körperbau" und Gewand. Sara trägt keine pinken Glitzersachen, sondern ein traditionelles iranisches Gewand. So wie jede Frau im Iran muss auch diese Puppe in der Öffentlichkeit ihr Haar bedecken und darf keine enge Kleidung tragen. "Meine Tochter hat die Barbie-Puppen viel lieber. Sie sagt, dass Sara und Dara hässlich und fett sind", erzählt Farnaz, eine 38-jährige Mutter. Sie beklagt  auch, dass sie derzeit keine Barbie-Zeichentrick-DVDs in den Geschäften bekommt, da diese nun auch neuerdings verboten worden sind. (WZ)

18-jährige Kurdin tot auf Golfplatz gefunden

Montag, 16. Januar. Die wegen einer unerwünschten Liebesbeziehung zu einem Deutschen vermutlich von ihren Geschwistern verschleppte Kurdin Arzu Ö. ist wahrscheinlich Opfer eines Ehrenmordes geworden. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass es sich bei der am Freitag in Schleswig-Holstein entdeckten Frauenleiche um die 18-Jährige aus Detmold handelt. Mit einer endgültigen Bestätigung hielt sich Staatsanwalt Michael Kempkes gestern aber noch zurück. (RPO)

Radikale Muslime planen große Moschee in Bern

Montag, 16. Januar. Der Islamische Zentralrat will in Bern-West eine große dreistöckige Moschee mit Gartenanlage bauen. Auch für weitere Projekte sucht die umstrittene Organisation Gelder in den Golfstaaten. Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) wirbt in Kuwait und Katar um Spendengelder. IZRS-Präsident Nicolas Blancho verfolgt ein 20-Millionen-Projekt für eine große Moschee in Bern-West. Die Baupläne zeigten, dass neben einem Gebetsraum für 270 Männer und 174 Frauen auch Läden, Konferenz- und Schulungsräume sowie eine nach Geschlechtern getrennte Tiefgarage mit zwei Untergeschossen geplant seien. Im vergangenen Jahr war Blancho viermal in den Golfstaaten. Neben den Plänen für die Moschee präsentierte er weitere politisch brisante Projekte: etwa die Volksinitiative zur Aufhebung des Minarettverbots. Geschäftsmänner oder islamische Hilfsorganisationen aus der Golfregion sollen für das Initiativkomitee spenden. Weitere Projekte sind eine Koranschule in der Schweiz, ein islamisches Frauenhaus und ein Reisebüro für Pilgerfahrten. Auf seiner Kuwait-Reise im August 2011 traf Blancho zudem den Chef einer Organisation, die Filialen hat, die auf der UNO-Sanktionsliste gegen Terrorismusfinanzierung stehen.  (BZ)

Großbrand zerstört größte Moschee Zentralasiens

Sonntag, 15. Januar. Ein Feuer in der größten Moschee Zentralasiens hat mindestens einen Menschen das Leben gekostet. Die Flammen breiteten sich auf einer Fläche von 800 Quadratmetern in der Moschee Chasret Sultan in der kasachischen Hauptstadt Astana aus. Laut Katastrophenschutzministerium befindet sich das Gebäude noch im Bau. Es umfasst eine Fläche von 17'500 Quadratmetern. Amateuraufnahmen, die ins Internet gestellt wurden, zeigten das Gebäude in schwarzen Rauch gehüllt. Aus Behördenkreisen verlautete, wahrscheinlich hätten Schweißgeräte ein Gerüst unter der zentralen Kuppel in Brand gesetzt. (sda)

Kopftuch-Debatte wegen Königin Beatrix

Donnerstag, 12. Januar. Königin Beatrix der Niederlande hat sich in ungewöhnlich deutlicher Form gegen Kritik des Islamgegners Geert Wilders zur Wehr gesetzt. Dessen Partei für die Freiheit (PVV) hatte sich daran gestört, dass die Monarchin am Mittwoch beim Besuch einer Moschee in Abu Dhabi über ihrem Hut einen Schleier trug. Die 73-Jährige wies die Vorwürfe nach Medienberichten vom Donnerstag zurück. In Oman, der letzten Etappe ihrer Reise in die Golfregion, verdeckte Beatrix ihr Haupt demonstrativ erneut. Die auch königshauskritische Partei von Wilders hatte den Entscheid der Monarchin, ein Kopftuch zu tragen, in einer Parlamentsanfrage als bedauerlich bezeichnet. Beatrix habe damit als Staatsoberhaupt auch die Diskriminierung der Frauen legitimiert. Die Königin ließ dagegen über mitreisende Journalisten wissen, ihr Entscheid sei ein Zeichen des Respekts gegenüber dem Islam gewesen. (sda)

Für Westerwelle sind islamische Parteien  kein Problem

Dienstag, 10. Januar. Außenminister Guido Westerwelle hat demokratische islamische Parteien in der arabischen Welt mit christdemokratischen Parteien wie CDU und CSU in Europa verglichen. "Die islamische Ausrichtung von politischen Ansichten ist ebenso wenig ein Problem wie eine christliche Ausrichtung von politischen Ansichten", sagte er gestern bei seinem Besuch in Tunesien. Dort hatte bei der Parlamentswahl die islamisch-konservative Partei Ennahdha mit 41 Prozent die meisten Stimmen erhalten. (dpa)

Junge zwangsverheiratete Afghanin schwer misshandelt

Sonntag, 01. Januar. Ein besonders schwerer Fall von brutaler Gewalt gegen ein 15 Jahre altes zwangsverheiratetes Mädchen sorgt in Afghanistan für große Betroffenheit. Die seit Montag mit schwersten Verletzungen in einem Krankenhaus der Hauptstadt Kabul liegende Sahar Gul äußerte sich am Wochenende erstmals über ihr monatelanges Martyrium, das sie bei der Familie ihres Ehemanns durchlitt. Diese wollte sie nach Angaben des Mädchens zur Prostitution zwingen, sperrte sie wegen ihrer vehementen Gegenwehr ein halbes Jahr lang in der Toilette ein und folterte sie auf grausame Weise. Vor allem von ihrer Schwiegermutter sei sie geschlagen und immer wieder mit Zigaretten gebrannt worden, sagte Gul. Zudem habe die Frau ihr die Fingernägel ausgerissen. Das Mädchen war vor etwa sieben Monaten für 5000 Dollar (knapp 3900 Euro) von ihrem Bruder an ihren späteren Ehemann verkauft worden. Zusammen mit ihm und seinen Eltern lebte sie seither in der nordöstlichen Provinz Baghlan. Die Gewalt gegen Frauen scheint in Afghanistan derzeit zuzunehmen. Offiziell wurden im zweiten Quartal 2011 gut tausend Fälle registriert, im gesamten Jahr 2010 etwa 2700 Fälle. Der Menschenrechtsorganisation Oxfam zufolge geben fast 90 Prozent der afghanischen Frauen an, schon einmal körperliche, sexuelle oder psychische Gewalt erlitten zu haben beziehungsweise zwangsverheiratet worden zu sein. (AFP)

Kauder fordert klare Reaktion auf Christenverfolgungen

Donnerstag, 29. Dezember. Nach der Serie von Anschlägen auf nigerianische Christen an den Weihnachtstagen hat Unionsfraktionschef Volker Kauder eine klare Reaktion der Muslime auf Christenverfolgung in vielen Ländern gefordert. Kauder kündigte im Deutschlandfunk zudem eine Reise in das afrikanische Land im kommenden Jahr an.  Der CDU-Politiker kündigte an, sich im neuen Jahr in Nigeria selbst ein Bild zu machen. Auch werde er sich dafür einsetzen, dass das Thema Christenverfolgung sowohl von der UN-Vollversammlung als auch vom Europarat behandelt werde. Im Gespräch mit den Mittwochszeitungen der WAZ-Gruppe verwies Kauder auch auf die schwierige Lage der Christen im Irak und im indischen Bundesstaat Orissan. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) sprach sich im "Tagesspiegel" gegen religiöse Interpretationen der Gewalttaten aus. Man solle lieber fragen, wem diese Angriffe auf Kirchen in Nigeria nutzten, sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek. Sie nutzten nicht dem Islam, sondern jenen, die kein Interesse an der Stabilität des ölreichen Landes hätten. Anführer von Pfingstkirchen in Nigeria erklärten, dass sich ihre Mitglieder selbst verteidigen würden, wenn die Behörden sie nicht ausreichend vor weiteren Angriffen schützten. "Wir haben dann keine Wahl als unsere Leben und unser Eigentum zu verteidigen", erklärten sie. Die Kirchenmitglieder seien aufgerufen, sich "im Rahmen des Gesetzes" selbst zu schützen. (AFP)

Zehntausende demonstrieren in Pakistan gegen NATO

Montag, 19. Dezember. In der ostpakistanischen Stadt Lahore haben zehntausende Menschen gegen die NATO demonstriert. Nach Schätzungen der pakistanischen Polizei beteiligten sich 70.000 Menschen an der Demonstration, zu der die Islamisten-Gruppe Pakistanischer Verteidigungsrat aufgerufen hatte. Ein Anführer der Gruppe, Hafiz Muhammad Saeed, sagte, die Demonstranten würden bis zur Hauptstadt Islamabad marschieren, wenn die pakistanische Regierung ihre Zusammenarbeit mit der NATO nicht beende. Er rief die Regierung auf, festzulegen, wann Pakistan seine Beteiligung am Kampf gegen den Terrorismus beendet. (AFP)

Fußballerinnen sollen Kopftücher tragen dürfen

Samstag, 17. Dezember. Auf Initiative von Prinz Ali Bin Hussein (35) aus Jordanien, jüngstes Mitglied im Exekutivkomitee der Fifa, soll das Tragen eines Kopftuches künftig bei Frauen-Spielen erlaubt werden. Auf der Exko-Sitzung in Tokio stellte der Vize-Präsident der asiatischen Konföderation sein Projekt vor und erhielt grünes Licht, seinen Vorschlag beim nächsten Treffen des zuständigen International Board der Fifa, IFAB, einzureichen.  "Ich freue mich darauf, dass ich Gelegenheit habe, dem IFAB den Fall vorzustellen. Es betrifft Millionen von Frauen weltweit", sagte Prinz Ali, "wir wollen, dass alle Frauen Fußball spielen können ohne jede Barriere." Das IFAB wurde 1886 gegründet und besteht aus vier Fifa-Mitgliedern und vier Vertretern der britischen Verbände. Eine Dreiviertel-Mehrheit ist notwendig, um das Tragen von Kopftüchern zu erlauben. (RPO)

Kopftuchverbot in Fitness-Studio

Freitag, 16. Dezember. Die Krefelder Gymnasiastin Yeliz Vardar (21) ist bei ihrer Anmeldung im Fitness-Studio "All Inclusive Fitness" in Krefeld ein Kopftuchverbot für den Fall der Mitgliedschaft erteilt worden. "Mir wurde gesagt, das sei aus hygienischen Gründen", sagte Vardar. Der Geschäftsführer von "All Inclusive Fitness", Nico von der Heide, bestätigte am Donnerstag: "Es stimmt, dass bei uns keine Kopftücher getragen werden dürfen. Wir wollen damit Streitpotenziale vermeiden." In anderen Studios der Kette habe es unter den Gästen schon Streit über Kopftücher als Ausdruck von Religiosität gegeben. Der Geschäftsführer führt außerdem gesundheitliche Gründe an: "Es gibt Indikationen, dass umfassende Kopfbedeckung bei hoher Trainingsleistung zu Schwindelgefühlen führen kann." (RPO)

Rund 60 Punks in Indonesien zur Umerziehung geschickt

Mittwoch, 14. Dezember. Nach einem Rockkonzert hat die Polizei in der indonesischen Provinz Aceh mehr als 60 Punks wegen möglicher Verstöße gegen die Gesetze der Scharia festgenommen und zur Umerziehung geschickt. Das Ziel sei, die Festgenommenen von ihrem abweichenden Verhalten abzubringen, sagte Iskander Hasan, Polizeichef der Provinz im Norden der Insel Sumatra. Die Polizei hatte die 59 Männer und fünf Frauen nach einem Benefizkonzert am Wochenende festgenommen, bei dem Geld für Waisenkinder gesammelt werden sollte. Sie hätten sich nie geduscht, hätten auf der Straße gelebt und hätten nie gebetet, begründete Hasan die Festnahmen. Die Polizei brachte die Festgenommenen zu einem zehntägigen Aufenthalt an einen rund 60 Kilometer von der Provinzhauptstadt Banda Aceh entfernten Ort. Kurz nach ihrer Ankunft wurden den Punks die Haare geschoren, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Dann mussten sie in einem See baden und bekamen neue Kleider. Ihre alten Kleider, darunter T-Shirts mit der Aufschrift "Anarchie", mussten sie abgeben. Schließlich mussten sie an einem Gebet teilnehmen.  (AFP)

Saudi-Arabien köpft Hexe

Montag, 12. Dezember. Eine wegen Hexerei zum Tode verurteilte Frau ist in Saudi-Arabien hingerichtet worden. Sie sei in der nördlichen Provinz Dschawf enthauptet worden, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur SPA eine Erklärung des Innenministeriums. Damit steigt die Zahl der Hinrichtungen in diesem Jahr bereits auf mindestens 73. In Saudi-Arabien urteilen Richter auf der Grundlage einer puritanisch-konservativen Interpretation des islamischen Rechts, der Scharia.. Nach Angaben der Menschen-rechtsorganisationen Amnesty International warten derzeit noch rund 140 Todeskandidaten auf die Vollstreckung ihres Urteils. Erst im vergangenen September war ein Sudanese in der Stadt Medina wegen Hexerei exekutiert worden. Den meisten "Hexen und Hexer" wirft man vor, sie hätten Menschen auf Wunsch von Angehörigen oder Bekannten verflucht oder für Geld Zauber-Amulette hergestellt. (n-tv)

Iraker erschießt 13-jährige Tochter

Mittwoch, 07. Dezember. In der niedersächsischen Gemeinde Stolzenau ermordete ein streng gläubiger moselmischer Iraker seine eigene Tochter mit einem gezielten Kopfschuss. Die Tochter hatte sich von der Familie abgewendet, da sie sich nicht den streng religiösen Riten des Korans nicht unterwerfen wollte. Souzans Familie gehört der kurdischen Religionsgruppe der Jesiden an, denen es unter anderem verboten ist, Andersgläubige zu heiraten. Die 13-Jährige suchte Hilfe beim Jugendamt, dieses besorgte ihr eine Unterkunft in einem Jugendheim. Nun sollte sich die Familie in der Stolzenauer Außenstelle des Jugendamts aussprechen. Doch der Vater hatte kein Interesse an einer Aussprache, er erschoss seine Tochter vor dem Jugendamt. Vater Ali B. brachte zu dem Treffen einen geladenen Revolver mit. Vor dem Jugendamt zog der Iraker die Waffe und schoss seiner Tochter zweimal in den Kopf. Das Mädchen sackte zu Boden, blieb regungslos liegen. Sie starb noch auf der Straße. Der Leichnam weist laut Obduktionsbefund mehrere Einschüsse in Kopf und Körper auf. Ali B. flüchtete in seinem Golf vom Tatort. Die Mordkommission leitete eine Großfahndung ein. Der Täter ist weiter mit seiner Waffe auf der Flucht. (Kompakt Nachrichten)

Pastor in Kaschmir wegen Taufe verhaftet

Montag, 05. Dezember. Die Polizei des indischen Bundesstaates Kaschmir hat den protestantischen Pastor Chander Mani Khanna verhaftet, weil er sieben Moslems getauft hat. Die Anzeige erstattete der Großmufti des Tales. Er wirft dem Pastor vor, junge Moslems mit Geld zum Religionswechsel verführt zu haben. Die Angelegenheit wurde zum Politikum, als Großmufti Basheeruddin am 8. November 2011 den Pastor aufforderte, vor einem Scharia-Gericht zu erscheinen und zu den Konversionen Stellung zu nehmen. Der Großmufti zeigte dem Gericht ein auf Youtube veröffentlichtes Video, auf dem Pastor Khanna zu sehen ist, wie er die sieben jungen Moslems taufte. Das Video wurde auf zahlreichen Islam-Seiten im Internet veröffentlicht und löste eine Protestwelle gegen den christlichen Pastor aus. Kurz darauf verhaftete die Polizei alle sieben jungen Männer, die von Pastor Khanna auf dem Video getauft wurde und damit Christen geworden sind. Laut Augenzeugenberichten, seien die Männer von der Polizei geschlagen und gefoltert worden, um von ihnen ein Geständnis gegen den Pastor herauszupressen. (Katholisches)

Mit Burka vermummter Mann provoziert Polizeieinsatz

Sonntag, 04. Dezember. Erneut hat ein zum Islam konvertierter Schwabe einen Polizeieinsatz in Tuttlingen provoziert: Als der mit einer Burka vermummte Mann eine Bank betrat, gingen Passanten von einem Überfall aus und alarmierten die Einsatzkräfte per Notruf. Passanten teilten am Freitagabend der Polizei mit, dass ein maskierter Mann soeben das Foyer der Kreissparkasse in den Bahnhofstraße betreten habe. Die Polizei eilte sofort mit allen Kräften zur Kreissparkasse und umstellte zunächst die Bank. Kurz danach stellte sie den verdächtigen Mann. Die weiteren noch vor Ort eingeleiteten Ermittlungen ergaben allerdings, dass es sich bei dem vermeintlichen Räuber um einen zum Islam konvertierten Schwaben handelt, der Gefallen darin findet, mit einer vollständigen Burka, wie sie üblicherweise nur von Frauen mit islamischer Religionszugehörigkeit getragen wird, herumzulaufen. Weil bis auf seine Augen alles verhüllt war, gingen die Passanten, wie zunächst auch die Polizisten, von einem maskierten Mann aus. In der Bank, so stellte sich weiter heraus, wollte er nur am Automaten von seinem Konto Geld abheben. Im Weiteren gab der 53-Jährige an, dass ihm das Tragen der Burka Freude mache. Bereits vor wenigen Wochen hatte er die Polizei schon einmal auf den Plan gerufen, als verängstigte Bürger sich in den Nachstunden vor dem vermummten Mann fürchteten und Schlimmstes vermuteten. (Südkurier)

Moslemischer Schüler darf in Schule nicht mehr beten

Mittwoch, 30. November. Ein 18 Jahre alter Moslem aus Berlin darf an seiner Schule nicht demonstrativ gen Mekka beten. In dem mehrjährigen Streit wies das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Mittwoch die Klage des Gymnasiasten zurück.Er müsse die Einschränkung seiner Glaubensfreiheit hinnehmen, weil sonst durch die öffentlichen Ritualgebete der Schulfrieden gestört werde, urteilte der 6. Senat. Berücksichtigt wurde die besondere Situation am Diesterweg-Gymnasium in Berlin-Wedding. Die Schüler dort gehören fünf Weltreligionen in verschiedenen Glaubensrichtungen an. Dies habe zu Konflikten geführt, weswegen die Schulleitung einschritt. Grundsätzlich müsse der Staat wegen der Glaubensfreiheit aber religiöse Bezüge in Schulen zulassen, sagte der Vorsitzende Richter Werner Neumann. (tut/dpa)

Geldstrafe für Drohung mit Ehrenmord

Dienstag, 22. November. Wegen Bedrohung hat das Ludwigsburger Amtsgericht Geldstrafen gegen einen 39-jährigen Ehemann und dessen 31-jährigen Schwager verhängt. Unter Berufung auf die Familienehre hatten die türkischstämmigen Männer einer scheidungswilligen Frau nachgestellt und sie massiv bedroht. Das Gericht kam bei der Beweisaufnahme dahinter, dass der Bruder des Opfers die Schuld auf sich nehmen und der Ehemann so unbescholten aus der Sache herauskommen sollte. Doch die beiden Männer wurden nicht für glaubwürdig befunden – im Gegensatz zur 32-jährigen Belastungszeugin. Sie war am 11. Februar von beiden zunächst telefonisch bedroht worden. Weil sie fest entschlossen war, sich scheiden zu lassen, warf ihr der getrennt lebende Gatte vor, sie sei eine Schande für die Familie. Er werde sie umbringen, wenn sie nicht zu ihm zurückkehre. Sein Schwager schrie während des Telefonates dazwischen, wenn es der eigene Ehemann nicht tue, werde er das Leben der Frau beenden. Daraufhin passte der Noch-Ehemann sein Opfer vor dessen Wohnung ab und folgte einem Taxi, in dem die Frau um 1 Uhr nachts zu ihrem Freund fahren wollte. Der Taxifahrer versuchte zunächst seinen Verfolger abzuwimmeln, verständigte dann aber die Polizei. Beide Angeklagten versuchten ihr Opfer auch vor Gericht einzuschüchtern und redeten ständig dazwischen. Doch das Gericht glaubte der Frau, die auch noch von weiteren Übergriffen berichtete. (LK)

Scharia Scheidung in deutschem Gericht

Montag, 21. November. Am Amtsgericht Siegburg ist am Dienstag eine Ehe zwischen zwei iranischen Staatsbürgern zeitgleich nach deutschem, iranischem und islamischem Recht geschieden worden. Die Scheidung wurde in Gegenwart von Mullah Mahmood Khalilzadeh vollzogen. Laut dem Frankfurter Rechtsanwalt Seyed Shahram Iranbomy ist der Vorgang in der Historie der deutschen Rechtsprechung einmalig. Er wertet die Scheidung als Präzedenzfall. Amtsgerichtsdirektorin Birgit Niepmann bestätigte, dass es sich um einen außergewöhnlichen Fall handelt. Die zuständige Richterin Ingrid Lippok-Wagner habe sich aufgrund der besonderen Umstände zur Annahme des Verfahrens entschlossen: Das Paar hatte im Iran geheiratet, lebt aber seit vier Jahren voneinander getrennt in Troisdorf im Rhein-Sieg-Kreis.Beide haben seitdem nicht mehr miteinander gesprochen. Der Mann hatte seine Zustimmung zur Scheidung verweigert. Zwischenzeitlich war die im Iran lebende Mutter der Frau schwer erkrankt. Ein Besuch war der Tochter aber nicht möglich, weil sie sich ohne eine gültige Scheidung nach islamischem Recht der Gefahr ausgesetzt hätte, im Iran inhaftiert zu werden. (KR)

Ehrenmord an 20-Jähriger in Belgien vor Gericht

Mittwoch, 16. November. Ein Gericht im belgischen Mons beschäftigt sich von Donnerstag an mit dem mutmaßlichen Ehrenmord an einer jungen Frau aus einer pakistanischen Familie. Laut Staatsanwaltschaft musste die 20-Jährige sterben, weil sie mit dem an Traditionen orientierten Leben ihrer Angehörigen gebrochen hatte. Der Fall hatte vor vier Jahren in Belgien für großes Aufsehen gesorgt. Angeklagt wegen Mordes oder Anstiftung zum Mord sind nun der Bruder der jungen Frau, ihre Eltern und ihre Schwester. Die 20-Jährige hatte sich nach Darstellung der Staatsanwaltschaft mit den Angehörigen zerstritten, weil sie nicht mehr nach den Regeln der Familie leben wollte. Sie ging demnach eine Beziehung mit einem gleichaltrigen Belgier ein, während ihre Familie sie mit einem Cousin in Pakistan verheiraten wollte. Diese hatte bereits über Internet eine Hochzeitszeremonie mit dem Mann veranstaltet, den die junge Frau im wahren Leben nie getroffen hatte. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft war es der Bruder, der im Oktober 2007 die drei tödlichen Schüsse im Haus der Familie in Charleroi abgab. Die anderen Angehörigen sollen ihn dazu angestiftet haben. Sie müssen sich nun auch wegen des "Versuchs einer Zwangsverheiratung" verantworten. (AFP)

Salafist beleidigte und muss 375 Euro zahlen

Dienstag, 15. November. Ein 21-Jähriger Salafist war aus seinem neuen Wohnsitz Braunschweig angereist, weil er sich vor dem Mönchengladbacher Amtsgericht wegen Beleidigung verantworten musste. Am 16. April war er an der Hindenburgstraße vor den Infoständen von Unterschriftensammlern aufgetaucht. Offensichtlich gefiel dem zum Islam konvertierten jungen Mann die Botschaft auf den Flyern nicht. Da war eine Frau mit Kopftuch abgebildet, die Lehrerin werden wollte. Der 21-Jährige rief: "Ihr seid alle Nazis. Nazis müssen raus aus Deutschland." Der Angeklagte sei an ihren Infoständen vorbeigekommen und habe gerufen: "Nazis raus, wir wollen keine Nazis in Mönchengladbach", so gestern eine Zeugin. Der 21-Jährige, der in Braunschweig von einem 400-Euro-Job lebt, ist mehrmals vom Jugendrichter mit Arresten bestraft worden. Diesmal wurde er als Erwachsener wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 375 Euro verurteilt. (RPO)

Wurde 18-Jährige Kurdin Opfer eines Ehrenmordes?

Freitag, 11. November. Seit Tagen gibt es von der 18-Jährigen Kurdin Arzu O. aus Detmold (NRW) kein Lebenszeichen mehr. Mittlerweile schwindet die Hoffnung, sie noch lebend zu finden. Der schreckliche Verdacht der Ermittler: Die Schülerin wurde von ihren Geschwistern ermordet, weil sie einen Deutschen liebt. Arzu wuchs mit ihren Brüdern und Schwestern in Deutschland auf und wurde streng muslimisch erzogen. Doch sie wollte ein modernes Leben und färbte sich die Haare blond. Beim Aushelfen in einer Bäckerei verliebte sie sich in ihren Kollegen. Als die Beziehung zu dem Deutschen aufflog, eskalierte die Situation zu Hause. Arzu flüchtete in ein Frauenhaus und besuchte ihren Freund heimlich in seiner Wohnung. Doch in der Nacht brachen fünf Unbekannte dort ein. Arzus Freund bedrohten sie mit einer Pistole, das Mädchen selbst wurde verschleppt. Was seitdem passiert ist, versucht jetzt die Polizei zu klären. Die Beamten vermuten, dass vier ihrer Brüder und eine Schwester für Arzus Verschwinden verantwortlich sind und nahmen alle fest. Bisher schweigen sie. Der einzige Anhaltspunkt führt die Ermittler in ein Waldgebiet östlich von Detmold. Handydaten haben ergeben, dass sich einer ihrer Brüder in der Nacht ihrer Entführung dort aufgehalten haben muss. 200 Polizisten suchen nach Arzu, auch die Wohnung der Eltern wurde mit einem Spürhund abgesucht - bisher ohne Erfolg. (RTL)

Neue Studie belegt Tausende von Zwangsehen in Deutschland

Donnerstag, 10. November. Die Bundesregierung will mit Hilfe von Schulen und muslimischen Einrichtungen junge Menschen besser vor einer Zwangsverheiratung schützen. Vor allem sehr junge Frauen, die häufig noch zur Schule gingen, seien davon bedroht, gegen ihren Willen und zum Teil auch mit physischer Gewalt in eine Ehe gezwungen zu werden, sagte Familienministerin Kristina Schröder (CDU). Viele der Opfer hätten einen deutschen Pass. Sie sehe muslimische Autoritäten in der Pflicht, sagte Schröder bei der Vorstellung einer vom Bund geförderten Studie der Hamburger Lawaetz-Stiftung zur Zwangsheirat. Rund 830 Schutz- und Beratungseinrichtungen beteiligten sich 2008 an der Studie, die 3443 Fälle von Zwangsehen feststellte. Der Untersuchung zufolge stammen fast zwei Drittel der Opfer von Zwangsehen aus stark religiösen Migrantenfamilien. Die Eltern der Betroffenen sind zu mehr als 80 Prozent Muslime. Von den zwangsverheirateten Frauen sind 23 Prozent in der Türkei geboren, acht Prozent in Serbien, dem Kosovo oder Montenegro. Bei den Eltern ist die Türkei mit 44 Prozent das häufigste Herkunftsland. Viele der Opfer hätten in ihrer Familie bereits Gewalt erfahren, gingen häufig noch zur Schule und hätten schlechte Deutschkenntnisse, sagte Schröder. (RPO)

Deutsche bauen in Algerien drittgrößte Moschee der Welt

Mittwoch, 02. November. Deutsche Architekten lassen in Algerien die drittgrößte Moschee der Welt entstehen. Am Dienstag wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum algerischen Nationalfeiertag in der Hauptstadt Algier der Grundstein für dieses Projekt der Superlative gelegt. Eine Moschee dieser Dimension werde nur einmal in einem Jahrtausend geplant, betonten die beteiligten Unternehmen. So wird die "Djamaa el Djazair"  (Große Moschee von Algier) künftig das höchste Minarett der Welt beheimaten. Dazu kommen ein Museum mit einem Forschungszentrum für den Islam, ein Kulturzentrum mit einem Konferenzzentrum und eine Bibliothek, eine theologische Hochschule, Appartements und Infrastrukturgebäude. Das markanteste Bauwerk des Moschee- Komplexes, der durch den algerischen Staat in Auftrag gegeben wurde, ist aber ohne Zweifel das 265- Meter- Minarett.  Nach ihrer Fertigstellung wird die Djamaa el Djazair in ihren Dimensionen nur von den islamischen Pilgerstätten in Mekka und Medina übertroffen werden. Beteiligt sind an dem Mammutprojekt die Arbeitsgemeinschaft KSP Jürgen Engel aus Frankfurt/Main und das Büro Krebs und Kiefer International aus Darmstadt. 2008 hatten sie die internationale Ausschreibung für den Komplex gewonnen. Anfang 2012 soll Baubeginn sein, die Fertigstellung der Moschee ist für 2016 geplant. (Krone.at)

Afghanischer Präsident Karsai hielte in einem Krieg zu Pakistan

Montag, 24. Oktober. Der afghanische Präsident Hamid Karsai sucht die Annäherung an Pakistan. Sollte es jemals zu einem Krieg zwischen Pakistan und den USA kommen, würde Afghanistan seinem Nachbarn zur Seite stehen, sagte er dem pakistanischen Fernsehender Geo. Zuletzt hatte es mehrfach Spannungen zwischen Kabul und Islamabad gegeben; noch vor wenigen Tagen hatte Karsai den Schulterschluss mit US-Außenministerin Hillary Clinton geübt. (RPO)

Muslime rüsten gegen Kopftuchverbote

Samstag, 22. Oktober. Eine muslimische Lehrerin im Kanton Zürich darf während des Unterrichts kein Kopftuch tragen. Nun machen Schweizer Muslime mobil gegen Vorschriften im Berufsalltag. Eine Schule im Kanton Zürich hat einer muslimischen Oberstufenlehrerin das Tragen des Kopftuchs verboten. Die Schule könne das Kopftuchverbot in einem Gerichtsverfahren kaum verteidigen, sagt Thomas Geiser, Arbeitsrechtsexperte der Universität St.Gallen. Wenn die Schule mit der Neutralität argumentiere, müsste sie Lehrerinnen auch Kettchen mit Kreuzen verbieten. Nicolas Blancho, Präsident des Islamischen Zentralrats der Schweiz (IZRS), hält den Fall der Zürcher Lehrer für typisch. „Alle Muslime werden diskriminiert, sobald sie offen zu ihrem Glauben stehen.“ Deshalb baut der IZRS seine Rechtsberatung aus, um vermehrt Anwalts- wie Gerichtskosten für Muslime übernehmen zu können. Blanchos Idee ist ein Fonds, aus dem Kosten von mehreren Millionen Franken gedeckt werden könnten.  (TA)

Belgien hält trotz Klage an Burka-Verbot fest

Freitag, 21. Oktober. Das Verfassungsgericht in Brüssel hat eine Klage zweier Muslima zurückgewiesen, die das Verbot kippen wollten. Es gebe keine Beweise dafür, dass die beiden Frauen durch das erst kürzlich verabschiedete Gesetz diskriminiert würden. In Belgien dürfen muslimische Frauen seit Ende Juli keinen Vollschleier mehr in der Öffentlichkeit tragen. Nach Frankreich ist Belgien damit das zweite europäische Land mit einem Burka-Verbot. Bricht eine Frau das Gesetz, droht ihr eine Geldstrafe. Schätzungen zufolge tragen 270 Frauen in Belgien eine Burka. Muslime machen in dem überwiegend katholischen Land fünf Prozent der Bevölkerung aus. Die Anwältin der Frauen, Ines Wouters, bedauerte die Entscheidung des Gerichts. «Das ist ein Frontalangriff auf die muslimische Welt», hatte sie noch im Sommer gesagt. Beide Frauen waren wegen des Tragens eines Ganzkörperschleiers verwarnt worden. Eine von ihnen ist eine zum Islam übergetreten Belgierin, die zweite kommt aus Marokko, lebt aber seit einigen Jahren in Belgien. Ohne ausdrücklich die Burka zu nennen, gilt das Verbot für jede Person, die ihr Gesicht in der Öffentlichkeit so verhüllt, dass sie nicht mehr zu identifizieren ist. Ausgenommen sind etwa Menschen, die das von Berufs wegen müssen, wie beispielsweise Feuerwehrleute. Befürworter des Verbots sagen, der Schleier sei ein Symbol für die Unterdrückung muslimischer Frauen. In Frankreich gilt das Vermummungsverbot bereits seit April. (SF)

US-Schauspielerin Scarlett Johansson ist gegen ein Burka-Verbot

Mittwoch, 19. Oktober. Hollywoodstar Scarlett Johansson findet ein Verbot von Burkas "absurd". "Es ist lächerlich, jemandem vorzuschreiben, welches Kleidungsstück er tragen soll und welches nicht", sagte die 26-Jährige laut einem Magazinbericht. "Die wenigsten Muslimas werden gezwungen, Burka zu tragen. Die meisten drücken durch sie vielmehr ihre religiöse Überzeugung aus", zeigte sich Johansson im Männermagazin "GQ" überzeugt. "Was sollen diese Frauen also tun, wenn sie im Sommer andere Länder besuchen? Für drei Wochen beim Zoll ihre Überzeugungen abgeben? Wir sind doch verrückt geworden." (RPO)

Frau verfängt sich mit Kopftuch in Teigmaschine

Dienstag, 11. Oktober. Bei einem Fest in der Wiener Krieau ist am Samstagabend eine junge Moslemin schwer verletzt worden. Die 21-Jährige arbeitete dort an einer Teigmaschine, in der sich ihr Kopftuch verfing. Die laufende Maschine zog das Tuch immer weiter zu sich, der Frau wurde durch den Knoten die Luft abgeschnitten. Sie erlitt lebensgefährliche Verletzungen, berichtete die Polizei am Dienstag. Ein Passant bemerkte kurz nach 20 Uhr die prekäre Situation und schnitt kurzerhand mit einem Messer das Kopftuch ab. Mittlerweile sei die Frau am Weg der Besserung. (APA)

Schweizer Imam ruft zur Gewalt gegen Kinder auf

Donnerstag, 06. Oktober. Kinder sollen geschlagen werden, wenn sie nicht beten wollen: Diese Meinung vertritt der Imam der El-Hidaje-Moschee in Winkeln, Fehim Dragusha. Auf seiner Homepage fordert er die Eltern auf, ihre Kinder ab dem siebten Lebensjahr zum Gebet zu bringen. Ab dem zehnten müssten sie geschlagen werden, wenn sie nicht folgen würden. Und weiter: «Jeder, der diese Methodologie bei der Erziehung der Kinder anwendet, wird keine Schwierigkeiten und Ermüdungen in Sachen der Religionslehre haben. Ein weiteres Zitat auf der Homepage von Fehim Dragusha lautet: «Wir sind Zeugen der Tatsache, dass viele Eltern ihre Kinder zu Nebentätigkeiten anspornen wie Tanz oder Sport, zulasten des Koran und somit die Kinder nicht nach den islamischen Regeln erzogen werden.»  Auch SVP-Nationalrat Lukas Reimann zeigt sich entsetzt über diese Äußerungen. Er fordert die Behörden auf, zu handeln und die Moschee sofort und genau unter die Lupe zu nehmen. (St. Gallener Tagblatt)

Polizist wird bei Burka-Kontrolle attackiert

Mittwoch, 05. Oktober. In Brüssel ist ein Mann auf einen Polizisten losgegangen, weil dieser die Papiere seiner vollverschleierten Frau sehen wollte. Der Mann wurde festgenommen. In Belgien ist das Tragen von Nikab oder Burka seit einigen Monaten verboten.  Der 37-Jährige habe bei der Kontrolle im Viertel Saint-Josse, in dem viele Migranten leben, einen der Beamten geschlagen und seiner Frau befohlen, nach Hause zu gehen, erklärte eine Polizeisprecherin nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga am Mittwoch. Anschließend habe er den Polizisten mit dem Tod gedroht, sollten sie sich noch einmal seiner Frau nähern. Nach Angaben der Polizei wurde der Mann festgenommen. Seine Frau muss eine Geldbuße zahlen. In Belgien ist seit Mitte Juli das Tragen des Voll- und Gesichtsschleiers an öffentlichen Orten verboten. Schätzungen zufolge tragen in Belgien weniger als 300 Frauen den Nikab oder die Burka. (RPO)

Pastor im Iran droht Todesstrafe

Montag, 03. Oktober. Ein iranisches Gericht forderte den evangelischen Pastor Yucef Nadarchani dreimal auf sich vom Christentum loszusagen. Doch er antwortete: "Ich bin unbeirrbar in meinem Glauben und dem Christentum, ich habe nicht den Wunsch, meinem Glauben abzuschwören." Damit ist das Todesurteil gegen ihn nun bestätigt worden. Nadarchanis Vergehen: "Abfall vom islamischen Glauben" und "Verbreitung nicht-islamischer Lehren". Im September vergangenen Jahres hatte ihn ein Gericht zum Tod durch den Strang verurteilt. 2009 war er festgenommen worden, weil er gegen ein Gesetz protestiert hatte, das Schulkinder auch nicht-muslimischen Glaubens zum Koranunterricht zwingt. Seitdem sitzt der Pastor im Gefängnis der Geheimpolizei in der Stadt Lakan ein. Nadarchani, Vater von zwei Kindern, ist Mitglied der protestantischen Kirche Irans. Im Alter von 19 Jahren war er vom Islam zum Christentum konvertiert. Gegen das Todesurteil legte er Berufung ein, beantragte eine Wiederaufnahme des Verfahrens. Doch Irans Oberster Gerichtshof bestätigte die Entscheidung - allerdings mit zwei Auflagen: Bevor es in Kraft treten kann, sollte das Gericht in Rascht zum einen klären, ob Nadarchani vor seiner Konvertierung zum Christentum als "Muslim gelebt" habe. Das verneinte dieser. Das gelte nach muslimischem Recht aber nicht, berichten Menschenrechtler, da der Pastor islamische Vorfahren habe, er damit als "echter Muslim" gelte. Und zum anderen sollten die Richter ihm drei Möglichkeiten geben, vom Christentum abzuschwören. Das lehnte der Pastor ab. Ihm droht nun die Vollstreckung der Todesstrafe. (SpOn)

Malaysias Kirche stimmt Scharia-Einführung zu

Samstag, 24. September. Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz Malaysias, Bischof Paul Tan Chee Ing, wäre mit der Einführung des islamischen Strafrechts im Bundesstaat Kelantan einverstanden. "Wenn die Muslime in Kelantan es so wollen, dann ist es an der Zeit, nur für sie die Scharia einzuführen", sagte der Oberhirte des Bistums Malaka-Johor. Voraussetzung sei jedoch, dass Nichtmuslime von den Strafrechtsbestimmungen ausgenommen seien. Die Regelung müsse "feuerfest" sein. Kelantan wird von der islamischen Partei PAS regiert. (RPO)

Libyer entführt Freundin und Töchter nach Libyen

Mittwoch, 21. September. Anfang August soll der in Deutschland lebende Libyer Ali H. (33) seine Berliner Freundin Samantha (24) und die gemeinsamen Töchter Nadja (4) und Miriam (7) in den Urlaub nach Tunesien eingeladen haben. „Ali hat meine Tochter nie gut behandelt“, sagt Samanthas Vater Hans-Joachim Stempin (56). „Er hat sie verprügelt, ihr die Nase gebrochen. Aber leider hat Samantha ihm verziehen.“ Ali soll Besserung gelobt und die Freundin vom gemeinsamen Urlaub überzeugt haben. Eltern und Kinder flogen los – und waren plötzlich verschwunden. Wochenlang saßen die Großeltern daheim, machten sich Sorgen. Dann meldete sich Ali per Telefon. „Er hat gedroht und geschrien“, so Oma Regina Stempin (57). „Er meinte, dass ich meine Enkelkinder nie wiedersehen würde.“ Offenbar hatte Ali H. Frau und Kinder über die Grenze nach Libyen geschafft. Dort, sagen die Großeltern, habe er ihrer Tochter ein Ultimatum gestellt: Entweder du lebst verschleiert bei meiner Familie, oder du gehst zurück nach Deutschland – und siehst deine Kinder nie wieder. Polizei und Auswärtiges Amt sind eingeschaltet. Eine Sprecherin: „Das deutsche Verbindungsbüro in Bengasi und die Botschaftsmitarbeiter in Tripolis sind über den Fall informiert, werden sich um Aufklärung bemühen.“ (BILD)

Giordano kritisiert Islam-Verständnis von Bundespräsident Wulff

Dienstag, 20. September. Der Publizist Ralph Giordano wirft Bundespräsident Christian Wulff Blauäugigkeit im Umgang mit dem Islam vor. «Ich vermisse bei Ihnen jede Kritik an menschenrechtsfeindlichen Auffassungen und Praktiken innerhalb der türkisch-arabisch dominierten Minderheit», schreibt Giordano in einem in der «Welt» abgedruckten Offenen Brief an Wulff. Als Beispiel nannte Giordano unter anderem den Zwang des Kopftuchtragens, Zwangsverheiratungen und sogenannte Ehrenmorde, die seiner Meinung nach auch das Leben von Muslimen in der Bundesrepublik betreffen.  Kritisch äußerte sich Giordano auch zu Wulffs Ansichten über die Türkei, die der Bundespräsident im Vorfeld des Besuchs seines türkischen Amtskollegen Abdullah Gül gemacht hatte. In einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» hatte Wulff gesagt: «Die Türkei ist ein Beispiel dafür, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus kein Widerspruch sein müssen.» Dieser Satz, so Giordano, verrate eine «verstörende Unkenntnis der Wirklichkeit» und schließe sich «lichtdicht» an Wulffs «historische Fehlthese» vom 3. Oktober 2010 an. Am Tag der Deutschen Einheit hatte der Bundespräsident vor einem Jahr für Diskussionen gesorgt, als er sagte, nicht nur Christen- und Judentum gehörten zu Deutschland sondern inzwischen auch der Islam. (Kath.net)

Frankreich verbietet Gebete auf der Straße

Freitag, 16. September. In Paris dürfen Muslime nicht mehr auf der Straße beten. Die Stadt stellt nun eine alte Kaserne als Bedarfsmoschee. Notfalls will Frankreichs Innenminister die Gläubigen auch mit Gewalt vom öffentlichen Gebet abhalten.  Ab dem heutigen Freitag an gilt in Paris das Straßengebetsverbot. Auch in Nizza und Marseille werde es durchgesetzt, sagte der französische Innenminister Claude Guéant in einem Interview der französischen Tageszeitung "Le Figaro" am Mittwoch.  In Frankreich lebt die größte muslimische Gemeinde Europas. Seitdem eine große Moschee in dem Pariser Vorort Goutte d’Or vor einigen Jahren geschlossen wurde, wurde es eng in den beiden Moscheen in der Nachbarschaft: Seit Jahren sammelten sich die Gläubigen für das Freitagsgebet auch vor den beiden Gebetshäusern. Zwischen Fußgängern und vorbeirauschendem Verkehr breiteten die Gläubigen ihre Gebetsteppiche auf dem Fußgängerweg für das Freitagsgebet aus.  (DW)

Niederländische Regierung verbietet Burka

Freitag, 16. September. Die niederländische Regierung hat ein Vollverschleierungsverbot im öffentlichen Raum beschlossen. "Es wird in der Öffentlichkeit ein allgemeines Verbot des Tragens von Kleidungsstücken geben, die das Gesicht bedecken", teilte das Innenministerium nach einer Kabinettssitzung mit. Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass etwa Burkas im öffentlichen Raum einschließlich von Bildungseinrichtungen, Krankenhäusern und öffentlichen Gebäuden und Transportmitteln verboten sind. Das Innenministerium erklärte, die Regierung sei der Ansicht, dass die Bedeckung des Gesichts "grundsätzlich unvereinbar" sei mit Grundsatz, dass alle gleichermaßen erkennbar sein müssten. Zudem verstoße der islamische Vollschleier gegen die Gleichberechtigung der Geschlechter, da diese Art Kleidung nur von Frauen getragen werde. Auch wenn das Verbot als Einschränkung der Religionsfreiheit gewertet werden könne, sei dies gerechtfertigt, um die "guten Sitten" im öffentlichen Leben zu bewahren. (AFP)

Libyscher Übergangsrat will Rechtsstaat als Scharia

Dienstag, 13. September. In Libyen hat der Übergangsrat angekündigt, einen Rechtsstaat zu errichten. Dabei soll allerdings die islamische Rechtssprechung Scharia die wichtigste Quelle der Gesetzgebung sein, wie der Vorsitzende des Übergangsrates, Mustafa Abdul Dschalil, in Tripolis sagte. Extremistische Ideologien werde man nicht zulassen. Unterdessen hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International auch Vorwürfe gegen die Rebellen erhoben. So sollen sie unter anderem Schwarzafrikaner gefoltert und getötet haben, die als Söldner des ehemaligen Machthabers Muammar al-Gaddafi verdächtigt wurden. (DW)

Füße von Touristen lassen Moscheen stinken

Freitag, 09. September. Der Obermufti von Istanbul stößt sich am strengen Geruch von Touristen in den Moscheen der Stadt. "Der Gestank von Fußschweiß ist nirgends so stark wie in den von Touristen besuchten Moscheen," zitiert die Tageszeitung "Vatan" den Mufti Mustafa Cagrici. In den weniger berühmten und von Touristen seltener besuchten Moscheen stinke es nicht, da sich die Gläubigen vor dem Gebet die Füße wuschen. Die Touristen hingegen liefen den ganzen Tag herum und besuchten dann mit stinkenden Füßen die Moscheen.Von allen islamischen Gotteshäusern in Istanbul rieche es in der Blauen Moschee am strengsten nach Fußschweiß, weil sie den größten Touristenzulauf habe, klagte Cagrici. Selbst innerhalb der Blauen Moschee sei der Geruch im Besucherbereich spürbar stärker als im Gebetsbereich. "Und dann beschweren sich die Touristen darüber, dass es in der Moschee stinkt", kritisiert der Obermufti. "Dabei stinken sie selbst." (AFP)

Burka-Verbot in Sa Pobla Mallorca amtlich

Dienstag, 06 September. Nach der abschliessenden Gemeinderatssitzung vom gestrigen Montag ist es jetzt amtlich: Das Tragen einer Burka in der Öffentlichkeit in Sa Pobla ist ab sofort gesetzlich verboten. Dies beschlossen die Gemeinderäte in einer Abstimmung mit der absoluten Mehrheit der Volkspartei (PP). Die Oppositionsparteien im Gemeinderat enthielten sich der Stimme. Die neue Regelung in der Gemeinde im Nordosten von Mallorca untersagt somit das Tragen eines Ganzkörperschleiers in behördlichen Dienststellen und öffentlichen Gebäuden, wie Schulen und Kindergärten, sowie in Geschäften und Lokalen aller Art. Ebenfalls verboten ist die Verschleierung auf allen Plätzen und Strassen des Ortes. Damit darf sich zukünftig niemand mehr mit einer Burka bekleidet auf den Straßen von Sa Pobla zeigen. Die Zuwiderhandlung gegen das Burkaverbot soll zunächst mit einer Geldbuße zwischen 50 und 200 Euro belegt werden. Im Wiederholungsfall werden sogar 3.000 Euro fällig. Der Bürgermeister der Gemeinde Sa Pobla, Gabriel Serra (Volkspartei, PP), rechtfertigte das neue Burka-Verbot in der Öffentlichkeit in Sa Pobla aus Gründen der Sicherheit für die Bevölkerung. In der Vergangenheit hat die Zuwanderung von Immigranten aus arabischen Staaten in der Region Sa Pobla stark zugenommen. (MZ)

Vitamin-D-Mangel durch Verschleierung

Montag, 22. August. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts führen eine starke Verhüllung des Körpers sowie ein zu dunkler Teint bei Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland zu einem Mangel an Vitamin D. Dies bringt auch gesundheitliche Folgen mit sich, beispielsweise an Zähnen und Knochen, für die der Nährstoff essentiell ist. Vitamin D wird vom Körper selbst gebildet und kann ihm kaum durch Nahrung zugeführt werden. Wichtig für die Bildung ist ein gewisses Maß an Sonneneinstrahlung auf die Haut, weshalb der Nährstoff auch als Sonnenscheinvitamin bezeichnet wird. Wer selten draußen ist oder seinen Körper durch Tücher und Kleidung stark bedeckt, kann nicht genug Sonne aufnehmen und dadurch auch kein Vitamin D bilden. Ähnliches gelte nach Aussage der Studienleiterin Christa Scheidt-Nave auch für Menschen mit Migrationshintergrund: Personen aus Ländern mit hoher Sonneneinstrahlung haben als natürlichen Sonnenschutz eine dunkle Haut. Hier in Deutschland benötigen sie eine sechsmal stärkere Sonneneinstrahlung als Menschen mit heller Haut, um entsprechend viel Vitamin D zu bilden. So zeigte sich im Rahmen der Studie, dass 30 Prozent der Kinder mit Migrationshintergrund unter einem teils sehr starken Vitamin-D-Mangel litten. Betroffen sind gemäß den Forschungsergebnissen auch Frauen, die sich aus religiösen Gründen stark verschleiern. Da der gesamte Körper bedeckt ist, hat die Haut keinerlei Möglichkeit, Sonne aufzunehmen und Vitamin D zu bilden. Ein Mangel kann die Zahn- und Knochengesundheit beeinträchtigen sowie zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs führen. Ein gewisses Maß an Sonneneinstrahlung ist also wichtig für den Körper(yazio)

Tadschikistan verbietet Kindern Moschee-Zutritt

Mittwoch, 03.08. Aus Angst vor wachsendem Islamismus hat die Regierung im muslimisch geprägten Tadschikistan Jugendlichen unter 18 Jahren den Besuch von Moscheen verboten. Eltern drohen langjährige Haftstrafen, falls ihre Kinder an religiösen Zeremonien teilnehmen. Ausgenommen sind nur Beerdigungen. Das entsprechende Gesetz unterzeichnete der autoritäre Präsident Emomali Rachmon in der Hauptstadt Duschanbe, wie Medien am Mittwoch berichteten. Der Erlass verbietet zudem muslimische Namen für Neugeborene. Rachmon forderte eine weltliche Erziehung. Religionsvertreter in der ehemaligen Sowjetrepublik protestierten heftig. Vor allem während des derzeitigen heiligen Fastenmonats Ramadan könnten Kinder nicht wie im Islam vorgeschrieben am Gebet teilnehmen, hieß es. Islam-Lehrern drohen künftig bis zu zwölf Jahre Haft, wenn sie Kinder illegal unterrichten. In Tadschikistan, das an Afghanistan grenzt, haben Anschläge mutmaßlicher Islamisten zugenommen. Die Extremisten hatten sich in den neunziger Jahren einen blutigen Bürgerkrieg mit der Regierung geliefert. Unterdessen hat der russische Parlamentspräsident Boris Gryslow vor-geschlagen, an der tadschikisch-afghanischen Grenze wieder russische Sicherheitskräfte zu stationieren. (NZZ)

Italien will Ganzkörperschleier verbieten

Mittwoch, 03.08. In Italien wird Kritik an dem geplanten Burka-Verbot laut. Nach Auffassung der Vereinigung islamischer Gemeinden in Italien verletzt der Entwurf, der am Mittwoch in der parlamentarischen Verfassungs-kommission verabschiedet worden war, die Grundrechte der Frauen. Die Mitte-links-Opposition sieht in dem Entwurf eine weitere Verschlechterung der Lage unterdrückter Frauen islamischen Glaubens.  Die Abgeordnetenkammer soll im September über den Gesetzentwurf für ein Burka-Verbot an öffentlichen Orten abstimmen. Nach der Vorlage sollen Frauen, die einen Ganzkörperschleier tragen, künftig mit 500 Euro Bußgeld belegt werden. Bis zu 30.000 Euro Strafe droht Personen, die Frauen zum Tragen von Burkas zwingen. (TAZ)

Wilders verurteilt Anschläge in Oslo

Dienstag, 26. Juli. Der niederländische Islamgegner Geert Wilders hat die Terroranschläge in Norwegen verurteilt und den Täter als «Wahnsinnigen» bezeichnet. Zugleich wies er am Dienstag jedwede potenzielle Mitschuld durch seine weithin bekannten islamkritischen Reden vehement zurück. Weder seine Partei für die Freiheit (PVV), noch er selbst seien «verantwortlich für einen einsamen Idioten, der die freiheitlichen Anti-Islamisierungsideale auf gewalttätige Art und Weise missbraucht, wie gern einige das auch sehen mögen», heißt es in einer Erklärung von Wilders auf der Website seiner Partei. Der geständige Attentäter Anders Behring Breivik hatte sich vor seinen Bluttaten in Oslo sowie auf Fjordinsel Utøya, denen mindestens 76 Menschen zum Opfer fielen, in einem «Manifest» auch auf Wilders bezogen. «Es erfüllt mich mit Abscheu, dass der Täter in seinem Manifest auf die PVV und mich verweist», erklärte Wilders. «Dass der Kampf gegen den Islam durch einen Psychopaten auf gewaltsame Weise missbraucht wird, ist ein Schlag ins Gesicht der weltweiten Anti-Islambewegung», heißt es weiter. Gegen die «Islamisierung unserer Gesellschaft» dürfe allein «auf demokratische und gewaltlose Art» vorgegangen werden. Wilders war in die Kritik geraten, weil er sich bis Dienstag lediglich in einer kurzen Twitter-Mitteilung von den Anschlägen am vergangenen Freitag distanziert hatte. (dpa)

Überfälle

19-jähriger von Südländern Krankenhaus reif geschlagen

Montag, 28. November. In Voerde ist in der Nacht zu Sonntag ein 19-jähriger von Südländern zusammengeschlagen worden. Im Breich einer Bahnhofsunterführung war er mit den drei Unbekannten in Streit geraten. Die drei schlugen und traten auf den 19-jährigen ein. Im Anschluss liefen sie weg und stiegen in einen Zug nach Dinslaken. Der 19-jährige musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. (BN)

Gruppe Südländer verüben Körperverletzung in S-Bahn

Montag, 28. November. In der S-Bahn zwischen Heidelberg und Wiesloch-Walldorf ist es Sonntag früh zu einer Schlägerei zwischen zwei Personengruppen gekommen. Ausgelöst wurde die Schlägerei wahrscheinlich durch einen Rempler. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurden mehrere Personen verletzt, ein 33-jähriger Mann musste zur Behandlung ins Krankenhaus, weil er Schläge ins Gesicht erhalten hatte. Beim Halt des Zuges in Wiesloch-Walldorf stieg eine der beiden Personengruppen aus und konnte entkommen. Gefahndet wird nach fünf bis sechs südländisch aussehenden Männern im Alter von ungefähr 25 Jahren. (BN)

Türken rauben junge Frau aus

Montag, 28. November. In Deggendorf ist am Sonntagabend eine 23-jährige Frau überfallen worden. Nachdem sie an einem Geldautomaten einen zweistelligen Eurobetrag abgehoben hatte, bemerkte sie zwei Männer, die sie verfolgten. Kurz darauf packte einer der beiden die Frau, schlug ihr in die Seite und bedrohte sie. Der zweite drückte sie an die Hausmauer und entwendete ihr die Geldbörse mit einem insgesamt dreistelligen Betrag. Beide Männer konnten flüchten. Die Frau beschreibt die beiden Täter als Jugendliche bzw. junge Erwachsene, die mit türkischem Akzent sprachen. (BN)

86-Jährige von Südländer-Pärchen ausgeraubt

Dienstag, 29. November. In Bielefeld ist gestern eine 85-jährige Rentnerin von einem Südländer-Pärchen beraubt worden. Zeugen berichten, die beiden hätten sich hinter einem abgestellten LKW versteckt. Als die Rentnerin vorbeiging, lief die Frau auf sie zu, stieß sie zu Boden, entriss ihr die Handtasche und floh mit ihrem Partner. Trotz einer Verfolgung durch die Zeugen des Überfalls, konnte das Pärchen entkommen. Die alte Dame hat sich bei dem Sturz das Handgelenk verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. (BN)

Überfall auf junge Frau in Ahrensburg

Montag, 14. November. Am Sonntag in der Zeit zwischen 06.00 und 06.30 Uhr wurde eine 33- jährige Frau von einem bislang unbekannten, südländischen Mann in Ahrensburg, im Bereich der Straße Am Aalfang in Höhe des nördlichen Teiches überfallen. Die junge Frau war aus Hamburg mit der U-Bahn kommend am U- Bahnhof Ahrensburg- Ost ausgestiegen und ging zu Fuß in Richtung Manhagener Allee. Im Bereich des dortigen Teiches, in unmittelbarer Nähe zu einer kleinen Holzbrücke, kam der Unbekannte von hinten und riss die Frau zu Boden. Er schlug der Frau mehrfach ins Gesicht und verletzte sie. Die Frau wehrte sich und schrie. Plötzlich ließ der Unbekannte von ihr ab und flüchtete in unbekannte Richtung. Die Geschädigte war so geschockt, dass sie sich erst am heutigen Tage bei der Polizei gemeldet hat. Das Motiv für den Überfall wurde nicht deutlich. Die Frau lief zur Manhagener Allee. Im Kreuzungsbereich Höhe Am Aalfang versuchte sie zunächst zwei silberfarbene PKW anzuhalten. Dies gelang ihr nicht. Zufällig hielt dann ein beigefarbiges Taxi an der Ampel. Sie rannte zu dem Fahrzeug und bat um Hilfe. Der Taxifahrer half der jungen Frau.  (PP)

Kinder überfielen 87-Jährige

Sonntag, 06. November. Vor einem Altersheim in Berlin-Reinickendorf überfielen zwei südländische und ein deutsches Kind eine 87-jährige Frau. Sie stürzte und zog sich einen Nasenbeinbruch zu. Einer der Täter wurde schon öfter aufgegriffen. Schon mehrfach wurde der Zwölfjährige nach Straftaten von der Polizei aufgegriffen – und als strafunmündiges Kind wieder entlassen. Am Sonnabendnachmittag überfiel der Täter vor einem Altersheim mit zwei Komplizen eine 87-jährige Frau. In der Stargardtstraße vor dem Reinickendorfer „Senioren-Zentrum am Schäfersee“ wollten sie ihr die Handtasche entreißen. Dabei versetzten sie der alten Frau einen so heftigen Stoß, dass sie stürzte, sich das Nasenbein und einen Finger brach. Als ein Zeuge zu Hilfe eilte, ließ die Gruppe Kinder von ihrem Opfer ab. Zweien gelang die Flucht ohne Beute, einen jedoch konnte der 44-jährige Passant festhalten und der Polizei übergeben. Die 87-Jährige musste ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden. Sie wohnt nicht im Senioren-Zentrum, vor dem der Überfall geschah, sondern in der Nähe. Unklar blieb, ob die Kinder sich absichtlich dort aufhielten, wo viele gebrechliche Menschen unterwegs sind. Laut Zeugenaussage ist einer der weiteren Täter ein etwa 1,30 Meter großer, schlanker und sportlicher Südländer. (Tagesspiegel)

25-Jähriger von Südländer überfallen und verletzt

Mittwoch, 02. November. In der Nacht  ist ein 25-jähriger Mann in Friedrichstadt überfallen worden. Der Täter, ein Südländer, entriss ihm seine Notebook-Tasche. Der 25-Jährige wurde bei dem Überfall leicht verletzt. Wie die Polizei berichtet, war der junge Mann aus Gelsenkirchen gegen drei Uhr am Dienstagmorgen mit seiner Freundin an der Kreuzung Graf-Adolf-Platz/ Friedrichstraße unterwegs. Plötzlich gab ihm ein unbekannter, südländischer Mann einen Stoß, so dass er zu Boden fiel. Der Täter entriss ihm seine Umhängetasche, in der sich ein teures Apple-Notebook befand. Anschließend flüchtete er über die Friedrichstraße in die Aderstraße. Der 25-Jährige wurde bei dem Sturz leicht verletzt. (RPO)

Überfall auf zwei Frauen im Kölner Stadtgarten

Montag, 24. Oktober. Zwei Kölnerinnen (31 und 33 Jahre) liefen am Samstagabend durch den Stadtgarten, als sie gegen 20.50 Uhr von zwei schmächtigen, jungen Südländern überfallen wurden. Die Männer zogen plötzlich eine Schusswaffe und bedrohten die Frauen massiv, bis diese völlig eingeschüchtert ihr Bargeld aushändigten. Anschließend flüchteten die Täter mit ihrer Beute durch den Stadtpark in Richtung der Gleisanlagen. (WO)

Südländer stoßen Mann Treppe hinab

Montag, 24. Oktober. An der Stadtbahnhaltestelle Brabeckstraße in Bemerode ist es zu einem brutalen Übergriff auf einen Passanten gekommen. Das Opfer wurde von zwei jungen Männern die Treppe hinuntergestoßen. Der Fußgänger prallte mit solcher Wucht auf den Asphalt, dass er für kurze Zeit das Bewusstsein verlor. Der Mann wurde ärztlich behandelt, kam aber nicht in ein Krankenhaus. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und sucht nun nach den Tätern. Der 49-Jährige hatte sich am Sonntagabend gegen 20.20 Uhr zur Haltestelle begeben, um dort eine Stadtbahn zu erreichen. Am Hintereingang im Bereich Von-Graevemeyer-Weg bemerkte er zwei südländische, junge Männer, die mit ihren Füßen nach dort sitzenden Tauben traten. Der Passant sprach die beiden auf ihr Verhalten an und forderte sie auf, die Tiere nicht unnötig zu ärgern. Augenblicke später verspürte der Mann einen Schlag auf den Rücken und stürzte die Treppen zum unterirdischen Bahnsteig hinab. Die Polizei vermutet, dass die beiden Südländer den Mann gestoßen haben und ihrem wehrlosen Opfer dann mit Schlägen und Tritten zusetzten. Darauf deuten weitere Verletzungen hin, die der Mann erlitten hat. Erst nach einigen Minuten kam das Opfer wieder zu sich und informierte die Polizei. An der Haltestelle hat es in den vergangenen Monaten wiederholt Probleme gegeben. Anwohner klagen über südländische Jugendliche, die sich dort aufhalten und wahllos Passanten anpöbeln. (HA)

Araber ersticht deutsche Frau vor den Augen ihrer Kinder

Dienstag, 18. Oktober. Ein 25 jähriger Araber hat in Berlin seine von ihm getrennt lebende 23 jährige, deutsche Ehefrau  vor den Augen ihrer ein und zwei Jahre alten Kinder niedergestochen. Dabei stach er ihr mehrfach mit einem Messer ins Gesicht und in den Hals. Die junge Frau kam schwerverletzt ins Krankenhaus, wo sie am Sonnabend ihren lebensgefährlichen Verletzungen erlag. Eine Bekannte der Frau berichtete, dass die Getötete schon längere Zeit Angst vor ihrem Mann gehabt habe. Dessen Familie soll sie mehrfach als „deutsche Schlampe“ beschimpft haben. Der Täter ist Araber und habe streng nach dem Koran gelebt. Trotzdem soll er die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen haben. Die Getötete wollte sich von ihrem Mann scheiden lassen, da sie seine Schikanen nicht mehr ertragen konnte. Sie trennte sich von ihm, lebte in einer anderen Wohnung. Nach Angaben der Bekannten durfte die Frau vor der Trennung das Haus nur verlassen, wenn der Mann dem zugestimmt hatte. Da sich die Frau scheiden lassen wollte fühlte sich der Araber in seiner Ehre gekränkt. Ärzte hatten ihren Zustand sofort als extrem kritisch eingestuft, einen Tag später starb sie im Krankenhaus. Gegen den Mann wurde ein Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Die Polizei hatte im Jahr 2010 in Berlin fünf vollendete und 19 versuchte Tötungsdelikte unter „Häuslicher Gewalt“ verbucht. Zudem wurden 1416 Fälle von schwerer oder gefährlicher Körperverletzung zwischen Paaren registriert. 35 Prozent der Täter waren Ausländer ohne deutschen Pass. Wie groß der Anteil der Täter mit Migrationshintergrund insgesamt ist, erfasst die Polizei nicht. Da aber ca. jeder zweite Ausländer einen deutschen Pass besitzt, dürfte der Ausländeranteil doppelt so hoch sein. Es ist somit davon auszugehen, dass ca. 70 Prozent der Beziehungstaten von Migranten begangen werden. (Kompakt)

Bei Überfall auf Hotel trug der Täter eine Burka

Montag, 17. Oktober. Es ereignete sich erneut ein Überfall auf ein Hotel in Niederbachem. Das idyllisch gelegene Haus wurde bereits zum dritten Mal in diesem Jahr überfallen. Diesmal von einem Räuber, der sich mit einer Burka maskierte hatte. Den Ganzkörperschleier tragen eigentlich Frauen. Sein Komplize hatte sein Gesicht mit einem „Palästinensertuch“ verdeckt. Beide Männer waren bewaffnet. Um 0.05 Uhr gelangte das Täterduo durch den Eingang ins Hotel, bedrohte den Nachtportier mit einer Pistole und nahm mehrere Geldscheine aus der Kasse. Anschließend flüchteten sie unerkannt. Der Ablauf war fast identisch wie bei den beiden anderen Taten (21. Januar, 27. Mai). Sogar die Tatzeit stimmte überein. „Wir prüfen einen möglichen Zusammenhang mit den vorherigen Überfällen auf dieses Hotel“, bestätigt Polizeisprecher Frank Piontek. Besonders brutal gingen die Täter dabei am 27. Mai vor: Sie hielten dem Nachtportier die Pistole vor und zwangen ihn, sich hinzuknien, wie bei einer Hinrichtung.. (Express.de)

Gefährliche Körperverletzung in Bielefelder Straßenbahn

Mittwoch, 12. Oktober. Am Dienstag kam es in der Bielefelder Straßenbahn-Linie 1 zu einer Auseinandersetzung, die in einer gefährlichen Körperverletzung mündete. Die Polizei bittet um Hinweise zu zwei flüchtigen Schlägern. Gegen 19.40 Uhr bestieg ein 18-jähriger Bielefelder die Straßenbahn-Linie 1 in Schildesche in Fahrtrichtung Senne. Er beobachtete zwei alkoholisierte Jugendliche, die sich mit anderen Jugendlichen in der Bahn verbal stritten. Nachdem die zwei Jugendlichen die Beobachtung bemerkten, beschimpften sie den 18-Jährigen. An der Haltestelle Rathaus wurde der Geschädigte bespuckt, woraufhin er sich zur Wehr setzte. Es kam außerhalb der Straßenbahn zu einer Schlägerei, bei der der Geschädigte mit einem Nothammer und einem Regenschirm, wie auch mit Faustschlägen angegriffen wurde. Der 18-Jährige flüchtete sich in die Bahn zurück, die Angreifer entfernten sich zu Fuß in Richtung Altstadt. Der 18-Jährige wurde durch die Angriffe leicht verletzt. Der eine Angreifer war vermutlich Deutscher. Der zweite Angreifer war vermutlich Südländer. Beide waren ca. 14 – 18 Jahre alt. (PP)

Südländer begehen Körperverletzung

Mittwoch, 21. September.  Im Eingangsbereich des Haager Herbstfestes wurde in der Nacht von Samstag, den 17. September, auf Sonntag, den 18. September, gegen Mitternacht – wie bereits berichtet – ein 20-jähriger Edlinger zusammengeschlagen und verletzt. Dieser hat nun bei der Haager Polizei Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Er hatte seinen Angaben nach beim Verlassen des Festes aufgrund seiner Alkoholisierung ziemlich stark gewankt und habe dadurch dann einige Personen angerempelt. In der Folge sei er dann von mindestens zwei Personen mit den Fäusten ins Gesicht geschlagen und dann am Boden liegend noch mit Füßen getreten worden. Er erlitt dabei eine Nasenbeinverletzung und war ins Wasserburger Krankenhaus gebracht worden, in dem er drei Tage stationär behandelt wurde. Die beiden Täter sollen circa 180 cm groß und schlank gewesen sein, einer habe einen osteuropäischen Akzent gehabt und der Zweite sei ein Südländer (evtl. Türke) gewesen. (PP)

Mann in Burka überfällt Spielhalle

Donnerstag, 01. September. Ein bewaffneter Mann hat in der Nacht zum Donnerstag eine Spielhalle am Düsseldorfer Platz in Ratingen überfallen. Der Täter hatte sich mit einer Burka maskiert. Er bedrohte eine 31-jährige Angestellte mit einer Pistole und rief "Kasse, Kasse, Kasse". Der Täter gab der 31-Jährigen einen schwarzen Stoffbeutel. Sie füllte das Geld hinein und gab ihm den Beutel zurück. Anschließend schloss der Unbekannte sie auf der Damentoilette ein. Etwa eine Stunde später wurde die Angestellte von ihrem Lebensgefährten befreit. Er hatte mehrfach versucht, seine Freundin zu erreichen. Als das nicht gelang, fuhr er zur Spielhalle. Dort konnte sich die eingeschlossene Frau durch Klopfen bemerkbar machen. (RPO)

Rentnerehepaar von Südländer die Treppe herunter gestoßen

Sonntag, 21. August. Ein Rentnerehepaar (85 und 67) ist am Samstag Opfer eines brutalen Überfalls in der Kölner Innenstadt geworden. Ein Räuber schubste beide von hinten eine Treppe herunter und zerrte dabei an der Handtasche der Frau. Das Ehepaar zog sich erhebliche Verletzungen zu - der Täter entkam ohne Beute. Um kurz nach 12 Uhr war das Paar zu Fuß vom Appellhofplatz in Richtung Dom unterwegs. Auf dem Absatz der Treppe zur Tunisstraße hörte der 85-Jährige etwas hinter sich und drehte sich um. Im Umdrehen erhielten er und seine Frau einen Stoß. Der kam von einem bis dahin nicht bemerkten Räuber, der auch sofort nach der Damen-Handtasche griff. Während der 85-Jährige kopfüber die steinernen Stufen herunterfiel, versuchte sich seine Frau gegen den Räuber zu wehren. Mit der Tasche unter dem Arm stürzte sie hinter ihrem Mann her. Der jugendliche, südländische  Täter ergriff ohne Beute die Flucht und lief auf der Straße "Burgmauer" in Richtung "Unter Sachsenhausen" und drehte auf der Komödienstraße in Richtung Dom. Dort verloren Zeugen ihn aus den Augen. Der Räuber soll etwa 15-18 Jahre alt und auffallen klein sein - nach Zeugenangaben ungefähr 150 - 160 cm. Er wird als Südländer mit schwarzen hochgegelten Haaren beschrieben. (PP)

Mann ersticht Ex-Freundin und gibt Baby in Moschee ab

Samstag, 20. August. Ein junges Elternpaar ist mit dem gemeinsamen Baby am Samstagabend am Siegener Hauptbahnhof unterwegs. Da zuckt der 21jährige Mann plötzlich ein Messer und sticht seiner Ex Freundin (18) in den Hals. Daraufhin sackt sie zusammen  und stirbt kurz darauf noch am Unglücksort.  Dann geht alles ganz schnell: Der Mann schnappt sich das Baby und flüchtet mit dem Kind im Arm. Nach einer Verfolgungsjagd, an der auch Passanten teilnehmen, wird der mutmaßliche Täter nur 20 Minuten später geschnappt. Die Tat hat für Entsetzen in der Stadt gesorgt. Das Bahnhofgelände wurde gesperrt. Da der Tatort im Zugang zu den Gleisen liegt, wurden Reisende zurückgeschickt. Bei dem 21-Jährigen handelt es ich um den Vater des sechs Monate alten Säuglings. Bei der Tat, so die Polizei, soll es sich um ein Beziehungsdrama handeln. Offenbar hatten die jungen Eltern Streit über den Umgang mit dem Baby. Auch Eifersucht könnte ein Grund für die Bluttat sein.  Bei seiner Flucht kam der Mann auch an einer Moschee in der Innenstadt vorbei,  dort gab er den Säugling ab und flüchtete anschließend zu Fuß weiter. Am Fluss Weiß ist für den 21-Jährigen Schluss: Er versucht zwar, über das Flussbett zu entkommen, doch an einer Brücke muss er aufgeben. Er wird festgenommen. Das Baby blieb bei dem Drama unverletzt, kam aber vorsorglich ins Krankenhaus.  (BILD)

Südländische Jugendliche versuchen 15-Jährigen auszurauben

Freitag, 19. August. Ein 15-Jähriger wurde am gestrigen Abend in der Stephanstraße in Frankfurt von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen, die versucht hatten, das Handy des Jungen zu rauben. Der Junge war gerade mit seinem Fahrrad unterwegs, um seiner Mutter ein Geschenk zu kaufen, als er auf die sechs Südländer traf, alle im Alter zwischen 16-18 Jahre. Als die Gruppe das Opfer umstellte, forderte einer der Haupttäter das Handy vom Geschädigten. Der Junge leistete Widerstand und gab sein Telefon nicht heraus. Sofort riss ihn daraufhin einer der Täter vom Fahrrad und der Haupttäter schlug den Jungen ins Gesicht. In diesem Moment rief eine 30 - 40 Jahre alte Passantin den Tätern zu, dass sie verschwinden sollen, was sie daraufhin auch taten. Die Unbekannte kümmerte sich kurz um das Opfer und verschwand dann wieder. Als der Junge seiner Mutter von dem Vorfall erzählte, erstatte sie sofort Anzeige. Der Geschädigte erlitt leichte Verletzungen durch den Überfall. Nach den Tätern wird gefahndet.  (PP)

Türke erschießt Mutter und Schwester der Ex-Frau auf offener Straße

Donnerstag, 04.08.  Der 25-jährige Mehmet Y. wird verdächtigt, am Donnerstagmorgen auf einen voll besetzten Wagen geschossen zu haben. Im Wagen hatte auch die Ex-Frau des mutmaßlichen Täters gesessen. Ihre 45-jährige Mutter starb noch am Tatort, die 22-Jährige Schwester erlag ihren Schuss-verletzungen später im Krankenhaus. Ein 27 Jahre alter Mann, wahrscheinlich der neue Lebensgefährte der Ex-Frau, wurde lebensgefährlich verletzt. Die Polizei geht von einem Ehrenmord aus. Die 24-Jährige Ex-Frau erlitt einen Schock. Nach den tödlichen Schüssen auf die zwei Frauen fahnden Polizei und Staatsanwaltschaft mit einem Foto nach dem mutmaßlichen Täter. Gesucht werde der 25-jährige Mehmet Y., teilte ein Polizeisprecher mit. Er stehe unter dringendem Tatverdacht, am Donnerstag gegen 10.20 Uhr auf offener Straße im Stadtteil Berlin-Wedding mehrere Schüsse auf vier Insassen eines Autos abgefeuert zu haben. (RPO)

Schießerei auf offener Straße in Ludwigsburg

Donnerstag, 28. Juli. Drei Südländer feuerten am Montagabend auf zwei 36 und 52 Jahre alte Männer und verletzten diese an den Beinen. Der 52-Jährige wurde darüber hinaus mit einem Schlagwerkzeug am Kopf verletzt. Das Tatmotiv ist nach Polizeiangaben unklar, jedoch ist ein Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität zu vermuten, da auch die beiden Opfer polizeibekannt sind. Sie sind wegen Körperverletzungen, Diebstählen und Drogenvergehen vorbestraft.  Kurz nach 22.00 Uhr hatte sich eine Passantin telefonisch bei der Polizei gemeldet, nachdem sie im Bereich des Arsenalplatzes Schüsse und Stimmen gehört hatte. Polizeibeamte trafen kurze Zeit später auf die beiden verletzten Männer. Ersten Erkenntnissen zufolge waren die drei Täter, bei denen es sich laut Auskunft der Polizei um Männer südländischer Herkunft im Alter von 25 bis 30 Jahren handeln soll, mit einem dunklen Pkw mit Heilbronner Kennzeichen vom Arsenalplatz geflüchtet. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen mit Unterstützung von Kräften benachbarter Polizeidirektionen führten nicht zum Erfolg. Am Tatort hat die Polizei unterdessen mehrere Patronenhülsen sichergestellt. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. (Kompakt)

Anschläge

Neue Anschläge auf Christen im Norden Nigerias

Sonntag, 22. Januar. Nach schweren Anschlägen in der nigerianischen Stadt Kano liegt die Zahl der Toten inzwischen bei rund 180. Das geht aus Angaben aus Krankenhäusern hervor. Zwei kleinere Anschläge wurden am Morgen auch aus der Stadt Bauchi gemeldet, ebenfalls im Landesnorden. In zwei Kirchen wurden dort Sprengsätze geworfen. Dabei wurde laut Polizei niemand verletzt, und es entstand kaum Schaden. Andere Quellen sprechen aber davon, dass eine der Kirchen zerstört worden sei. Die Anschläge in Kano hatten sich gegen die Polizeidirektion und mehrere Polizeireviere gerichtet. Dazu bekannten sich die radikalen Islamisten der Boko-Haram-Gruppe. Sie gehen seit Jahren mit schwerer Gewalt gegen Christen und gegen den Staat vor. Zumindest aus dem islamisch geprägten Norden Nigerias wollen sie alle Christen vertreiben. (Euronews)

Selbstmordanschlag am Flughafen von Kandahar

Donnerstag, 19. Januar. Bei einem Selbstmordanschlag am internationalen Flughafen der südafghanischen Stadt Kandahar sind mindestens sieben Zivilisten getötet und acht weitere verletzt worden. Der Anschlag habe sich nahe dem Eingang des Flughafens ereignet, sagte der Polizeichef der Stadt, Abdul Rasek. Die radikalislamischen Taliban übernahmen die Verantwortung für den Angriff. Unter den Toten sind zwei Kinder, wie Provinzregierungssprecher Salmaj Ajobi sagte. Auch unter den Verletzten sind demnach zwei Kinder und eine Frau. Ein Sprecher der NATO-Truppen sagte, es habe unter den Soldaten keine Opfer gegeben. Durch die Explosion wurden sechs Autos zerstört und brannten völlig aus. Augenzeugen berichteten, der Selbstmordattentäter habe versucht, sein Auto in einen Konvoi der Afghanistantruppe ISAF zu steuern, als dieser die erste Zufahrt zu dem weitläufigen Flughafengelände passieren wollte. Der internationale Flughafen von Kandahar hat einen zivilen und einen militärischen Teil. (AFP)

Acht Tote bei Anschlag im Irak

Montag, 16. Januar. Bei einem neuen Anschlag im Irak sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben von Ärzten wurden vier weitere verletzt. Ziel war ein Flüchtlingslager östlich von Mossul. Erst am vergangenen Wochenende hatten mehrere Anschläge das Land erschüttert. Der schwerste ereignete sich in der Nähe von Basra. Dort sprengte sich ein Selbstmordattentäter inmitten von schiitischen Pilgern in die Luft und riss mehr als 50 Menschen mit in den Tod. (Dradio)

Mehr als 50 Tote bei Selbstmordanschlag im Irak

Samstag, 14. Januar Bei einem Selbstmordanschlag auf schiitische Pilger im Süden des Irak sind 53 Menschen getötet worden. Bei der Explosion nahe einer schiitischen Pilgerstätte am Rande der südirakischen Stadt Basra seien zudem 137 Menschen verletzt worden, sagte der Leiter der Gesundheitsbehörde in der Provinz, Rijad Abdelamir. Der Anschlag ereignete sich am letzten Tag des schiitischen Festes von Arbain. Wie ein Augenzeuge berichtete, hatte der Attentäter am Vormittag Kuchen an die Pilger verteilt, die auf dem Weg zur Pilgerstätte Chutwa Imam Ali am Rande von Basra waren.  Der Anschlag ereignete sich rund fünf Kilometer außerhalb von Basra auf dem Weg zur Pilgerstätte Chutwa Imam Ali.  (AFP)

Neuer Anschlag in Nigeria fordert 16 Menschenleben

Dienstag, 10. Januar. Bei einem Anschlag auf eine Bar in der Stadt Potiskum im nordöstlichen Bundesstaat Yobe wurden am Dienstagabend acht Personen getötet, darunter auch ein Polizist. Zu der Attacke bekannte sich die radikalislamische Sekte Boko Haram. Mitglieder der Boko Haram seien am Abend in das Lokal gestürmt und hätten das Feuer auf die Gäste eröffnet, sagte eine Augenzeugin. Drei wie nomadische Tuareg gekleidete Männer seien ins Lokal gekommen und wenig später seien Schüsse zu hören gewesen. Wenige Stunden zuvor waren bei einem Vergeltungsanschlag auf Moslems in Benin City im christlichen Süden Nigerias fünf Menschen ums Leben gekommen. Eine Moschee und die angrenzende Koranschule seien in Brand gesetzt worden, wie der britische Sender BBC berichtete. Nach Angaben von Sicherheitskräften handelte es sich dabei um einen Vergeltungsakt für den Terror der Boko Haram. Aus Angst vor weiteren Anschlägen verließen mehr als 8000 Bewohner von Benin City ihre Häuser, teilte das nigerianische Rote Kreuz mit. (sda)

Tote bei Angriff auf Behörde in Afghanistan

Dienstag, 10. Januar. Beim Angriff eines Selbstmordkommandos auf eine Behörde in der südostafghanischen Provinz Paktika sind am Dienstagmorgen mehrere Menschen getötet worden. Zwei der Angreifer und zwei Polizisten seien bei den Gefechten in der Provinzhauptstadt Scharan ums Leben gekommen, teilte das Innenministerium in Kabul mit. Insgesamt vier Selbstmordattentäter hätten die Behörde für Kommunikation gestürmt, die dem Informationsministerium untersteht. Die Kämpfe der Polizei mit den beiden verbliebenen Angreifern dauerten an. Zu dem Angriff sei es gekommen, als die Mitarbeiter der Behörde ihre Büros öffneten, teilte das Ministerium weiter mit. Die Unruheprovinz Paktika grenzt an Pakistan an. (RTL)

Zahlreiche Tote bei Bombenanschlag in Pakistan

Dienstag, 10. Januar. Ein Bombenanschlag an einem Busbahnhof im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan hat zahlreiche Opfer gefordert. Nach ersten Informationen starben mindestens 25 Menschen, als der Sprengsatz unweit in Jamrud im Stammesgebiet Khyber detonierte. Dutzende wurden verletzt und zahlreiche Fahrzeuge zerstört. Nach ersten Berichten galt der Anschlag einer talibanfeindlichen Stammesmiliz. Jamrud liegt 25 Kilometer westlich von Peschawar. Die Region gilt als ein Zentrum des Widerstandes gegen die Regierung. Durch sie verläuft auch die Hauptversorgungsroute für die ISAF-Truppen in Afghanistan. (tagesschau)

Mindestens 15 Tote bei Anschlägen im Irak

Dienstag, 10. Januar. Bei einer Serie von Anschlägen sind im Irak mindestens 15 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. In der Hauptstadt Bagdad detonierten drei Autobomben, die sich offenbar gegen Schiiten richteten. Beim ersten Anschlag wurden fünf schiitische Pilger getötet, die zu ihren heiligen Stätten in der südlichen Stadt Kerbela reisen wollten. Die zweite Bombe wurde im schiitischen Al-Schaab-Viertel gezündet und riss nach Informationen von Polizisten und Augenzeugen sieben Menschen in den Tod. Die dritte Bombe explodierte bei dem Versuch, sie zu entschärfen. Auch aus anderen Landesteilen werden blutige Anschläge gemeldet. (DW)

15 Verletzte bei Bombenanschlag in Nigeria

Donnerstag, 29. Dezember. Bei einem Terroranschlag auf ein Hotel in der Stadt Gombe sind 15 Menschen verletzt worden. Zuvor waren bei Anschlägen auf christliche Kirchen mehr als 40 Menschen getötet worden.  Drei bewaffnete Männer hätten zwei Bomben in die Hotellobby und eine weitere Bombe unter ein Fahrzeug vor dem Haus geworfen, berichtete der Hotelmanager Ojiego Nelson der nigerianischen Nachrichtenagentur NAN am Donnerstag. Der Anschlag habe sich am Mittwochabend kurz nach 22.00 Uhr ereignet. Die islamische Sekte Boko Haram hat auch für die Neujahrsfeiern Anschläge angekündigt. Nigeria ist mit 150 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Jeweils mehr als 40 Prozent der Nigerianer sind Christen oder Moslems. (HB)

Zwanzig Tote bei Selbstmordanschlag in Bagdad

Montag, 26. Dezember. Bei einem Selbstmordanschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Montag zwanzig Menschen getötet worden. Der Attentäter sprengte sich in seinem Auto vor dem Innenministerium in die Luft, wie die Polizei mitteilte. Mehr als 30 Menschen erlitten Verletzungen. Unter den Toten sind fünf Polizisten. Aus Sicherheitskreisen verlautete, der Attentäter habe das Innenministerium vermutlich deshalb angegriffen, weil er seine Wut über den jüngst erlassenen Haftbefehl gegen den sunnitischen Vize-Präsidenten Tarek al-Haschemi zum Ausdruck bringen wollte. (Reu)

Zahlreiche Tote bei Anschlag auf Christen in Nigeria

Sonntag, 25. Dezember. Bei der Explosion während eines Weihnachtsgottesdienstes nahe der nigerianischen Hauptstadt Abuja sind den Rettungskräften zufolge mindestens 40 Menschen getötet worden. Zahlreiche Gläubige seien verletzt worden. Die Explosion ereignete sich während eines Weihnachtsgottesdienstes in einem Vorort der Hauptstadt Abuja. Ein Sprecher des Katastrophenschutzes sagte, es seien zu wenig Krankenwagen in der Nähe, um alle Opfer rasch versorgen zu können. Die Bevölkerung in dem ölreichen Land ist zur Hälfte islamischen und zur Hälfte christlichen Glaubens. Wenige Stunden nach dem ersten Anschlag detonierte ein zweiter Sprengsatz in einer Kirche in der zentral gelegenen Stadt Jos. Dabei wurde ein Polizist verletzt. Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand. In den vergangenen Monaten wurde die Islamistengruppe Boko Haram für eine Reihe von Überfällen und Anschlägen auf Christen in Nigeria verantwortlich gemacht. Am Samstag wurden bei Kämpfen zwischen Armee und Anhängern von Boko Haram mindestens 68 Menschen im Norden des Landes getötet worden. (rtr)

Viele Tote bei Selbstmordanschlag in Afghanistan

Sonntag, 25. Dezember. Im Norden Afghanistans sind bei einem Selbstmordanschlag mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Ungefähr 50 weitere wurden verletzt. Die Polizei teilte mit, dass sich der Mann in der Stadt Talokan mitten in einer Trauerfeier in die Luft gesprengt habe. Unter den Toten sei auch ein Abgeordneter des Parlaments in Kabul. Bislang bekannte sich niemand zu der Tat. Talokan liegt im Einsatzgebiet der Bundeswehr. (Euronews)

Acht Tote bei Selbstmordanschlag in Pakistan

Samstag, 24. Dezember. Wie die Polizei mitteilte, wurden mehr als ein Dutzend Angehörige der paramilitärischen Grenztruppen verletzt, als ein Attentäter sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug am Morgen gegen ein Gebäude ihres Stützpunktes in Bannu rund 190 Kilometer südlich von Peshawar lenkte. Sieben Grenzschützer seien getötet und 13 weitere verletzt worden, sagte ein örtlicher Polizeisprecher. Möglicherweise sei der Attentäter aus den nahe gelegenen Stammesgebieten in Nord-Waziristan gekommen. Die Gegend im Grenzgebiet zu Afghanistan gilt als Hochburg der islamistischen Taliban und der mit ihnen verbündeten Al-Qaida-Terroristen. (dpa )

Schwere Anschläge in Syrien

Freitag, 23. Dezember. In der syrischen Hauptstadt Damaskus sind bei zwei Selbstmordanschlägen nach offiziellen Angaben mehr als 44 Menschen getötet und etwa 100 verletzt worden. Unter den Opfern seien Militärangehörige, vor allem aber viele Zivilisten, hieß es. Ziel der Attentate mit sprengstoffbeladenen Fahrzeugen seien Einrichtungen der Sicherheitskräfte und des Geheimdiensts gewesen. Das syrische Fernsehen beschuldigte das Terrornetzwerk Al-Qaida, hinter den Anschlägen zu stecken. Es sind die ersten derart massiven Angriffe in Damaskus. - Am Donnerstag waren in Syrien die ersten Beobachter der Arabischen Liga eingetroffen, die in dem blutigen Aufstand gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad vermitteln sollen. Eine weitere Delegation wird am Montag erwartet. (DW)

Zehn Tote bei Anschlag und anschließender Schießerei

Dienstag, 13. Dezember. Bei einem Bombenanschlag und anschließenden Schießereien in Maiduguri im Nordosten Nigerias sind am Dienstag mindestens zehn Menschen getötet worden. Etwa 30 weitere Menschen seien verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden, sagte eine Mitarbeiterin. Ein Attentäter, der mit einem Komplizen in einem Auto unterwegs gewesen sei, habe bei einem Armeestützpunkt eine Bombe gezündet, sagte ein Militärsprecher. Er sei ums Leben gekommen, während sein Beifahrer habe fliehen können. Weitere Menschen wurden durch die Explosion demnach nicht getötet. Nach Angaben von Einwohnern starteten Soldaten daraufhin eine Razzia durch Wohnhäuser in Maiduguri, gaben immer wieder Schüsse ab und setzten Gebäude in Brand. Maiduguri ist die Hauptstadt des nigerianischen Bundesstaats Borno und gilt als Hochburg der islamistischen Sekte Boko Haram, die für die Errichtung eines islamischen Staates im Norden des zwischen Muslimen und Christen geteilten Landes eintritt. In den vergangenen Monaten verübte sie zahlreiche blutige Anschläge auf Einrichtungen der Armee. (AFP)

Marokkaner verübt  Blutbad auf Lütticher Weihnachtsmarkt

Dienstag, 13. Dezember. Im belgischen Lüttich hat ein der Marokkaner Nordine A. fünf Menschen getötet und mindestens 123 weitere verletzt, bevor er sich selbst umbrachte. Wie die Lütticher Staatsanwältin Danielle Reynders sagte, war der wegen Waffendelikten, Drogen- und Sittlichkeitsvergehen vorbestrafte 33-jährige eigentlich zu einem Polizeiverhör vorgeladen. Doch sei er dazu nicht erschienen. Stattdessen fuhr er mit einem Revolver, einem Gewehr und mehreren Blendgranaten zum zentralen Platz der ostbelgischen Stadt. Dort habe er von einem Gebäude aus das Feuer auf die Passanten eröffnet, sagte Reynders. An dem Platz befinden sich ein Weihnachtsmarkt und ein Gericht. Zwei männliche Jugendliche im Alter von 15 und 17 Jahren, eine 75-jährige Frau und ein 17 Monate altes Kleinkind wurden getötet. Mindestens 123 weitere Menschen wurden verletzt, die meisten an einer Bushaltestelle. Zuvor hatte der Täter die 45-jährige Putzfrau seines Nachbarn vergewaltigt und anschließend erschossen. Nach Angaben der Justiz war der Täter im September 2008 wegen Besitzes von einem Dutzend Waffen und dem Anbau von 2800 Cannabis-Pflanzen zu 58 Monaten Haft verurteilt worden. Im Oktober 2010 wurde er jedoch vorzeitig auf Bewährung entlassen. (AFP)

Mehr als 50 Tote bei Anschlagsserie in Afghanistan

Dienstag, 06. Dezember. Afghanistan sind bei einer Anschlagsserie am Dienstag mehr als 50 Menschen getötet worden. In der Hauptstadt Kabul sprengte sich ein Selbstmordattentäter inmitten einer Gruppe schiitischer Gläubiger in die Luft, wobei mindestens 48 Menschen umkamen und mehr als 100 verletzt worden. Es war einer der verheerendsten Anschläge auf Zivilisten in Afghanistan seit dem Sturz der Taliban vor zehn Jahren. Unter den Opfern befanden sich Kinder und Frauen, teilte die Polizei mit. Der Sprengsatz detonierte bei einem Schrein im Zentrum der Altstadt, wo sich hunderte Gläubige zum Aschura-Fest versammelt hatten. Kurz nach dem Anschlag in Kabul explodierte in der Nähe der wichtigsten Moschee im nordafghanischen Masar-i-Scharif eine auf einem Fahrrad befestigte Bombe. Vier Menschen wurden getötet, 17 weitere verletzt. Auch in Kandahar im Süden gab es einen Bombenanschlag. Offiziellen Angaben zufolge wurden drei Zivilisten verletzt. (Reu)

Selbstmordanschlag vor NATO-Stützpunkt in Afghanistan

Freitag, 02. Dezember. Ein Selbstmordattentäter hat im Osten Afghanistans mindestens einen Menschen mit in den Tod gerissen und mehr als 60 verletzt. Er zündete seine Bombe vor einem NATO-Stützpunkt in der Provinz Logar. Die meisten der Verletzten seien jedoch Zivilisten, teilten die Behörden mit. Durch die Wucht der Explosion wurden mehrere Gebäude zerstört oder erheblich beschädigt. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.(DW)

Mindestens 20 Tote bei Anschlägen im Irak

Montag, 28. November. Bei zwei Anschlägen im Irak sind am Montag mindestens 20 Menschen getötet worden. Den folgenschwersten Angriff verübte ein Selbstmordattentäter auf einen Militärstützpunkt in Tadschi bei Bagdad: Nach offiziellen Angaben riss der Mann mindestens 19 Menschen in den Tod, als er seinen mit Sprengstoff beladenen Minibus am Eingang der Basis zur Explosion brachte. In dem Stützpunkt befindet sich ein Gefängnis, in dem Al-Qaida-Kämpfer und andere Extremisten untergebracht sind. Unter den Toten seien elf Gefängniswärter, sagte ein Mitglied des Wachpersonals. Es gebe 24 Verletzte. Zwei Menschen seien vermisst. In Bagdad feuerten Unbekannte am Montag zudem Granaten auf einen Parkplatz des Parlaments ab. Dabei gab es nach offiziellen Angaben mindestens einen Toten. Mehrere andere Menschen, darunter ein Abgeordneter, seien verletzt worden. (Reu)

Mindestens 15 Tote bei Anschlägen im Irak

Samstag, 26. November. Bei mehreren Bombenanschlägen im Irak sind nach Angaben der Behörden mindestens 15 Menschen getötet und mehr als 20 verletzt worden. Die Anschläge ereigneten sich in der Nähe von Abu Ghraib westlich von Bagdad und im Zentrum der Hauptstadt. Hinweise auf mögliche Täter gibt es noch nicht. Die Gewalt im Irak ist im Vergleich zu den Jahren 2006 und 2007 zwar abgeebbt. Es kommt aber noch häufig zu Anschlägen und Schießereien. (DW)

Anschlag vor Ratsversammlung in Kabul vereitelt

Afghanische Sicherheitskräfte haben nach Angaben der Regierung einen Terroranschlag auf den Tagungsort der am Mittwoch beginnenden Großen Ratsversammlung verhindert. Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte, Polizisten hätten am Eingang des Zeltes der sogenannten Loja Dschirga in Kabul einen Mann erschossen, der einen Sprengsatz zur Explosion bringen wollte. Auf der Loja Dschirga wollen mehr als 2000 Delegierte über eine strategische Partnerschaft mit den USA und über eine Versöhnung mit den radikal-islamischen Taliban beraten. (DW)

Mehr als 100 Tote in Nigeria bei Anschlägen von Islamisten

Montag, 07. November. Im bevölkerungsreichsten Land Afrikas, im 155-Millionen-Einwohner-Staat Nigeria, ist es zu einem neuen Ausbruch der Gewalt gegen die westliche Kultur gekommen. Die islamistische Sekte Boko Haram ("Westliche Erziehung ist Sünde") verübte eine Serie von Anschlägen in der nordöstlichen Provinz Yobe, der mehr als 100 Menschen zum Opfer gefallen sind. Begonnen hatte die Serie mit der Explosion einer Autobombe vor einem Gebäude, das von den Streitkräften genutzt wurde. Später zogen bewaffnete Männer durch die Provinzhauptstadt Damaturu, sprengten eine Bankfiliale und griffen mindestens drei Polizeiwachen und einige Kirchen an. Die Gebäude wurden zerstört. In der Nacht überfielen Männer ein Dorf und töteten mehrere Menschen. Boko Haram will in Nigeria, in dem weite Landesteile christlich geprägt sind, die Scharia einführen. Die US-Botschaft in Abjua warnte im Lande lebende Amerikaner vor Anschlägen auf Hotels. (RPO)

Sieben Menschen bei Selbstmordanschlag in Afghanistan getötet

Sonntag, 06. November. Ein Selbstmordattentäter hat im Norden Afghanistans mindestens sechs Menschen mit in den Tod gerissen und rund 20 verletzt. Der Anschlag ereignete sich nahe einer Moschee in der Provinz Baghlan. Nach Darstellung der Behörden hatte der Attentäter seinen Sprengsatz kurz nach dem Ende der Gebete zum islamischen Opferfest Eid-al-Adha gezündet. In Baghlan sind auch Soldaten der Bundeswehr stationiert.  (DW)

Zwei Tote bei Anschlag auf kenianische Kirche

Sonntag, 06. November. Bei einem Granatanschlag auf eine Kirche im Osten von Kenia sind zwei Menschen getötet worden. Die Polizei erklärte am Sonntag, eine Frau und ihre beiden Enkelkinder seien bei der Tat am Samstagabend in Garissa verletzt worden. Der Anschlag richtete sich nach Angaben von Pastor Ibrahim Makunyi gegen ein Haus, das dem Kirchenältesten gehörte. Ein weiterer versuchter Anschlag auf einen Taxistand, der häufig von Soldaten genutzt wird, blieb nach Polizeiangaben ohne Folgen, weil der Sprengsatz nicht explodierte. Die Polizei schließt nicht aus, dass die islamistische Gruppe Al-Schabab die Anschläge verübte. Die Organisation hat Anschläge angekündigt, um so gegen den kenianischen Militäreinsatz in Somalia zu protestieren. (net-tribune)

Sprengstoffanschläge im Irak

Sonntag, 06. November. Bei mehreren Sprengstoffattentaten in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens acht Menschen getötet worden, Dutzende wurden verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Drei Bomben explodierten auf einem gut besuchten Markt im Zentrum von Bagdad im Geschäftsviertel Shurja. Im Irak hat die Gewalt in den vergangenen Wochen wieder zugenommen, nachdem die USA den kompletten Abzug ihrer Truppen bis zum Jahresende angekündigt hatten. (Euronews)

Mindestens zehn Tote bei Anschlägen im Irak

Donnerstag, 03. November. Im Irak sind bei einer Serie von Anschlägen mindestens zehn Menschen getötet worden. Nordöstlich von Bagdad haben Attentäter Angehörige der Sahwa-Miliz mit Bomben angegriffen. Später explodierten Bomben in Bagdad. Bei Bombenanschlägen in zwei irakischen Städten sind am Donnerstag mindestens zehn Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Sechs Angehörige der Sicherheitskräfte kamen ums Leben, als vor einem irakischen Militärstützpunkt in Bakuba nordöstlich von Bagdad fast gleichzeitig zwei Bomben explodierten. Die Opfer waren Angehörige der Sahwa-Miliz, die gemeinsam mit den US-Truppen das Terrornetzwerk Al-Kaida bekämpft. Sie standen nach Angaben des Innenministeriums in einer Schlange, um ihre Gehälter abholen, als ein Selbstmordattentäter sich in unmittelbarer Nähe in die Luft sprengte. Kurze Zeit später detonierte zehn Meter entfernt eine Autobombe. Die zweite Bombenserie traf das gehobene Bagdader Stadtviertel Karradah. Dort wurden zwei Passanten von einer Bombe am Straßenrand getötet. Zwei Polizisten, die an den Ort der Explosion gekommen waren, kamen wenig später durch eine zweite Bombe ums Leben. (Focus online)

Vier Tote bei Anschlag nahe UN-Gästehaus in Kandahar

Montag, 31. Oktober. Bei einem Selbstmordanschlag in der Nähe eines UN-Gästehauses in der südafghanischen Provinzhauptstadt Kandahar sind am Montag vier Menschen getötet worden. Nach Angaben eines Behördensprechers sprengte sich der Attentäter in seinem mit Sprengstoff beladenen Auto an einem Kontrollposten in die Luft, der sich in der Nähe eines UN-Gästehauses, einer Hilfsorganisation und einer Tierklinik befand. Nach der Explosion hätten zwei bewaffnete Aufständische ein Gebäude besetzt und sich ein zweistündiges Feuergefecht mit afghanischen und NATO-Truppen geliefert. Die Aufständischen seien erschossen worden. Die Taliban bekannten sich zur der Tat. Die Bombe tötete drei Zivilisten und einen Polizisten. Außerdem seien drei Zivilisten und ein nepalesischer Soldat verwundet worden, sagte der Pressesprecher der Provinzregierung von Kandahar. (net-tribune)

Anschläge im Süden Thailands

Sonntag, 30. Oktober. Militante Islamisten haben am Sonntag im Süden Thailands vier Menschen getötet und eine Reihe selbst gebauter Bomben gezündet. Nach Polizeiangaben wurden zwei Männer und eine Frau in der Stadt Narathiwat in einem Lebensmittelladen erschossen, ein Mann wurde in der benachbarten Provinz Songkhla getötet. Zudem seien Bomben an zehn Orten in fünf der 13 Bezirke der Provinz gezündet worden. Dabei sei Schaden entstanden, verletzt worden sei aber niemand. Narathiwat ist eine von drei muslimisch geprägten Provinzen im Süden des Landes. Seit 2004 kamen im thailändischen Süden fast 5000 Menschen bei Anschlägen ums Leben. (NZZ-Online)

17 Tote bei Anschlag auf NATO-Konvoi in Kabul

Sonntag, 30. Oktober. Mit einer Autobombe hat sich ein Selbstmordattentäter in der afghanischen Hauptstadt Kabul in die Luft gesprengt und 17 Menschen mit in den Tod gerissen. Nach jüngsten Angaben der NATO waren unter den Opfern fünf Soldaten der internationalen Schutztruppe ISAF und acht zivile Vertragsarbeiter. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu dem Blutbad. Es war der schwerste Anschlag gegen die internationalen Truppen in Kabul seit Beginn der US-geführten Intervention 2001. Der Anschlag richtete sich gegen einen Konvoi der NATO. Der Attentäter habe ein mit Sprengstoff gefülltes Auto in die Kolonne gesteuert, teilte die NATO mit.  - Im Süden Afghanistans wurden drei australische ISAF-Soldaten von einem Mann in afghanischer Armeeuniform erschossen. (DW)

Zahlreiche Tote bei Doppelanschlag in Bagdad

Donnerstag, 27. Oktober. Bei einem Doppelanschlag in Bagdad sind mindestens 18 Menschen getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, explodierte am Donnerstagabend zunächst ein Sprengsatz in der Nähe eines Geschäfts im Norden der irakischen Hauptstadt. Als sich etliche Menschen am Tatort versammelt hatten, detonierte an gleicher Stelle eine zweite Bombe. Unter den Toten seien auch Polizisten und Soldaten, heißt es in Medienberichten. (DW)

Tote bei Explosion von Tanklaster in Afghanistan

Mittwoch, 26. Oktober. In Afghanistan sind bei einem Bombenanschlag auf einen Tanklastwagen mindestens zehn Menschen getötet und viele weitere zum Teil schwer verletzt worden. Wie die Behörden mitteilten, versuchten nach einer kleineren Explosion mehrere Personen, aus einem Leck des Fahrzeugs auslaufendes Benzin aufzufangen. Darauf habe es eine zweite, größere Detonation gegeben. Der Vorfall ereignete sich rund 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kabul. Der zuständige Provinz-Gouverneur sprach von einem Terror-Anschlag. Die Täter hätten eine Magnetbombe in dem Tanklaster versteckt. (DW)

Zwölf Verletzte bei Anschlag auf Bar in Kenia

Montag, 24. Oktober. Bei einem Anschlag auf eine Bar im Zentrum der kenianischen Hauptstadt Nairobi sind nach Polizeiangaben zwölf Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Ein Mann habe am frühen Montagmorgen eine Granate in die Bar geworfen und sei dann geflüchtet, berichtete ein Augenzeuge im Hörfunk. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Die US-Botschaft in Kenia hatte vor zwei Tagen vor einem unmittelbar bevorstehenden Terroranschlag in Nairobi gewarnt. Kenia geht seit einiger Zeit mit einer Militäroffensive gegen die islamistische Al-Schabaab-Miliz im benachbarten Somalia vor. Die Regierung in Nairobi macht die Gruppe für die Entführung zahlreicher Ausländer aus Kenia verantwortlich. Al Schabaab hat Kenia mit massiver Vergeltung gedroht, sollte das Land seine Truppen nicht aus Somalia zurückziehen. (Reu)

Anschlag auf NATO-Basis in Afghanistan

Samstag, 15. Oktober. Bei einem Anschlag auf einen NATO-Stützpunkt in der nordafghanischen Provinz Pandschir sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. An dem Angriff auf die Basis des von den USA betriebenen Regionalen Wiederaufbauteams waren nach Angaben der örtlichen Polizei vier Selbstmordattentäter beteiligt. Sie waren vor dem Gebäude gestoppt worden und sprengten sich dort in die Luft. Dabei wurden zwei Zivilisten getötet und zwei Sicherheitskräfte verletzt. Die NATO bestätigte den Angriff. Die radikal-islamischen Taliban übernahmen die Verantwortung für das Attentat. Bisher galt die Provinz Pandschir als relativ friedlich. Nachdem die Taliban 2001 mit dem internationalen Kampfeinsatz aus der Region vertrieben wurden, wurden dort vergleichsweise wenige Anschläge verübt. (DW)

Mindestens 23 Tote bei Anschlagsserie in Bagdad

Mittwoch, 12. Oktober. Bei einer Serie von Anschlägen in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 23 Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden. Nach Angaben der Ministerien für Verteidigung und Inneres starben die meisten Menschen, als zwei Selbstmordattentäter Autos mit Sprengsätzen vor zwei Polizeikommissariaten zur Explosion brachten. Die ersten beiden schweren Anschläge ereigneten sich den Regierungsangaben zufolge am Morgen in den Bezirken Hurrija und Alawija. Aus Kreisen des Innenministeriums hieß es, dabei seien 18 Menschen getötet und weitere 47 verletzt worden. Später explodierten ebenfalls in Hurrija sowie im Bezirk El Alam zwei weitere Sprengsätze, bei denen mindestens fünf Menschen getötet wurden. Nach Angaben des Innenministeriums war das Anschlagsfahrzeug mit rund 200 Kilogramm Sprengstoff beladen. (AFP)

Anschläge in Philippinen fordern viele Opfer

Sonntag, 09. Oktober. Bei zwei Bombenanschlägen in der Stadt Zamboanga im Süden der Philippinen sind am Sonntag mindestens elf Menschen verletzt worden. Eine mutmaßlich selbst gebaute Bombe sei in einem Hotel in der Nähe des Busbahnhofs explodiert, sagte Oberst Buenaventura Pascual. Ein zweiter Sprengsatz sei in einer Hahnenkampfarena detoniert. Zum Zeitpunkt der Anschläge beging Zamboanga einen katholischen Feiertag. Zunächst bekannte sich niemand zu den Anschlägen. Die Stadt wurde jedoch bereits mehrfach von Aufständischen mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Qaida angegriffen. (HB)

Mindestens 13 Tote bei Angriff auf Bus in Pakistan

Dienstag, 04. Oktober. Bewaffnete Angreifer haben im Südwesten Pakistans einen Bus beschossen und dabei mindestens 13 Menschen getötet. Zudem wurden bei dem Angriff nahe der Stadt Quetta in der Provinz Baluchistan drei Menschen verletzt, teilte die Polizei mit. Bei den Opfern handle es sich fast ausschließlich um Schiiten. Vier bewaffnete Angreifer auf zwei Motorrädern hatten das Feuer auf den Bus eröffnet, der in Richtung Quetta unterwegs war, teilte die Polizei mit. Zwölf der Opfer sind Angehörige der schiitischen Hasara-Minderheit und ein Toter war Paschtune, sagte ein Polizeivertreter. (DW)

Tote und Verletzte bei Selbstmordanschlag in Kandahar

Montag, 03. Oktober. Bei einem Anschlag auf ein afghanisches Regierungsmitglied in der Stadt Kandahar hat ein Selbstmordattentäter mindestens zwei Zivilisten mit in den Tod gerissen, etwa 20 Menschen wurden verletzt. Ziel des Anschlags im Süden des Landes war der Minister für Stammesangelegenheiten, Asadullah Khalid, der den Tatort zum Zeitpunkt der Explosion jedoch bereits passiert hatte. -- In den vergangenen Monaten haben Aufständische immer wieder Anschläge gegen Vertreter von Regierung und Justiz verübt. Vor zwei Wochen wurde auch Ex-Präsident Burhanuddin Rabbani Opfer eines Anschlags. (DW)

Neun Tote und viele Verletzte bei Anschlag im Irak

Sonntag, 25. September. Bei einem Anschlag im irakischen Kerbela, der heiligen Stadt der Schiiten, sind neun Menschen getötet und fast hundert weitere Menschen verletzt worden. Eine Bombe sei am Vormittag vor einem Verwaltungsgebäude in der 110 Kilometer südlich von Bagdad gelegenen Stadt explodiert, teilte die Polizei mit. Als die Rettungskräfte vor Ort eintrafen, seien drei weitere Sprengsätze detoniert. In dem Verwaltungsgebäude werden Pässe und Personalausweise ausgegeben. Nach den Anschlägen riegelte die Polizei die Zufahrten zum Stadtzentrum ab. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. Allerdings gibt es im Irak immer wieder starke Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten. In Kerbela und Umgebung gab es zuletzt mehrere Anschläge auf schiitische Pilger, für die Sunniten verantwortlich gemacht wurden. (AFP)

Afghanischer Ex-Präsident von Taliban getötet

Mittwoch, 21. September. Der frühere afghanische Präsident Burhanuddin Rabbani ist nach Informationen der britischen BBC bei einem Bombenanschlag in seiner Wohnung in Kabul getötet worden. Die afghanischen Behörden bestätigten die Ermordung des früheren Staatspräsidenten.  Der Politiker habe sich zur Zeit des Anschlags mit zwei Vertretern der Taliban getroffen, meldete die BBC. Rabbani war Chef des Hohen Friedensrates in Afghanistan, der mit den Taliban Verhandlungen führt. (RTL)

Anschläge auf schiitische Pilger in Pakistan

Dienstag, 20. September. Mindestens 26 schiitische Pilger sind am Dienstag bei einem Überfall auf ihren Bus im Südwesten Pakistans getötet worden. Ein Kleintransporter habe die Straße versperrt und eine Gruppe von mindestens acht Männern habe die Pilger zum Aussteigen gezwungen, sagte der Fahrer des Busses. Die Pilger hätten versucht zu fliehen, doch die Männer hätten das Feuer eröffnet und 26 Menschen getötet sowie sechs weitere verletzt, sagte der Fahrer. Dann seien die Schützen auf ihrem Kleintransporter davon gefahren. Die Verletzten hätten eine Stunde am Boden gelegen, bis die ersten Rettungskräfte eingetroffen seien. Kurz nach dem Anschlag auf den Bus rund 55 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Quetta eröffneten in der Stadt selbst Schützen auf einem Motorrad das Feuer auf ein mit Schiiten besetztes Fahrzeug, wie Polizeisprecher Hamid Shakil mitteilte. Dabei seien zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. (dapd)

Mindestens drei Tote bei Anschlag in Ankara

Dienstag, 20. September. Bei der Explosion einer Autobombe in der türkischen Hauptstadt Ankara sind mindestens drei Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem Terroranschlag. Das Innenministerium erklärte, Zeitpunkt und Ort der Detonation legten nahe, dass so viele Menschen wie möglich getötet werden sollten. Zu der Tat bekannte sich bisher niemand. Eine Frau wurde festgenommen. Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül reagierte bestürzt auf den Anschlag. Gül, der sich zu einem Staatsbesuch in Deutschland aufhält, sprach von Terror gegen die Zivilbevölkerung. In der Türkei haben in den letzten Jahren immer wieder rechts- und linksextreme sowie islamistische Gruppierungen Anschläge verübt. (DW)

Anschlag in Pakistan auf Polizeibeamten fordert acht Tote

Sonntag, 18 September. Bei einem Anschlag auf einen ranghohen Polizeibeamten in Pakistan sind acht Menschen ums Leben gekommen. Der Polizeibeamte, dem der Anschlag galt, blieb unverletzt. Vermutlich wären noch mehr Menschen ums Leben gekommen, hätte sich der Anschlag nur wenige Minuten später ereignet. Ein Selbstmordattentäter der pakistanischen Taliban hat sich am Montag vor dem Haus eines ranghohen Polizisten in Karachi in die Luft gesprengt und acht Menschen mit in den Tod gerissen. Die Gruppe bekannte sich zu dem Angriff. Getötet wurden bei der Explosion eines mit schätzungsweise 200 Kilogramm Sprengstoff beladenen Autos sechs Polizisten, die Aslams Haus bewachten. Hätte sich der Anschlag nur wenige Minuten später ereignet, wären vermutlich noch wesentlich mehr Menschen getötet worden. Zu dieser Zeit wären zahlreiche Kinder auf dem Weg zu mehreren Schulen in dem Viertel gewesen. Taliban-Sprecher Ahsanullah Ahsan bekannte sich zu der Tat. In einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur AP kündigte er weitere Anschläge gegen leitende Polizisten an. (Focus)

Neun Tote bei Taliban-Attacken in Kabul

Dienstag, 13. September. Bei mehreren Taliban-Attacken in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens neun Menschen getötet und rund 20 verletzt worden. Radikal-islamische Kämpfer feuerten mit Panzerfäusten und Raketen unter anderem auf die US-Botschaft und das Hauptquartier der Internationalen Schutztruppe ISAF. Auch in anderen Stadtteilen wollten die Taliban Behördenangaben zufolge zuschlagen. Sicherheitskräfte hätten aber weitere Anschläge verhindert, insgesamt seien drei mutmaßliche Selbstmordattentäter erschossen worden. Wie aus Kabul weiter berichtet wird, waren bis zum Abend Schüsse und Explosionen zu hören. Offenbar ist es den zahlreichen afghanischen und ausländischen Soldaten noch nicht gelungen, die Situation vollends unter Kontrolle zu bringen. (DW)

Tote nach Selbstmordanschlag in Afghanistan

Sonntag, 11. September. Bei einem Selbstmordanschlag der Taliban auf einen Außenposten der Internationalen Schutztruppe Isaf sind mindestens drei Afghanen getötet worden, darunter ein dreijähriges Mädchen. Außerdem wurden 25 Zivilisten und 77 amerikanische Soldaten verletzt. Keine der Verletzungen sei aber «unmittelbar lebensbedrohlich», teilte die Isaf am Sonntag mit. Zu dem Anschlag vor dem Eingang des Außenpostens in der zentralafghanischen Provinz Wardak sei es am Samstag gekommen, einen Tag vor dem Jahrestag der Terrorangriffe vom 11. September 2001. Die Bombe war nach Isaf-Angaben in einem Lastwagen versteckt, der Holz geladen hatte. Der Fahrer habe den Sprengsatz gezündet. Die Taliban hatten den USA in einer Botschaft zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 mit einem «langen Krieg» in Afghanistan gedroht. Die amerikanischen «Kriegstreiber» müssten aufhören, für ihre kolonialen Ziele das Blut der Afghanen zu vergießen, hieß es in einer am Samstag im Internet veröffentlichten Mitteilung der Aufständischen. Sonst würden die Afghanen «die Amerikaner in den Mülleimer der Geschichte schicken, wie sie andere Imperien in der Vergangenheit dorthin geschickt haben». (news.de)

Elf Tote bei Bombenanschlag auf Gericht in Neu-Delhi

Mittwoch, 07. September. Bei einem Bombenanschlag vor dem Obersten Gerichtshof in Neu-Delhi sind am Mittwoch mindestens elf Menschen getötet und 76 weitere verletzt worden. Der Sprengsatz war den Behörden zufolge in einer Aktentasche am Eingang vor dem Gebäude platziert. Die Hauptstadt sei in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Zum Zeitpunkt der Explosion hätten viele Menschen Schlange gestanden, um Einlass in das Gebäude zu erhalten. Den Behörden zufolge bekannte sich die militante Gruppe Harkat-ul-Jihad Islami zu dem Anschlag. Die Organisation soll Verbindungen zur Al-Qaida unterhalten. In einer E-Mail an die Nationale Ermittlungsbehörde habe die Gruppe gefordert, das Todesurteil gegen einen Mann aufzuheben, der 2001 an einem Anschlag auf das Parlament beteiligt gewesen sein soll. In den vergangenen Jahren hat es immer wieder Bombenanschläge in großen Städten Indiens gegeben. Für sie werden indische Mudschaheddin verantwortlich gemacht, die von islamischen Gruppen in Pakistan unterstützt werden. Diese bekämpfen die Herrschaft Indiens in einem Teil Kaschmirs. Die von Pakistan aus operierenden islamischen Extremisten hatten 2008 bei einer koordinierten Angriffsserie in Mumbai 166 Menschen getötet. (Reu)

Zehn Tote bei Anschlag in Pakistan

Mittwoch, 31. August. Bei einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag sind in Pakistan am Mittwoch zehn Menschen ums Leben gekommen. Der Anschlag ereignete sich nach Polizeiangaben während des muslimischen Ramadanfests in Quetta, der Hauptstadt der südwest-pakistanischen Provinz Belutschistan. Bis zu 20 weitere Personen seien verletzt worden. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Ein Polizeivertreter sagte Reuters, der Selbstmordattentäter habe sich offenbar mit seinem Auto in die Luft gesprengt. Ein anderer Polizist sagte, es handele sich um einen Angriff von Separatisten. Er habe sich in einem hauptsächlich von Schiiten bewohnten Bezirk der Stadt ereignet.Belutschistan ist Pakistans größte und ärmste Provinz. Sie erstreckt sich über die Grenzen zu Afghanistan und dem Iran hinaus. Militante Separatistengruppen kämpfen in der Region seit langem für mehr Autonomie und Kontrolle über Ressourcen. Einige Gruppen gelten als Unterstützer der radikal-islamischen Taliban. (Reu)

Mindestens acht Tote bei Selbstmordanschlägen in Tschetschenien

Mittwoch, 31. August. Bei drei Selbstmordanschlägen in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny haben die Attentäter mindestens acht Menschen mit in den Tod gerissen, mehr als 20 wurden verletzt. Diese Zahlen nannte ein Sprecher von Präsident Ramsan Kadyrow. Die erste Explosion ereignete sich, als Polizisten in der Nähe des Parlaments einen verdächtigen Mann überprüfen wollten. Dabei wurden zwei Beamte getötet. Nachdem Polizisten und Passanten zum Anschlagsort geeilt waren, sprengten sich zwei weitere Attentäter an derselben Stelle in die Luft. Hier starben sechs Menschen. Die Anschläge wurden während des Festes zum Ende des Fastenmonats Ramadan verübt. Es waren die blutigsten seit langem in der russischen Teilrepublik. - Beobachter sprachen von einer schweren Schlappe für den Moskau-treuen Präsidenten Kadyrow, weil es die von ihm versprochene Sicherheit vor Rebellen und Terroristen in Tschetschenien nachweislich nicht gebe. (DW)

24 Tote bei Selbstmordanschlag auf Moschee in Bagdad

Montag, 29. August . Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee in Bagdad sind mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Zudem wurden Krankenhauskreisen zufolge 30 Personen verletzt. Der Attentäter sei als Bettler verkleidet und unter dem Vorwand er sei verletzt kurz vor dem Ende der Abendgebete am Sonntag in die Moschee gegangen, wo er sich in Luft sprengte, sagte ein Augenzeuge. Unter den Opfern sei auch ein Abgeordneter, teilten die Behörden mit. Die Um al-Kura Moschee ist eines der wichtigsten Gotteshäuser der Sunniten der Stadt. In den vergangenen Jahren ist die Gewalt im Irak deutlich zurückgegangen. Allerdings kommt es dennoch fast täglich zu Angriffen durch Extremisten. (Reu)

Sieben Tote bei drei Anschlägen in Südafghanistan

Sonntag, 28. August. Bei drei Anschlägen in Südafghanistan sind mindestens sieben Menschen getötet und mehr als 40 weitere verletzt worden. Beim schwersten Anschlag in Lashkar Gah, der Provinzhauptstadt der Unruheprovinz Helmand, starben nach Polizeiangaben vier Menschen, darunter drei Kinder, als ein Selbstmordattentäter sich mit seinem Auto vor einer Bank in die Luft sprengte. Zu den Taten bekannten sich die Taliban. Bei zwei weiteren Autobombenanschlägen auf Polizeiposten in der Talibanhochburg Kandahar wurden drei weitere Zivilisten getötet und mindestens 22 verletzt. Unter den Toten war ebenfalls ein Kind, mehrere weitere Kinder wurden nach Behördenangaben verletzt. (AFP)

Explosion löst Panik unter Badegästen in Türkei aus

Sonntag, 28. August. Berichten zufolge wurden bei der Detonation eines kleinen ferngesteuerten Sprengsatzes am Strand des türkischen Badeortes Kemer etwa zehn Menschen verletzt. Unter den Badegästen brach Panik aus, wie die private Nachrichtenagentur Dogan berichtete. Der Sprengsatz war Dogan zufolge im Sand vergraben. Kemer liegt am Mittelmeer in der Provinz Antalya und ist bei Touristen aus Deutschland, den Niederlanden und Russland beliebt. Die Menschen seien vor allem von umherfliegenden Steinen verletzt worden, berichtete der Fernsehsender NTV. Das Büro des Gouverneurs von Antalya bestätigte, dass sechs Menschen bei einer "kleinen Explosion" leicht verletzt worden seien. Die Detonationsursache sei zunächst unklar. Das schwedische Außenministerium erklärte, vier Schweden seien mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Mehrere Menschen wurden von Rettungskräften wegen eines Schocks behandelt, die Polizei riegelte den Strand ab, berichtete Dogan. Bislang bekannte sich niemand zu der Tat. (BILD)

18 Tote bei Selbstmordanschlag in Algerien

Samstag, 27. August. Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Kaserne in Algerien sind 18 Menschen getötet worden. Zwei Attentäter seien mit einem Motorrad vorgefahren und hätten sich am Eingang des Militärkomplexes in Cherchell - etwa 100 Kilometer westlich der Hauptstadt Algier - in die Luft gesprengt, sagte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden. Der Anschlag habe sich am Freitagabend kurz nach dem Fastenbrechen im muslimischen Fastenmonat Ramadan ereignet. Bei den Toten handele es sich um 16 Soldaten und zwei Zivilisten, sagte ein Krankenhausmitarbeiter. Es ist einer der schwersten Anschläge in Algerien in den vergangenen Jahren. Auch wenn die Gewalt islamistischer Gruppen zuletzt abgenommen hat, verüben Anhänger der Al-Qaida im islamischen Maghreb immer wieder Anschläge in dem nordafrikanischen Land. (Reu)

Vier Tote bei Bombenanschlag auf Moschee

Freitag, 26. August. Bei einem Bombenanschlag auf eine Moschee im Nordwesten Afghanistans sind am Freitag vier Gläubige getötet und 14 weitere verletzt worden. Der Sprengsatz war an einem geparkten Motorrad befestigt, wie die Polizei mitteilte. Die Bluttat ereignete sich demnach im Bezirk Almar in der Provinz Farjab. Die Nato gab den Tod eines weiteren Soldaten bekannt. Er wurde bei einem Angriff Aufständischer am Donnerstag getötet, wie die Militärallianz am Freitag mitteilte. (RPO)

Bombenanschlag auf UN-Zentrale in Nigeria

Freitag, 26. August. Bei einem Autobombenanschlag auf das Gebäude der Vereinten Nationen in Nigeria sind am Freitag in der Hauptstadt Abuja mindestens 16 Menschen getötet worden. Die Zahl der Toten dürfte jedoch noch höher liegen, teilte das Rote Kreuz mit. Elf Menschen seien verletzt worden. Augenzeugen zufolge raste das Auto in das Bürogebäude, bevor es explodierte. In Sicherheitskreisen hieß es, wahrscheinlich stehe eine nigerianische Islamistengruppe oder Al-Qaida hinter der Tat. (Reu)

Tote bei Anschlag in Afghanistan

Montag, 22. August. Ein Bombenanschlag in der südafghanischen Provinz Helmand hat zwei Zivilpersonen das Leben gekostet. Vier weitere wurden verletzt, als ihr Fahrzeug von der Explosion eines am Straßenrand versteckten Sprengsatzes getroffen wurde, wie ein Sprecher der Provinzregierung mitteilte. Aufständische deponieren häufig Bomben an Straßen in Südafghanistan mit dem Ziel, Fahrzeuge der Regierung oder der Nato zu treffen. Häufig werden aber Zivilisten Opfer der Anschläge( Bild)

14 Tote bei Selbstmordanschlägen im Jemen

Sonntag, 21. August. Bei zwei Selbstmordanschlägen im Jemen sind mindestens 14 Menschen getötet worden. Ziel der Anschläge am Sonntag waren örtlichen Behörden zufolge Stammesvertreter, die sich der Armee im Kampf gegen die Islamisten im Süden des Landes angeschlossen hatten. Ein Attentäter sprengte sich den Angaben nach in einem Fahrzeug an einem Kontrollposten in der Region Al-Arkub in die Luft und riss dabei neun Menschen mit in den Tod. In Mudija tötete ein Attentäter drei Personen als er seinen Sprengsatz in einer Menschenansammlung zündete. Die Islamisten hatten die monatelangen Proteste der Demokratiebewegung gegen den seit 33 Jahren regierenden Präsidenten Ali Abdullah Saleh genutzt, die Kontrolle über einige Gebiete im Süden des Landes zu gewinnen. (Reu)

Al Qaida droht mit neuer Welle der Gewalt im Irak

Sonntag, 21. August. Dem Irak droht eine neue Welle der Gewalt: Der irakische Arm des Terrornetzwerks Al Qaida will mit einer Serie von "100 Anschlägen" den Tod von Osama bin Laden rächen. Die Ausführung des Plans habe bereits Mitte August begonnen, erklärte der Al-Qaida-Ableger Islamischer Staat im Irak. Bei der Aktion "Rache für Osama bin Laden und andere Führer" seien "Überfälle, Märtyreroperationen, Bomben auf Straßen, Angriffe mit schallgedämpften Pistolen und Heckenschützen in allen Städten, ländlichen Gebieten und Provinzen" geplant, hieß es in einer Erklärung des Islamischen Staats auf der Dschihadisten-Website Honein. Al-Qaida-Chef Bin Laden war Anfang Mai von einer US-Spezialeinheit in der pakistanischen Stadt Abbottabad getötet worden. Mit der Umsetzung des Plans sei "zur Mitte" des Fastenmonats Ramadan begonnen worden, hieß es in der Erklärung - offenbar eine Anspielung auf die blutige Anschlagsserie, die den Irak am 15. August erschüttert hatte. Am tödlichsten Tag im Irak seit mehr als einem Jahr waren 74 Menschen durch Selbstmordanschläge, Bombenattentate und Schießereien in insgesamt 18 Städten des Landes getötet worden. Mehr als 300 weitere wurden verletzt. Laut irakischem Innenministerium tauchten nun in Bagdad Flugblätter auf, in denen Freiwillige aufgefordert wurden, sich dem Islamischen Staat anzuschließen und gegen die US-Soldaten im Land zu kämpfen. (AFP)

Blutiger Selbstmordanschlag in pakistanischer Moschee

Freitag, 19. August. Mitten im islamischen Fastenmonat Ramadan hat ein Selbstmordattentäter in einer Moschee im Nordwesten Pakistans mehr als 40 Menschen mit in den Tod gerissen. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden zudem über 100 Personen in der Stadt Jamrud nahe Peschawar verletzt, als sich der Attentäter unmittelbar nach dem Freitagsgebet im Hauptsaal des Gebäudes in die Luft sprengte. In der Region kämpfen die radikalislamischen Taliban sowie das Terrornetzwerk El Kaida gegen die pakistanische Armee. In den vergangenen Monaten hatten die beiden Gruppen ihre Anschläge als Racheakte für den Tod von El-Kaida-Chef Osama bin Laden bezeichnet. Dieser war im Mai durch ein US-Spezialkommando in Pakistan getötet worden. (DW)

Selbstmordkommando greift britisches Kulturinstitut in Kabul an

Freitag, 19. August. Ein Selbstmordkommando der Taliban ist in der afghanischen Hauptstadt Kabul in das britische Kulturinstitut eingedrungen und hat dort zahlreiche Menschen getötet. Nach Angaben des Innenministeriums starben mindestens acht Menschen. Die Gefechte dauern immer noch an. Mindestens ein Aufständischer hat sich nach Angaben des Innenministeriums auf dem Gelände des Kulturinstituts in der Innenstadt verschanzt. Wie es heißt, hatte sich einer der Angreifer in seinem mit Sprengstoff beladenen Wagen vor dem Tor des British Council in die Luft gesprengt. Damit verschaffte er seinen Mitkämpfern Zugang zu dem Gebäude, das durch meterhohe Mauern gesichert ist. Der Anschlag ereignete sich am afghanischen Unabhängigkeitstag. Afghanistan hatte sich vor genau 92 Jahren von Großbritannien für unabhängig erklärt. (DW)

Zwei Tote bei Anschlag auf US-Stützpunkt in Afghanistan

Donnerstag, 18. August. Bei einem Selbstmordanschlag auf einen unter US-Kommando stehenden Militärstützpunkt im Osten Afghanistans sind am Donnerstag zwei afghanische Wachleute getötet worden. Der Attentäter sprengte sich vor dem Eingang des schwer bewachten Stützpunkts in Gardes in der Provinz Paktia mit einem Fahrzeug in die Luft, wie der Polizeichef der Provinz, Abdul Ghafar Sapai, sagte. Die erste Absperrung war nach Polizeiangaben mehr als hundert Meter vom eigentlich Eingang zu dem Stützpunkt entfernt, wo als Teil eines sogenannten Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) auch US-Soldaten stationiert sind. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Talibansprecher Sabihullah Mudschahed sagte, ein Selbstmordattentäter habe den Stützpunkt in Gardes mit einem mit Sprengstoff beladenen Auto angegriffen und mehrere Soldaten getötet. (Focus)

Doppelanschlag im Westen Afghanistans

Donnerstag, 18. August. Bei einem Doppelanschlag in der Provinz Herat im Westen Afghanistans sind mindestens 23 Zivilisten getötet worden. Im Distrikt Obay seien alle Insassen eines Minibusses durch eine Bombe am Straßenrand ums Leben gekommen, berichtete die Provinzverwaltung. Fast zeitgleich sei ein Lkw in eine Sprengfalle geraten. - Bei einem Selbstmordanschlag auf einen unter US-Kommando stehenden Militärstützpunkt im Osten des Landes wurden zwei afghanische Wachmänner getötet. Der Attentäter sprengte sich vor dem Eingang des schwer bewachten Gebäudekomplexes in Gardes in der Provinz Paktia in seinem Fahrzeug in die Luft. (DW)

Mindestens 34 Tote bei Bombenanschlag im Irak

Montag, 15. August. Bei der Explosion von zwei Bomben in der irakischen Stadt Kut sind nach Angaben von Ärzten mindestens 34 Menschen getötet worden. Bei dem Anschlag seien 60 weitere Menschen verletzt worden, sagte ein Krankenhausarzt am Montag. Unter den Todesopfern seien auch Frauen und Kinder. Nach Angaben der Polizei ereigneten sich die Explosionen gegen 08.00 Uhr Ortszeit an einem von vielen Menschen besuchten Ort im Stadtzentrum. Die erste Bombe sei in einem Gefrierschrank detoniert, der zum Kühlen von Getränken genutzt worden sei, sagte ein Polizeisprecher der Provinz Wasit, Dhurgam Mohammed Hassan. Als sich anschließend Rettungskräfte und andere Personen versammelt hätten, sei eine Autobombe explodiert. Auch in der Stadt Tikrit kam es zu einem gewaltsamen Zwischenfall. Dort scheiterten zwei Selbstmordattentäter mit dem Versuch, Insassen eines Gefängnisses freizubomben. Bei dem Angriff auf das Gefängnis wurden nach offiziellen Angaben mindestens zwei Polizisten getötet und sechs verletzt. In dem Gefängnis sitzen mehr als Hundert Al-Qaida-Kämpfer ein. (RPO)

Mehr als 20 Tote bei Taliban-Angriff in Afghanistan

Sonntag, 14. August. Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Regierungsgebäude in der ostafghanischen Provinz Parwan sind mindestens 22 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Angreifer der radikal-islamischen Taliban stürmten nach Polizeiangaben den Amtssitz des Provinz-gouverneurs in Tscharikar, wo zu dem Zeitpunkt eine Sicherheitssitzung mit Vertretern des afghanischen Geheimdienstes und des US-Militärs stattfand. Zunächst habe sich ein Selbstmordattentäter vor dem Eingang des Gebäudes in einem mit Sprengstoff beladenen Auto in die Luft gesprengt, hieß es. Dann seien weitere Kämpfer in das Innere des Komplexes eingedrungen, sie seien aber nicht bis zu dem Sitzungssaal gelangt. Afghanistans Präsident Hamid Karsai verurteilte den Anschlag in Tscharikar, das nordwestlich der Hauptstadt Kabul liegt. Die Taliban hatten in den vergangenen Monaten wiederholt Angriffe auf politische Würdenträger in Afghanistan verübt. (DW)

Zahlreiche Verletzte bei Anschlag in Algerien

Sonntag, 14. August. Extremisten haben bei einem Selbstmordanschlag in Algerien mindestens 33 Menschen verletzt. Der Anschlag ereignete sich nach Informationen der Zeitung „El Watan“ gestern vor einem Polizeikommissariat im Zentrum der Stadt Tizi Ouzou, rund 110 Kilometer östlich der Hauptstadt Algier. Unter den Verletzten befinden sich nach den ersten Erkenntnissen neben elf örtlichen Polizisten auch vier Chinesen. Seit einiger Zeit häufen sich wieder blutige Anschläge im größten nordafrikanischen Land. Der seit 1999 amtierende Staatschef Abdelaziz Bouteflika gilt durch anhaltende politische und soziale Proteste als stark geschwächt. Algerien ist das Stammland der Terrororganisation Al-Kaida im islamischen Maghreb. Sie ging aus der größten algerischen Terrorvereinigung hervor, der Salafistischen Gruppe für Predigt und Kampf (GSPC).

Fünf Familienmitglieder in Afghanistan getötet

Samstag, 13. August. In der Unruheprovinz Helmand im Süden Afghanistans sind fünf Mitglieder einer Familie durch eine am Straßenrand versteckte Bombe getötet worden. Der Sprengsatz sei explodiert, als die Familie mit ihrem Fahrzeug vorbeigefahren sei, teilte ein Sprecher der Provinzregierung mit. Er machte die radikal-islamischen Taliban für den Anschlag verantwortlich. In der zentral-afghanischen Provinz Wardak fanden Sicherheitskräfte die Leichen von fünf Polizisten und drei Geheimagenten, die vor zwei Tagen von den Taliban entführt worden waren. (DW)

Acht Tote bei Anschlägen im Nordwesten Pakistans

Donnerstag, 11. August. Bei einem Bombenanschlag im Nordwesten Pakistans sind fünf Polizisten und ein Kind getötet worden. Nach Angaben der Behörden war in der Provinzhauptstadt Peshawar ein am Straßenrand deponierter Sprengsatz explodiert, als ein Mannschaftswagen der Polizei vorbeifuhr. Kurz darauf sprengte sich in unmittelbarer Nähe eine Selbstmordattentäterin in die Luft und riss eine mutmaßliche Komplizin mit den Tod. Bei den beiden Anschlägen wurden insgesamt mehr als 30 Menschen verletzt, darunter viele Polizisten. Die Region gilt als Hochburg radikal-islamischer Extremisten. (DW)

Geheimdienstler in Afghanistan durch Bombe getötet

Donnerstag, 04.08. In der nordafghanischen Provinz Kundus ist am Donnerstag ein Mitarbeiter des regionalen Geheimdienstes durch einen Bombenanschlag getötet worden. Der Sprengsatz sei in seinem Auto angebracht gewesen und habe zudem drei Kinder verletzt, sagte ein Sprecher der Polizei. In der Provinz Kundus befindet sich ein großes Lager der Bundeswehr. In den vergangenen Monaten hat sich die Sicherheitslage sowohl im Süden als auch im Norden des Lands verschlechtert. Vor allem im Süden gab es zahlreiche Anschläge. Auch im Norden nahm die Gewalt im Vorfeld der Übergabe der Sicherheitsverantwortung von der internationalen Isaf-Truppe zu den afghanischen Streitkräften zu. (Reu)

Blutiger Taliban-Überfall auf Gästehaus in Kundus

Dienstag, 02.08. Bei einem Anschlag auf ein von Ausländern besuchtes kleines Hotel in Kundus in Nordafghanistan sind nach Behördenangaben mindestens vier Wachmänner getötet worden. Zehn Menschen, darunter ein Polizist, wurden verletzt. In dem Hotel stiegen einem Polizeisprecher zufolge häufig deutsche Mitarbeiter von Hilfsorganisationen ab. Die ausländischen Hotelgäste, deren Nationalität zunächst nicht bekannt war, konnten sich nach Angaben eines Sprechers der Provinzverwaltung durch den Hinterausgang in Sicherheit bringen. Wie er berichtete, sprengte sich kurz nach Tagesanbruch ein Selbstmordattentäter mit einer Autobombe vor dem zweigeschossigen Gebäude in die Luft. Zwei weitere Angreifer seien nach drinnen gestürmt und hätten der Polizei eine zweistündige Schießerei geliefert.  Die Taliban erklärten sich für den Anschlag verantwortlich. Sie hätten eine „deutsche Geheimdienstzentrale und Sicherheitsfirma“ angegriffen, schrieb ihr Sprecher Sabiullah Mudschahid in einer Textmitteilung. Das Gästehaus brannte ab, auch mehrere Nachbarhäuser wurden beschädigt. Hinter der Polizeiabsperrung sah man Flammen an einer Außenwand emporschlagen. Zerfetzte Körperteile lagen auf der Straße. Anwohner schilderten eine gewaltige Detonation, die die ganze Stadt erschüttert habe. (WO)