Die Antiislamistische Wochenschau

                            WELTWEIT!    Die wichtigsten Meldungen der Woche im Überblick!    ULTIMATIV!

ARCHIV

Islamisten

Afghanischer Friedensvermittler in Kabul erschossen

Sonntag, 13. Mai. Der Friedensprozess in Afghanistan hat einen weiteren Rückschlag erlitten: Ein hochrangiges Mitglied des Friedensrats von Präsident Hamid Karsai ist am Sonntag in der Hauptstadt Kabul erschossen worden. Maulwi Arsala Rahmani sei mit dem Auto in einen Stau geraten und jemand aus einem anderen Fahrzeug habe das Feuer auf ihn eröffnet, teilte die Polizei mit. Rahmani war den Angaben nach auf dem Weg zu einem Treffen mit Abgeordneten im gut gesicherten Diplomatenviertel von Kabul. Der frühere Politiker der radikal-islamischen Taliban sollte den Friedensdialog mit der Gruppierung vorantreiben. Rahmani hatte Reuters zu Beginn des Jahres gesagt, er sei optimistisch, dass die geheimen Friedensgespräche mit den Taliban gute Aussichten auf Erfolg hätten. (Reu)

 Gewalt an Infostand von Salafisten in Berlin

Sonntag, 13. Mai. Bei einem Gerangel an einem Informationsstand von Salafisten auf dem Potsdamer Platz in Berlin sind am Wochenende drei Polizisten verletzt worden. Die rund 50 Salafisten hätten Korane verteilen wollen, zeigten Fahnen und skandierten Sprecherchöre, wie ein Polizeisprecher sagte. Ihnen standen rund 20 Demonstranten zweier Gegenkundgebungen gegenüber. Übergriffe der Salafisten auf Teilnehmer der Gegenkundgebungen habe die Polizei nur mit körperlicher Gewalt und Pfefferspray verhindern können. Dabei seien drei Beamte und einer der Salafisten verletzt worden. Die Polizei nahm vier Männer im Alter von 19 bis 33 Jahren vorübergehend fest, so der Sprecher. (AFP)

Die CIA vereitelt Flugzeugattentat

Mittwoch, 09. Mai. Die USA haben im Nahen Osten einen geplanten Bombenanschlag auf ein amerikanisches Passagierflugzeug vereitelt. Der ausgeklügelte Sprengkörper soll aus Jemen stammen und durch konventionelle Metalldetektoren nicht erkennbar sein. In der Darstellung verschiedener Medien, die sich auf anonyme hohe Beamte beriefen, hatte es zuvor geheißen, ein sehr ausgeklügelter Sprengkörper aus Jemen, der einem berüchtigten Bombenbauer der Qaida auf der arabischen Halbinsel zugerechnet werde, sei abgefangen und sichergestellt worden. Man habe eingegriffen, als die Bombe aus Jemen weggebracht und für den Einsatz eines Selbstmordattentäters bereit gemacht worden sei. Dieser hätte die Höllenmaschine unter seinen Kleidern verbergen und ein Flugzeug in die USA besteigen sollen. Doch der Mann und die Bombe waren im Nahen Osten, aber außerhalb Jemens abgefangen worden, bevor sie einen Flughafen erreichten. Amerikanische Stellen versicherten, es habe nie eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestanden. (NZZ-Online)

Friedrich will härter gegen Salafisten vorgehen

Mittwoch, 09. Mai. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich prüft nach den Attacken von Salafisten auf Polizisten in Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit von Vereinsverboten und Ausweisungen krimineller Salafisten. "Wir werden alle Möglichkeiten des Rechtsstaates nutzen, um gegen sie auch vorzugehen, da wo sie gegen unseren Rechtsstaat, gegen unsere verfasste Ordnung kämpfen", sagte der Minister am Mittwoch dem Sender n-tv. Die islamistische Gruppierung stelle eine Bedrohung für die demokratische Grundordnung dar. "Ohne Frage haben die Salafisten eine ideologische Nähe zu Al-Qaida", sagte der CSU-Politiker der "Rheinischen Post". Der Salafismus ist eine fundamentalistische Glaubensform des Islam, die das staatliche, gesellschaftliche und persönliche Leben allein nach den Prinzipien des Korans und den vermeintlichen Vorstellungen der islamischen Frühzeit ausrichten will. Am Samstag war es in Bonn am Rande einer "Pro NRW"-Kundgebungen zu schweren Ausschreitungen gekommen. Mehrere hundert Salafisten gingen auf deutlich weniger "Pro-NRW"-Anhänger los, die mit Mohammed-Karikaturen demonstrierten und geschützt werden mussten. Dabei wurden 29 Beamte verletzt, darunter zwei durch Messerstiche schwer. Die Polizei nahm insgesamt über Hundert Salafisten vorübergehend fest, die unter anderem mit Steinen geworfen hatten. Die Regierung werde jede Möglichkeit prüfen, Vereine der Salafisten zu verbieten.  (Reu)

Islamist war beim NRW-Verfassungsschutz

Dienstag, 08. Mai. Ein wegen islamistischer Gesinnung vom Polizeidienst suspendierter Kommissar soll für den nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz gearbeitet haben. Der Salafist Ali K. habe im Jahr 2009 rund sechs Monate lang beim "mobilen Observationskommando" der Verfassungsschützer gearbeitet, berichtet die in Essen erscheinende "Westdeutsche Allgemeine Zeitung". Seine Aufgabe sei es gewesen, Extremisten auszuspähen. Der Beamte, der in Essen Streife fuhr, habe privat Infostände angemeldet, an denen islamistisches Material verbreitet worden sei, berichtet das Blatt weiter. Er habe Kontakte zu salafistischen Hasspredigern eingeräumt, die zur Gewalt gegen Ungläubige aufrufen. Gegen Ali K. läuft ein Disziplinarverfahren. In Nordrhein-Westfalen war es in den vergangenen Wochen mehrfach zu Ausschreitungen zwischen militanten Salafisten bei Demonstrationen gegen Mohammed-Karikaturen der Pro-NRW-Bewegung gekommen. Bei einer Demonstration in Bonn wurden am Sonntag 29 Polizisten verletzt, teils durch Messerstiche. (WO)

Kirche bei Protesten in Nigeria niedergebrannt

Montag, 07. Mai. Fünf Tage nach einem blutigen Angriff auf einen Viehmarkt der nordostnigerianischen Stadt Potiskum ist es bei einer Protestkundgebung zu Ausschreitungen gekommen. Radikale Grüppchen brannten nach Polizeiangaben am Montag eine Kirche und mehrere Klassenräume einer Grundschule nieder, eine Gruppe Jugendlicher griff aus Wut über die Tatenlosigkeit der Soldaten Kontrollposten der Armee an. Drei Verdächtige wurden festgenommen. An der Kundgebung beteiligten sich laut einem AFP-Korrespondenten über tausend Menschen, verletzt wurde demnach niemand. (WO)

Islamisten töten mindestens 32 Soldaten im Jemen

Montag, 07. Mai. Bei einem Angriff von Islamisten auf einen Militärposten im Jemen sind nach Angaben der Armee mindestens 32 Soldaten getötet worden. Der Angriff habe am Montag nahe Sindschibar stattgefunden, der Hauptstadt der Provinz Abjan im Süden des Landes. Ein Sprecher der mit al-Qaida verbündeten Gruppe Ansar al-Scharia sprach von 28 gefangenen Soldaten und einem Panzer, der erbeutet worden sei. Stunden zuvor waren im Jemen zwei Männer bei einem Raketenangriff ums Leben gekommen, der vermutlich von US-Drohnen ausging. Dabei wurde nach Angaben der jemenitischen Regierung und von Islamisten der hochrangige Kämpfer Fahd al-Kasaa getötet, der in dem Bombenangriff auf das US-Kriegsschiff „Cole” im Jahr 2000 verwickelt war. (Bild)

Islamist will deutsche Gefangene freipressen

Mittwoch, 04. April. Auf einer islamistischen Webseite findet sich laut der Nachrichtenagentur AFP seit Mittwoch eine Drohung mit Anschlägen "im Herzen von Berlin". Die Homepage Shumukh al-Islam veröffentlichte eine Erklärung, in der Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert wird, die Freilassung der moslemischen Gefangenen Seif Allah al-Ansari zu bewirken. Die Regierungschefin solle aus den Anschlägen des Serienattentäters Mohamed Merah in Frankreich "lernen", heißt es. al-Ansari ist die zum Islam konvertierte Filiz Gelowicz, die Ehefrau des verurteilten Mitglieds der Sauerland-Gruppe, Fritz Gelowicz, der wegen Planung eines Bombenanschlags eine zwölfjährige Freiheitsstrafe absitzt. Seine Frau wurde im März 2011 zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt, die sie in Schwäbisch Gmünd absitzt. Ihr Name wurde bereits mehrfach bei ähnlichen Aktionen genannt, zuletzt erst Anfang des Jahres im Zusammenhang mit der Entführung eines deutschen Ingenieurs in Nigeria.  Im Sommer vergangenen Jahres kursierten in einem einschlägigen Dschihadisten-Forum im Internet Berichte über angeblich erniedrigende Erfahrungen, die Filiz Gelowicz in deutschen Gefängnissen gemacht haben soll. Aufgebrachte Kommentatoren ergingen sich daraufhin in Racheandrohungen gegen deutsche Politiker. Zudem wurden Moslems in ganz Europa dazu aufgerufen, Anschläge zu begehen. Berlin und Hamburg wurden als mögliche Zielorte genannt. (SpOn)

 Islamisten töten mehrere Soldaten im Jemen

Sonntag, 01. April. Wieder sind im Jemen mehr als zwei Dutzend Soldaten getötet worden. Eine Extremistengruppe bekannte sich zu den Attacken, die den neuen Präsidenten dazu bringen sollen, seinen Kampf gegen Al-Qaida zu beenden. Im Jemen haben Extremisten am Wochenende offiziellen Angaben zufolge mindestens 27 Soldaten getötet. Bei einem Angriff auf einen Stützpunkt der jemenitischen Armee im Süden des Landes kamen am Sonntag sieben Militär-Angehörige ums Leben, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Bereits am Samstag waren hochrangigen Armee-Vertretern zufolge mindestens 20 Soldaten bei Gefechten in der Region getötet worden, die zu Teilen von der Al-Qaida nahestehenden Extremistengruppe Ansar al-Scharia kontrolliert wird. Sie bekannte sich zu dem Angriff am Samstag und sprach von 30 getöteten Soldaten. Aus Sicherheitskreisen verlautete, auch die Attacke vom Sonntag trage die Handschrift Al-Qaidas. (rtr/dpa)

Polizei nimmt mutmaßliche Islamisten in Frankreich fest

Freitag, 30. März. Die französische Polizei hat bei Razzien gegen mutmaßliche Islamisten am Freitag 19 Verdächtige festgenommen. Die Festnahmen stünden nicht in direktem Zusammenhang zu den jüngsten Anschlägen eines Extremisten aus Toulouse, verlautete aus Polizeikreisen. Die Durchsuchungen, bei denen auch Waffen wie Kalaschnikow-Gewehre beschlagnahmt wurden, hätten in mehreren Städten stattgefunden, darunter auch in Toulouse. Weitere Einsätze des Sondereinsatzkommandos Raid und der Anti-Terrorspezialisten gab es demnach in Nantes, im Großraum Paris und im Südosten des Landes. Die Mordserie, der auch ein Rabbiner, drei Kinder und drei französische Soldaten zum Opfer fielen, hatte das Thema innere Sicherheit in den Fokus des Wahlkampfs gerückt. In Umfragen konnte Sarkozy seinen Rückstand zu seinem stärksten Herausforderer, dem Sozialisten Francois Hollande, verkürzen. Aus Polizeikreisen verlautete, einige der am Freitag Festgenommenen würden der Islamisten-Gruppe Forsane Alizza zugerechnet, die kürzlich verboten wurde. (Reu)

Islamistischer Serienmörder von Toulouse stirbt bei Polizeieinsatz

 Donnerstag, 22. März. Der mutmaßliche islamistische Serienmörder Mohamed Merah ist tot. Bei der Erstürmung der Wohnung des 23-Jährigen nach mehr als 30 Stunden Belagerung lieferte sich dieser mit französischen Elitepolizisten ein heftiges Feuergefecht und sprang dann aus dem ersten Stock und wurde dabei in den Kopf geschossen. 32 Stunden hielt sich der Franzose algerischer Abstammung, der nach eigenem Bekunden dem Terrornetzwerk Al-Qaida angehörte und mit der Tötung von sieben Menschen prahlte, in der Wohnung im Viertel Côte Pavée im Osten von Toulouse verschanzt. Merah hat bei einem Anschlag auf eine jüdische Schule in Toulouse drei Kinder und einen Rabbiner erschossen. Auch für den Tod von drei Fallschirmjägern in diesem Monat soll er verantwortlich sein. Der Marokkaner hatte erklärt, mit den Taten "Frankreich in die Knie" zwingen zu wollen. Er hatte sich seit Mittwochmorgen 03.10 Uhr in der Wohnung verschanzt gehalten. Am Donnerstag gegen 11.30 Uhr waren fünf Minuten lang Schüsse und Explosionen aus dem Gebäude zu hören gewesen. Der Islamist hatte den Verhandlungsspezialisten von RAID gesagt, dass er am Montag vor der jüdischen Schule in Toulouse einen Rabbi und drei Kinder und zuvor drei französische Fallschirmjäger getötet habe, um den Tod palästinensischer Kinder zu rächen und gegen Frankreichs militärisches Engagement in Afghanistan sowie das im vergangenen Jahr in Frankreich verhängte Burka-Verbot zu protestieren. (RPO)

Saudischer Großmufti ruft zur Zerstörung aller Kirchen in der Region auf

Freitag, 16. März. Laut mehreren arabischen Medien erklärte am vergangenen Montag Scheich Abdul Aziz bin Abdullah, der Großmufti von Saudi-Arabien, es sei "notwendig, alle Kirchen der Region zu zerstören." Der Großmufti antwortete mit diesem Aufruf auf eine Frage einer Delegation aus Kuwait: ein kuwaitisches Parlaments-Mitglied rief vor kurzem zur "Entfernung" aller Kirchen (später klärte er, er habe nur gemeint, dass keine neuen Kirchen in Kuwait mehr gebaut werden sollten) auf. Die Delegation wollte die Position der Scharia in Bezug auf Kirchen bestätigen. Daraufhin betonte der Großmufti, dass Kuwait ein Teil der arabischen Halbinsel ist, und es deshalb notwendig sei, alle Kirchen dort zu zerstören. Wie andere Großmuftis vor ihm, begründete er das damit, dass ja der Prophet auf seinem Sterbebett erklärte, dass es nicht zwei Religionen auf der arabischen Halbinsel geben könne. (IBTimes)

Bonner Islamist ruft zu Anschlägen in Deutschland auf

Montag, 12. März. Ein Bonner Islamist hat in einer Videobotschaft aus den Bergen Pakistans zu Anschlägen in Deutschland aufgerufen. Das berichtet die Zeitung die Welt. Der gebürtige Bonner habe als lohnenswerte Anschläge Diskotheken, Restaurants und Einkaufszentren genannt, berichtet die Zeitung, der das Video nach eigenen Angaben vorliegt. Yassin C. lebt seit einigen Jahren im Grenzgebeit zwischen Afghanistan und Pakistan und ist Mitglied der "Islamistischen Bewegung Usbekistans". Laut Zeitung haben deutsche Sicherheitsbehörden die Existenz der Videobotschaft bestätigt. Sie werde jetzt analysiert und sehr ernst genommen. (RB)

Bereits 29 Tote nach Koran-Verbrennung

Montag, 27. Februar. Nach der Ermordung von zwei US-Militärberatern im Kabuler Innenministerium hat die NATO sämtliche Mitarbeiter aus afghanischen Ministerien abgezogen, will aber an der Partnerschaft festhalten. Die Ermordung der US-Militärberater stand offenbar im Zusammenhang mit der Verbrennung von Koran-Exemplaren auf der US-Militärbasis Baghram bei Kabul vor wenigen Tagen. Die radikalislamischen Taliban hatten die Afghanen dazu aufgerufen, zur Vergeltung ausländische Soldaten zu töten. Verdächtig soll der Polizist Abdul Sabur sein, der seit 2007 für das Ministerium gearbeitet hat. Die Taliban erklärten den Mann zum Helden. Der afghanische Präsident Hamid Karzai rief seine Landsleute am Sonntag zur Ruhe auf. Bei den Protesten habe es bereits 29 Tote und rund 200 Verletzte gegeben, beklagte er in einer Fernsehansprache. US-Präsident Barack Obama hatte sich für die Verbrennung der heiligen Schrift des Islam entschuldigt. (nachrichten.at)

Anschlagsplan auf Putin vereitelt

Montag, 27. Februar. Kurz vor der Präsidentenwahl in Russland sind einem staatlichen Fernsehsender zufolge Pläne für einen Anschlag auf Ministerpräsident Wladimir Putin vereitelt worden. Der Erste Kanal berichtete am Montag, ukrainische Spezialkräfte hätten in Odessa am Schwarzen Meer nach einer Explosion in einer gemieteten Wohnung zwei Verdächtige festgenommen. Sie seien für eine extremistische Gruppe tätig gewesen, die die Errichtung eines islamischen Staats im russischen Nord-Kaukasus fordert. Die beiden Männer hätten geplant nach Moskau zu reisen, um Putin nach der Präsidentenwahl zu töten. Putin geht als Favorit in die Wahl am Sonntag. Bei der Explosion im ukrainischen Odessa sei ein Mensch ums Leben gekommen, berichtete der Sender weiter. Die ukrainischen Sicherheitskräfte seien vom russischen Geheimdienst FSB über die Verdächtigen informiert worden. Sie seien bereits zu Beginn des Jahres festgenommen worden. Die russische Nachrichtenagentur Interfax meldete, Putins Sprecher Dmitri Peskow habe sich zu dem Bericht nicht äußern wollen. (Reu)

Heimliche Gespräche zwischen Kabul, USA und Taliban

Donnerstag, 16. Februar. Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat bestätigt, dass zwischen den Regierungen der USA und Afghanistans sowie den Taliban geheime Gespräche zustande gekommen sind. Die meisten Taliban seien "garantiert" an einer friedlichen Beilegung des Konflikts in Afghanistan interessiert, sagte Karsai laut einer Mitteilung dem "Wall Street Journal". Die Regierung in Kabul hatte protestiert, als Washington separat Kontakte zu den Taliban aufbaute, um den seit zehn Jahren bestehenden Konflikt beizulegen. Die Menschen in Afghanistan einschließlich der Taliban wollten Frieden, sagte Karsai. Es habe zwischen den drei Parteien "Kontakte" gegeben, bestätigte der afghanische Präsident. Seit ihrem Sturz Ende 2001 kämpfen die Taliban gegen die afghanische Regierung und die ausländischen Truppen im Land. Karsai versuchte seit Jahren vergeblich, sie an den Verhandlungstisch zu bekommen. (AFP)

Zehnjährige Afghanen bereiteten Anschlag vor

 Dienstag, 14. Februar. Zwei zehnjährige Jungen sind in Afghanistan bereits zum zweiten Mal auf einer Mission als Selbstmordattentäter gefasst worden. Eines der beiden Kinder sei im vergangenen Jahr nach einem gescheiterten Attentat von Präsident Hamid Karsai begnadigt worden, sagte ein Sprecher Karsais. Die Jungen waren nach Angaben des Geheimdienstes NDS vergangene Woche in der südafghanischen Stadt Kandahar festgenommen worden, als sie einen Selbstmordanschlag vorbereiteten. (RPO)

Anschläge auf israelische Diplomaten in Delhi und Tiflis

 Montag, 13. Februar. In Neu-Delhi wurden nach Angaben des indischen Innenministeriums vier Menschen verletzt, darunter die Frau des Militärattaches und ihr Fahrer. In Tiflis konnte die georgische Polizei den Sprengkörper rechtzeitig entschärfen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beschuldigte den Iran und die radikal-islamische Hisbollah, hinter den Anschlägen zu stecken. Die Führung in Teheran wies die Vorwürfe zurück. Bei den Taten handelt es sich möglicherweise um Vergeltungsaktionen für das Israel angelastete Bombenattentat auf den Militärchef der Hisbollah vor vier Jahren in Damaskus. Ziel der beiden Anschläge waren nach Angaben des israelischen Außenministeriums Autos mit Diplomatenkennzeichen. (Reu)

al-Qaida bestärkt Syrer im Kampf gegen Assad

Sonntag, 12. Februar.Der Chef des Terrornetzwerkes al-Qaida, al Sawahiri, hat sich zu Syrien geäußert.   al Sawahiri, der dem vergangenen Mai getöteten Osama bin Laden nachfolgte, hat den bewaffneten Kampf gegen das syrische Regime auch als eine Schlacht gegen die USA und Israel bezeichnet: "Amerika, das während seiner ganzen Herrschaft mit Bashar al Assad kooperierte, behauptet heute, da Assad durch eure Kraft am Boden ist, an Eurer Seite zu stehen. Washington will Assad, der die Grenzen Israels immer geschützt hat, ersetzen - durch ein Regime, das eure Revolution und den Dschihad verkauft, und Amerika treu ist." (Tagessschau)

Verfassungsschutz warnt vor „Online-Dschihad“

Samstag, 11. Februar. Radikal islamistisches Gedankengut kommt inzwischen oft eher vom PC als vom Prediger, meint der Verfassungsschutz. Terroristen werben demnach im Internet um Attentäter – und wollen das Netz als Waffe missbrauchen. Nach der Verurteilung des islamistischen Attentäters Arid Uka wegen zweifachen Mordes an US-Soldaten hat der Verfassungsschutz vor einer zunehmenden Radikalisierung durch das Internet gewarnt. Uka sei „ein typischer Fall für eine Selbstradikalisierung durch das Internet“, sagte Alexander Eisvogel, Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Man könne heute bereits von einem „Online-Dschihad“ – einem „Heiligen Krieg“ via Internet – sprechen, sagte Eisvogel.  Auch das Terrornetzwerk Al-Qaida werbe im Internet dafür, dass Einzeltäter im Westen Anschläge verüben sollten. Zudem gebe es Hinweise darauf, dass in der islamistischen Szene „Aktivisten darüber nachdenken, das Internet als Waffe zu nutzen, also eine Art von Cyber-Dschihad zu praktizieren“, sagte der Verfassungsschützer. IT-Experten hatten in diesem Zusammenhang auch schon von einer „Cyber-Apo“ gesprochen. (kjo/dpa)

Islamisten fordern Scharia auf den Malediven

Donnerstag, 09. Februar. Nach dem Rücktritt des demokratisch gewählten Präsidenten Mohamed Nasheed fordern die revolutionären Islamisten nun die Einführung der Scharia auf dem Archipel. Abseits der weißen Traumstrände stehen die Malediven seit Jahren in einem erbitterten Ringen um die Vorherrschaft des Islam. Nach langem Machtkampf zwischen Fundamentalisten und Gemäßigten rund um den ersten frei gewählten Präsidenten des Landes, Mohamed Nasheed, musste dieser am Dienstag zurücktreten. Immer wieder hatten in den vergangenen Monaten Tausende gegen die Regierung protestiert, der sie eine Kampagne gegen den Islam vorwarfen. Das Archipel im Indischen Ozean verbietet seinen 300.000 Einwohnern, andere Religionen als den Islam auszuüben. Steinigungen oder Exekutionen werden zwar nicht durchgeführt, immer wieder war aber internationale Kritik an harten Strafen wie dem öffentlichen Auspeitschen von Frauen aufgekommen. Während in den exklusiven Strandressorts Urlauber nach wie vor ihre Cocktails schlürften, forderten die Fundamentalisten immer vehementer, den Verkauf von Alkohol auf den Inseln zu verbieten, als Massagesalons getarnte Bordelle zu schließen und die Scharia einzuführen.  Der Präsident war aber auch mit harter Hand gegen seine Kritiker vorgegangen. Mit der Festnahme von Oppositionsführer Mohamed Jameel Ahmed und eines hochrangigen Richters, der dessen Freilassung anordnete, eskalierten die seit langem anhaltenden Proteste im Januar. Ahmed hatte Nasheed vorgeworfen, mit Hilfe von Christen und Juden die Position des Islam als Staatsreligion zu untergraben. (dapd)

56jähriger Journalist an Moschee angegriffen

 Montag, 06. Februar. Auf der Konrad-Adenauer-Straße gegenüber der Millatu Ibrahim Moschee in Solingen ist es am Samstag zu einem Zwischenfall gekommen: Ein 56 Jahre alter Journalist wurde gegen 8.50 Uhr von zwei Unbekannten angegriffen. Der 56Jährige saß in seinem Pkw und fotografierte, als die beiden Personen an das Fahrerfenster traten und ihn ansprachen. Durch das geöffnete Fenster hätte einer der beiden Männer in den Fahrerraum gegriffen und dem Fotografen die Brille entrissen, die er um den Hals gehängt getragen habe. Eine Strafanzeige wurde aufgenommen, die Ermittlungen dauern an. Bereits in der vergangenen Woche war die Situation rund um die Millatu Ibrahim Moschee erstmals eskaliert. Dabei soll der neuerdings in der Hinterhof-Moschee an der Konrad-Adenauer-Straße predigende Salafist Mohammed M. ein Fernsehteam massiv eingeschüchtert haben.  Salafisten würden einen rückwärtsgewandten Ur-Islam und damit eine fundamentalistische Glaubenslehre vertreten, die mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung nicht vereinbar sei, so der Verwaltungschef. (RPO)

Terrorgruppe al Qaida plant Anschläge in Deutschland

Montag, 23. Januar. Die Terrororganisation al Qaida plant nach Informationen des Tagesspiegels einen Zermürbungskrieg gegen Deutschland und andere westliche Staaten. Eine Kombination aus kleineren und größeren Angriffen „wird den Feind zur Verzweiflung treiben“, heiße es in einem Strategiepapier aus der Al-Qaida-Führung im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet. In weiteren Dokumenten würden Geiselnahmen und die anschließende Ermordung der Entführten, der Einsatz giftiger Stoffe und die Tarnung eingeschleuster Kämpfer beschrieben. Al Qaida setzte darauf, wachsende Angst in der Bevölkerung und zunehmende Repression der Sicherheitsbehörden würden zur Ausgrenzung von Moslems führen. Angesichts der Eskalation würden sich zunehmend Moslems dem Dschihad (Heiligen Krieg) anschließen, zitierten Sicherheitsexperten aus den Papieren. Die Schriften seien in aufwendig verschlüsselten, elektronischen Dateien entdeckt worden, die das Bundeskriminalamt (BKA) bei dem mutmaßlichen Al-Qaida-Mitglied Maqsood L. (22) gefunden habe. (RPO)

Demonstration für Scharia in libyscher Stadt Benghasi

Samstag, 21. Januar. In der früheren libyschen Rebellenhochburg Benghasi haben am Freitag bis zu 3000 Menschen für die Einführung des islamischen Rechts, der Scharia, demonstriert. „Islamisch, islamisch“, skandierten die Teilnehmer der Kundgebung auf dem Tahrir-Platz der ostlibyschen Stadt. Einige Demonstranten hielten den Koran hoch. In einem Flugblatt forderten die Teilnehmer, dass der Islam als Staatsreligion in der Verfassung verankert wird. Dieser Artikel dürfe nicht in einem Referendum über die Verfassung zur Abstimmung stehen. Die Demonstranten sprachen sich auch gegen einen Föderalstaat aus. Unter den Teilnehmern war Ghaith al-Fakhri, einer der führenden Köpfe der islamistischen Bewegung in Libyen. Der Vorsitzende des Nationalen Übergangsrates des nordafrikanischen Landes, Mustafa Abdul Jalil, hatte am 23. Oktober angekündigt, das Recht des neuen libyschen Staates werde überwiegend von der Scharia beeinflusst sein. (NZZ-Online)

Zwei Deutsche Touristen in Äthiopien tot

Mittwoch, 18. Januar. Bei dem Überfall auf eine Reisegruppe in Äthiopien sind zwei Deutsche getötet worden. Das bestätigte Außenminister Westerwelle. Zwei weitere Deutsche würden vermisst. Die äthiopische Regierung spricht von insgesamt fünf Toten und mehreren Entführten. Der Berliner Krisenstab und die Botschaft in Äthiopien bemühten sich "mit Hochdruck", den betroffenen Deutschen zu helfen, sagte Guido Westerwelle (FDP).  Die Touristen waren in der Nacht zu Dienstag in der abgelegenen Afar-Region im Nordosten des Landes nahe der Grenze zu Eritrea bei der Besichtigung des Vulkans Erta Ale überfallen worden. Nach Angaben der äthiopischen Regierung wurden bei dem Überfall insgesamt fünf Touristen erschossen und zwei weitere verletzt. Zwei Urlauber und zwei Äthiopier seien entführt worden. In der Gruppe seien Touristen aus Deutschland, Belgien, Österreich, Italien und Ungarn gewesen. Neben den zwei Deutschen sollen zwei Ungarn und ein Österreicher unter den Toten sein. Die Angreifer seien aus dem Nachbarland Eritrea eingedrungen, sagte Äthiopiens Kommunikationsminister Bereket Simon. Eritrea wies die Vorwürfe zurück. Der eritreische Botschafter bei der Afrikanischen Union, Girma Asmerom, bezeichnete sie als erfunden und als "absolute Lüge". Der Überfall sei eine interne äthiopische Angelegenheit. (ZDF)

Moselmischer Lehrer unter Islamismus-Verdacht

Sonntag, 15. Januar. Der Lehrer Marwan Al-M. darf nicht Beamter werden. Das entschied Ende letzter Woche das Verwaltungsgericht München. Als Grund führte es an, er würde der islamistischen Muslimbrüderschaft nahe stehen. Der 30-jährige arbeitete  als Referendar an einer Realschule, anschließend beantragte er die übliche Verbeamtung auf Probe. Hierzu musste er bei der Schulbehörde der Stadt München den in Bayern üblichen Fragebogen zur Verfassungstreue ausfüllen. Dabei kamen der Behörde Zweifel. Das von ihr angefragte Landesamt für Verfassungsschutz riet von der Einstellung Al-M.s ab. Der Lehrer engagiere sich in seiner Freizeit bei der Muslimischen Jugend in Deutschland (MJD). Außerdem habe er Kontakte zur Islamischen Gemeinschaft Deutschland (IGD) und zum Islamischen Zentrum München (IZM). Alle Organisationen stehen laut Verfassungsschutz der Muslimbruderschaft nahe. Das Verwaltungsgericht lehnte seine Klage auf Verbeamtung nun ab. Er befand, der Lehrer habe sich nicht eindeutig genug von der Ideologie der Muslimbrüderschaft distanziert. Auf seinem Computer, der im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen eine andere Person untersucht worden war, hätten sich auch einige "radikale Texte" gefunden. Die Richter glaubten Al-M. nicht, dass er die Texte nur aus Neugier gelesen und abgespeichert habe. (taz)

Opium-Einnahmen in Afghanistan steigen auf Rekordhöhe

Freitag, 13. Januar. In Afghanistan ist der Preis für Opium im vergangenen Jahr dramatisch gestiegen. Laut einem Bericht des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) erhöhte sich der Preis für Rohopium um 133 Prozent. Dadurch hätten die Produzenten schätzungsweise 1,1 Milliarden Euro an Einkünften aus der Droge erzielen können. Das sind neun Prozent des afghanischen Bruttoinlandsproduktes. Verursacht wurde der Preisanstieg durch eine Pflanzenkrankheit, die 2010 große Teile der Opiumernte vernichtete. Rohopium wird aus Schlafmohn gewonnen und zu Heroin weiterverarbeitet. Der Stoff trage in beträchtlichem Umfang zur Finanzierung des Taliban-Terrors und der Korruption bei, hieß es bei der UNODC weiter.  (DW)

Bau einer Moschee auf dem Gelände einer Pfarrei im Nordosten des Kongo

Freitag, 13. Januar. Auf dem Geländer der katholischen Pfarrei Mater Admirabilis im Zentrum von Dungu in der Diözese Doruma Dungo im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo hat die moslemische Gemeinde mit dem Bau einer Moschee begonnen. Die Moschee entsteht damit direkt neben der katholischen Kirche. „Es handelt sich um ein altes Problem, mit dem wir nun erneut konfrontiert werden. Diese Provokation hätte meiner Meinung nach auch vermieden werden können“, so Bischof Richard Domba Mady von Doruma-Dungo. „Wir sind im Besitz aller nötigen Dokumente, die beweisen, dass es sich um ein Grundstück der katholischen Kirche handelt.“  Man betonte in diesem Zusammenhang auch, die moslemische Gemeinde bereits in der Vergangenheit versuchte, ein Gebäude auf dem Gelände zu errichten. Bereits 1980 hatte der zuständige Beamte der Region eine Baugenehmigung für den Bau eines Hauses erteilt, nicht jedoch für eine Moschee, wo wir zudem den Bau von Schulen und anderen Einrichtungen planen.  (Fides)

Einkaufszentrum für Moslems in Hamburg

Donnerstag, 12. Januar. In den Räumlichkeiten am Krummholzberg in Hamburg-Harburg sollen kleine Geschäfte, ein Gastronomiebetrieb und Büros entstehen Die Vermieterin betont, dass sie die Flächen vornehmlich an Menschen moslemischen Glaubens vergeben will. Es soll das "erste islamische Einkaufs-Center in Hamburg" werden, so immerhin lautet die Eigenwerbung. Am Krummholzberg, im Zentrum von Harburg, entsteht auf mehreren Hundert Quadratmetern das "Firdaus Center", was übersetzt so viel heißt wie "Paradies-Center". Brisant an dem geplanten Laden-Mix ist, dass er sich an ein spezielles Publikum richtet: an Moslems, insbesondere die "wirklich Gläubigen", die als Mumin bezeichnet werden. Zudem werden für die Räumlichkeiten, die für eine Miete von nicht einmal sieben Euro pro Quadratmeter zu haben sein sollen, vornehmlich "islamische Mieter" gesucht. Geplant sind verschiedene kleine und größere Läden, darunter auch ein Gastronomie-Konzept auf 130 Quadratmetern. Hinter dem Center steht offenbar die Betreiberin eines Internetshops, die sich auf eine tief religiöse, arabisch geprägte Kundschaft spezialisiert hat. Dass es der Betreiberin neben dem Geschäftlichen auch um die Verbreitung einer religiösen Botschaft geht, verrät ein Aufruf, der ebenfalls auf der Internetseite ihres Online-Shops zu lesen ist. "Zögert nicht, die Dawa in Deutschland voranzubringen", heißt es dort. Mit Dawa wird der Aufruf bezeichnet, den moslemischen Glauben anzunehmen. (WO)

Islamisten töten orthodoxen Weihnachtsmann

Dienstag, 10. Januar. Aus religiösem Hass haben drei Moslems in der früheren Sowjetrepublik Tadschikistan einen als „Väterchen Frost“ verkleideten Mann getötet. Der 24-Jährige sei kein Moslem, hätten die Angreifer geschrien und mehrmals mit einem Messer auf ihr Opfer eingestochen, berichteten tadschikische Medien am Dienstag aus der Hauptstadt Duschanbe. Radikale Islamisten in dem zentralasiatischen Land hatten ihre Landsleute aufgefordert, das orthodoxe Weihnachtsfest nicht zu feiern. In Russland bringt „Väterchen Frost“ die Geschenke in der Nacht zum ersten Januar. Der getötete junge Mann wollte in dem Kostüm seinen Verwandten zum neuen Jahr gratulieren. (sda)

Überfälle

Versuchter Raub, Körperverletzung und Sachbeschädigung durch Türken Gang

Mittwoch, 09. Mai. Als ein 17-jähriger Velberter am Mittwochmorgen gegen 11.05 Uhr, die S-Bahn der Linie S9 am Haltepunkt Neviges-Mitte verließ und den Bahnhof in Richtung Auf der Beek verließ, folgte ihm eine Gruppe von drei bis vier bislang noch unbekannten südländischen Jugendlichen, die ebenfalls mit der S-Bahn aus Richtung Essen gekommen waren. Noch im Bahnhofsbereich wurde der 17-Jährige von den Unbekannten nach eigenen Angaben vollkommen grundlos angegriffen, die ihm zunächst einen mitgeführten MP4-Player und dessen Kopfhörer abnahmen, alle diese Gegenstände dann jedoch wieder zurückgaben, sich dann aber für die Armbanduhr des Überfallenen interessierten. Um in deren Besitz zu gelangen, wurde der Geschädigte von einem Haupttäter zunächst festgehalten, dann an eine Wand gedrückt und zweimal mit flacher Hand ins Gesicht geschlagen. Bei dem letztlich erfolglosen Versuch die Uhr zu rauben, wurde diese beschädigt. Alle Angreifer flüchteten schließlich ohne Beute zurück auf den Bahnsteig, um eine dort eintreffende S-Bahn in Richtung Langenberg / Essen zu besteigen. Der nur leicht verletzte 17-Jährige alarmierte unverzüglich die Velberter Polizei, welche sofort Fahndungsmaßnahmen nach den flüchtigen Straftätern einleitete. (lokalkompass.de)

Brutaler Überfall auf 82-Jährige

Dienstag, 08. Mai. Die Polizei ist zuversichtlich, den brutalen Raubüberfall auf eine 82-jährige Traarerin bald aufzuklären. Sie wurde in der Nacht zu Sonntag  in ihrem Haus am Eichenkamp von zwei bewaffneten südländischen Männer im Schlaf überfallen, mit einer Schusswaffe bedroht, ausgeraubt und in den Keller gesperrt.  Zudem hatten die Täter die Seniorin gezwungen, ihre EC-Karte herauszugeben und ihnen ihre Geheimzahl zu nennen. Einer der beiden  verließ dann das Haus und hob vermutlich in der Volksbank-Filiale an der Moerser Straße Geld vom Konto der Frau ab. Die Polizei ist dabei die Videoaufnahmen aus der Bankfiliale auszuwerten und hofft auf ein brauchbares Fahndungsfoto von dem Täter, der Geld aus dem Automaten abhob. Der Frau geht es weiterhin schlecht. Sie steht unter Schock und wird von Verwandten betreut.(WZ)

Ausländer foltert 70-jährigen Rentner

 Mittwoch, 25. April. Ein mysteriöser Überfall ereignet sich bereits am 18. April dieses Jahres auf einen 70-jährigen Kölner. Ein zwischen 25 und 30 Jahre alter „Südländer“ stellte sich dem Senior an der Haustür als „Freund“ vor, trank mit ihm Alkohol und misshandelte dann sein Opfer so sehr, dass ihm in den folgenden Tagen beide Daumen amputiert werden mussten. Nach Angaben des EXPRESS und der Seite deutscheopfer.de misshandelte der Südländer unter Alkoholbetäubung den Senior, um an dessen Bargeldeinlagen zu gelangen. Gegenüber der Polizei teilte das Opfer dann mit, dass ihm eine größere Summe an Geld fehle, die er in seiner Wohnung aufbewahrte. Was genau und in welcher Reihenfolge in der Kölner Wohnung des Rentner passierte, ist nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei noch unklar. Warum auch das deutsche Opfer den Ausländer, der sich nach eigenen Angaben als „Freund“ vorstellte, überhaupt in die Wohnung ließ, konnte bisher gleichfalls nicht aufgeklärt werden. Wahrscheinlich kannten sich Opfer und Täter flüchtig. (KN)

Zwei 17-Jährige Südländer prügeln 35-Jährigen ins Koma

Mittwoch, 18. April. Nachdem ein 35 und ein 45 Jahre alter Mann in Hamburg-Allermöhe so schwer geschlagen und getreten wurde, dass der jüngere von ihnen ins künstliche Koma versetzt werden musste, hat die Polizei die beiden Täter Bekdaur G. (l.) und Selam A. (beide 17) aus Allermöhe am Mittwochmorgen festgenommen.Gegen die beiden Jugendlichen wurde am Abend Haftbefehl erlassen, wie Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers mitteilte. Bekdaur G. muss sich wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten; Selam A. nur wegen gefährlicher Körperverletzung. Haftgrund ist Fluchtgefahr. Beide hätten keine Angaben zur Tat gemacht. Diese ereignete sich am Samstag gegen 17.45 Uhr. In einer S-Bahn wurden die beiden Opfer von zwei Jugendlichen beschimpft. Als die Männer an der Station Allermöhe die Bahn verließen, kamen ihnen die Täter nach und griffen kurz darauf an. Den beiden Tatverdächtigen kamen die Ermittler mit Hilfe von Überwachungsbildern aus der S-Bahn auf die Spur, wie die Polizeisprecherin Ulrike Sweden erklärte. Beamte, die wegen eines anderen Falls unter anderem gegen die beiden ermittelten, identifizierten sie. Sweden: "Sie ermitteln seit Monaten gegen sieben Beschuldigte im Alter von 16 bis 18 Jahren wegen Verdachts des gewerbsmäßigen Diebstahls, Betrugs und Urkundenfälschung." Mittwochmorgen vollstreckte die Polizei die bei der Staatsanwaltschaft Hamburg beantragten Durchsuchungsbeschlüsse. (SHZ)

Brutaler Überfall in Moers

Montag, 26. März. Am Samstagmorgen gegen 3.30 Uhr wurden ein 19-jähriger Mann aus Moers und ein 20-jähriger Mann aus Neukirchen-Vluyn an der Franz-Haniel-Straße von einem bis jetzt unbekannten südländischen Täter angesprochen und unter Vorhalt einer Schusswaffe zur Herausgabe von Bargeld aufgefordert. Da die beiden jungen Männer kein Bargeld mit sich führten, schlug der Täter beiden mit der Faust ins Gesicht und flüchtete anschließend zu Fuß in unbekannte Richtung. (RPO)

Gefährliche Körperverletzung in Memmingen

Donnerstag, 22. März. Am 21.03.2012, gegen 16.10 Uhr, ereignete sich in Memmingen, Braunstraße, eine gefährlicheKörperverletzung. Ein 14-jähriger Schüler wurde von fünf Tätern attackiert und niedergeschlagen. Er erlitt eine schwere Gehirnerschütterung, einen Nasenbein- und Rippenbruch und wurde stationär in das Klinikum Memmingen eingeliefert. Eine Zeugin, die den Vorfall beobachtete, hielt mit ihrem Auto an und stieg aus, woraufhin die fünf Täter die Flucht ergriffen. Bei den Tätern handelte sich um allesamt 14- bis 16-jährige Jugendliche. Ein Täter war dunkelhäutig, die vier anderen waren vermutlich Südländer. (locally.de)

Südländer Schläger-Trio schlug mit Gürtel auf zwei Männer ein

Montag, 05. März. Am 04.03. gegen 02:32 Uhr erhielt die Polizei einen Einsatz an einer Gaststätte an der August-Bebel-Straße in Bielefeld-Mitte, weil es dort eine Schlägerei gegeben hatte.  Die Opfer, zwei Männer im Alter von 20 und 21 Jahren gaben an, auf dem Gehweg der August-Bebel-Straße kurz vor der Brunnenstraße gestanden zu haben. Dort hatte man sich zu dritt mit einem Bekannten unterhalten. Während dieser Unterhaltung wurden die drei Männer dort zunächst von ebenfalls drei unbekannten Südländern von der anderen Straßenseite angepöbelt. Diese Unbekannten wechselten dann sofort auf die andere Straßenseite und fragten, welche Probleme sie haben würden. Die Südländer schubsten zunächst den 21jährigen. Einer von ihnen zog dann seinen Gürtel aus der Hose und schlug den beiden 20 und 21jährigen damit ins Gesicht. Im Anschluss ging das Trio in Richtung der Gaststätte Milestones davon. Die Polizei konnte das Trio fassen. Bei den Männern handelt es sich um drei Iraker im Alter von 21, 22 und 25 Jahren. Gegen sie wurde eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gefertigt. (PP)

 Zwei Südländer begehen schwere Körperverletzung

 Sonntag, 04. März. Die Täter, zwei Südländer zwischen 20-22 Jahre mit Vollbart,  zerrten einen 26-jährigen Mann am Eidelstedter Platz in Hamburg aus dem Bus der Linie 21. Im Anschluss schlugen und traten sie auf den 26-Jährigen ein. Dabei wurde der Geschädigte mehrfach am Kopf  getroffen. Ein Passant und eine 16-jährige Jugendliche wollten schlichtend eingreifen. Dabei stießen die Täter die 16-Jährige zur Seite, die dadurch stürzte und mit dem Kopf aufschlug. Die Jugendliche war kurzzeitig nicht ansprechbar. Die Täter flüchteten, als sie bemerkten, dass die Polizei informiert wurde. Rettungssanitäter versorgten die Jugendliche und den 26-jährigen Geschädigten. Anschließend wurden beide in ein Krankenhaus eingeliefert.. (RH)

Verletzte nach Schlägereien

Sonntag, 26. Februar. Ein 51-jähriger Wuppertaler war am Samstag gegen 5.40 Uhr auf der Wülfingstraße in Elberfeld unterwegs, als er in Höhe einer Fahrschule auf einen Unbekannten aufmerksam wurde, der dort offensichtlich urinierte. Daraufhin kam es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung, bei der plötzlich zwei weitere Männer an die Seite des Unbekannten traten. Gemeinschaftlich schlug und trat das Trio auf den 51-Jährigen ein, der infolge der Prügel zu Boden fiel. Zudem wurden ihm das Handy und das Portmonee entwendet. Das Trio - alle werden als circa 170 cm große Südländer beschrieben - flüchtete und konnte auch bei der anschließenden Fahndung nicht ausfindig gemacht werden. Der Verletzte musste ärztlich im Krankenhaus versorgt werden. (WZ)

Karnevalist von Südländern bewusstlos geschlagen

Dienstag, 21. Februar. Am frühen Freitagabend wurde eine Karnevals-Gruppe in der Essener U-Bahn Linie 11 von einer Südländer-Gruppe angepöbelt. Als ein 19-jähriger Karnevalist die Südländer bat, die Pöbeleien zu unterlassen, sprang einer der Südländer über die Sitzreihe und prügelte sofort auf den jungen Mann ein. Dieser wurde bei dem Angriff schwer verletzt. An der Haltestelle Bamlerstraße schleppte sich der Schwerverletzte aus dem Zug und brach bewusstlos auf dem Bahnsteig zusammen. Ein Notarzt brachte ihn ins Krankenhaus. Bei dem Angriff erlitt der 19-Jährige laut erster Untersuchungsergebnisse mehrere Knochenbrüche im Kopfbereich. Die Angreifer flüchteten vor Eintreffen der Polizei. Die Fahndung verlief bislang ohne Ergebnis. Nach ersten Zeugenaussagen soll es sich um vier bis sechs Türken oder Libanesen handeln. Weitere Zeugen werden gebeten sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Im öffentlichen Nahverkehr kommt es immer wieder zu derartigen Überfällen. (Kompakt Nachrichten)

18Jährige bei versuchtem Raubüberfall verletzt

Freitag, 10. Februar. In der Lerchenstraße in Kiel, in unmittelbarer Nähe zum Einkaufszentrum Spohienhof, ist es am Nachmittag zu einem versuchten Handy​Raub gekommen. Zwei männliche Täter forderten das Handy der 18 Jahre alten Frau. Als sich diese zur Wehr setzte, schlugen die Männer auf die Frau ein und flüchteten ohne Beute. Kurz vor 16.30 Uhr ist der Polizei mitgeteilt worden, dass eine weibliche Person verletzt auf dem Gehweg im Königsweg, Höhe Elisabeth‐​Krankenhaus, liegen soll. Die eingesetzten Beamten trafen dann auf eine Rettungswagenbesatzung in der Lerchenstraße, die sich gerade um die junge Frau kümmerten.  Nach Angaben des Opfers haben zwei ihr unbekannte Männer sie in der Lerchenstraße angesprochen und ihr Handy gefordert. Als sie dieses nicht herausgeben wollte, ist es zum Streit und anschließend zur körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Als die junge Frau sich zur Wehr setzte, haben die Täter auf sie eingeschlagen und am Kopf und Hals getroffen. Anschließend flüchteten die beiden Männer ohne Beute in Richtung Hopfenstraße. Eine 55 Jahre alte Zeugin hatte den vorangegangenen Streit beobachtet und beschrieb die Täter als 17 bis 20 Jahre alte Südländer.  (PT)

64Jähriger in Heilbronn von Südländern überfallen

 Mittwoch, 08. Februar. Ein Fußgänger ist am Dienstagabend im Bereich der Theresienwiese in Heilbronn überfallen worden. Drei Täter griffen ihr Opfer von hinten an und versuchten es auszurauben. Wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilte, war der 64Jährige vom Heilbronner Hauptbahnhof kommend in Richtung Böckingen zu Fuß unterwegs. Gleich nach Beginn der Fußgängerbrücke über den Neckar griffen ihn kurz vor 17.30 Uhr drei 15-17 jährige südländische Jugendliche an. Einer legte ihm den Unterarm um den Hals, wodurch der Überfallene zu Boden ging. Mindestens ein Täter trat nach ihm, ein anderer versuchte dann, dem am Boden liegenden Opfer die mitgeführte Plastiktüte aus der Hand zu reißen. Dies gelang den Räubern allerdings nicht. Als sich zwei Männer vom Bahnhof her zu Fuß näherten und ein weiterer mit dem Fahrrad aus der gleichen Richtung kam, flüchtete das Trio in Richtung Schießhaus/Frankfurter Straße. Während die beiden Fußgänger weiter in Richtung Böckingen über die Fußgängerbrücke gingen, verfolgte der Radfahrer die Täter. Der 30Jährige holte zwei von ihnen im Bereich des Schießhauses ein und stellte sie zur Rede. Die beiden Männer stritten den Überfall ab und gingen dann entlang der Frankfurter Straße weiter in Richtung Weststraße. (Stimme.de)

40 Südländer greifen nach Massenschlägerei Polizisten an

Dienstag, 31. Januar. Am Sonntag wurde der Polizei Rendsburg in den frühen Morgenstunden eine größere Schlägerei gemeldet. Als mehrere Funkstreifenwagen am Einsatzort in der Nienstadtstraße eintrafen, stießen sie dort auf etwa 40 Südländer, die unter Einsatz von Ledergürteln aufeinander einschlugen. Als die Beamten schlichtend eingreifen wollten, griff ein Schläger die Beamten an. Er wurde festgenommen. Aufgrund der Festnahme solidarisierten sich jedoch die rivalisierenden Schläger, und griffen nun gemeinsam die Polizisten an. Die Beamten mussten zum eigenen Schutz Pfefferspray einsetzen und zogen sich zurück. Trotz des polizeilichen Rückzugs zeigten die Ausländer weiter eine ausgesprochen aggressive Stimmung gegen die Beamten. Insgesamt wurden drei Männer vorläufig festgenommen.(kompakt nachrichten)

Islam

Massenvergewaltigungen durch Moslems von englischen Schulmädchen

Donnerstag, 10. Mai. Der systematische sexuelle Missbrauch minderjähriger Mädchen durch Moslems hat in Nordengland erschreckende Ausmaße angenommen. Gegen Bezahlung werden sie teilweise von Gruppen moslemischer Männer vergewaltigt. Wie die Londoner Zeitung „The Times“ am 8. und 9. Mai berichtete, gab es in den englischen Erziehungsheimen, in denen sich insgesamt 1.800 Mädchen befinden, in den vergangenen fünf Jahren 631 Fälle, in denen Minderjährige für Sex „verkauft“ wurden; 187 davon ereigneten sich in den letzten zehn Monaten. Acht Männer pakistanischer Herkunft und ein abgewiesener afghanischer Asylbewerber wurden am 9. Mai unter anderem wegen Kindesmissbrauchs, sexueller Nötigung und Menschenhandels zu Haftstrafen zwischen vier und 19 Jahren verurteilt. Richter Gerald Clifton sagte, die Angeklagten hätten die Mädchen wie wertlose Wesen behandelt. Einer der Gründe für ihr Vorgehen sei gewesen, dass die Mädchen „nicht zu Ihrer Gemeinschaft oder Religion gehörten“. Unter den zwischen 25 und 59 Jahre alten Verurteilten befinden sich mehrere Familienväter; einer – der 43-jährige Abdul Rauf – betätigte sich auch als Religionslehrer an einer Moschee. Der „Times“ zufolge starben zwei Mädchen aus Erziehungsheimen in Manchester und Rochdale nach ihrer Vergewaltigung durch Pakistanis. Bereits 2008 sei bekannt geworden, dass mindestens 47 Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahren in die Fänge pakistanischer Männer geraten seien. Sie hätten sie in ganz Nordengland herumgefahren und sie in Wohnungen, Häusern, Autos, Taxis und Imbissbuden missbrauchen lassen. (Kath Net)

Todesdekret gegen Rapper in Deutschland

Donnerstag, 10. Mai. Ein iranischer Großajatollah hat ein Todesdekret gegen den in Deutschland lebenden Rapper Shahin Najafi (31) erlassen. Der Musiker soll in dem Song "Imam Naghi" einen Propheten der schiitischen Moslems beleidigt haben. Großajatollah Ali Safi-Golpajegani habe das Lied als Blasphemie gedeutet und alle Moslems aufgerufen, den Mann zu ermorden und "in die Hölle zu schicken", berichtete die Agentur Fars. (RPO)

SPD will Sargzwang bei Bestattungen lockern

Dienstag, 08. Mai. Die hessische SPD will den Sargzwang bei Bestattungen lockern. Das hessische Friedhofsgesetz sehe einen solchen Zwang vor, besonders im islamischen Glauben sei aber eine Bestattung ohne Sarg vorgeschrieben, sagte der SPD-Abgeordnete Dieter Franz am Dienstag im Landtag. Seine Fraktion schlägt deshalb vor, im Gesetz die Bestattung ohne Sarg als generelle Ausnahme zuzulassen. Innenminister Boris Rhein (CDU) äußerte sich hingegen skeptisch: Durch bereits bestehende Regelungen seien die rituellen Vorschriften des islamischen Bestattungsrechts schon "weitgehend erfüllt", sagte er. Zudem sei dies der falsche Zeitpunkt für die Änderung einer Einzelregelung. Das hessische Friedhofs- und Bestattungsgesetz läuft zum Jahresende ohnehin aus. Die Frage des Sargzwangs soll nun in den Ausschüssen des Landtags weiter beraten werden. (WO)

Indische Jesuiten verteidigen Burka-Verbot

Samstag, 28. April. Im Streit um ein Burka-Verbot an katholischen Schulen im indischen Mangalore haben die Jesuiten ihre Forderung verteidigt. Die Lehrer müssten Schülerinnen während des Unterrichts und bei Prüfungen klar erkennen können, sagte der Leiter des Aloysius-Kollegs im indischen Mangalore, A. M. Narahari, am Samstag dem asiatischen katholischen Nachrichtendienst „Ucanews“. Die 15 in seinem Kolleg studierenden Moslema müssten die Verschleierung auch nur im Klassenzimmer ablegen, so Narahari. Dies sei schon seit langem in einigen katholischen Einrichtungen der Fall und habe weder bei Schülerrinnen noch bei ihren Eltern zu Einwänden geführt. Ein Bericht der Tageszeitung „Times of India“ über das Burka-Verbot an dem Jesuiten-Kolleg hatte die Kontroverse ausgelöst. (Bild)

Bayerns Innenminister Herrmann kritisiert moslemische Verbände

Samstag, 07. April. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wirft moslemischen Verbänden in Deutschland mangelnden Einsatz für die Integration von Zuwanderern vor. Herrmann sagte der Nachrichtenagentur dapd, oft träten diese Organisationen “nur mit Forderungen an Staat und Gesellschaft in Erscheinung”. Zudem halte der Zentralrat der Moslems “offenbar so wenig von unserer Rechts- und Werteordnung, dass er noch immer an seiner umstrittenen ‘Islamischen Charta’ festhält und sogar den Dialog mit Staat und Kommunen in der Islamkonferenz aufgekündigt hat”. Der CSU-Politiker fügte hinzu: “Solche Verbände fördern nicht die Integration – im Gegenteil. Und den Moslems helfen sie schon gar nicht.” Herrmann betonte: “Wer nicht fest mit beiden Beinen auf dem Boden des Grundgesetzes steht, kann kein verlässlicher Partner unseres Staates sein.” Herrmann verteidigte auch das Aufhängen von Kruzifixen in Klassenzimmern: “Ich verstehe nicht, welches Problem Einzelne damit haben, wenn in Schulen das Symbol unseres christlichen Glaubens hängt. Die Mehrheit der Menschen in Deutschland sieht darin nach wie vor die entscheidende Prägung unseres Landes. Zur Religionsfreiheit gehört auch, dass eine andersdenkende Minderheit das akzeptiert.” (newsburger)

Tausende demonstrieren in Tunis für islamischen Staat

Sonntag, 25. März. Tausende Tunesier haben am Sonntag in Tunis für einen islamischen Staat auf der Grundlage der Scharia demonstriert. "Das Volk will die Anwendung der Scharia", rief die Menge im Zentrum der Hauptstadt mit Blick auf die islamischen Gesetze. Nach Angaben eines Polizeibeamten vor Ort nahmen zwischen 8000 und 10.000 Menschen an der Kundgebung teil.  "Die Anwendung der Scharia ist eine Pflicht und nicht nur ein Slogan" und "Die Moslems sind eine Nation und die Scharia verbindet sie", war auf Transparenten von Anhängern der illegalen Partei Hizb Ettahrir (Partei der Befreiung) zu lesen. "Die Tunesier, die sich einer Anwendung der Scharia in der künftigen Verfassung widersetzen, sollen wissen, dass allein der Islam die Freiheiten und die Grundrechte der Menschen garantiert", sagte der Demonstrant Mahdi Habib. Am 20. März, dem Unabhängigkeitstag Tunesiens, hatten sich auf der zentralen Bourguiba-Straße mehrere tausend Bürger versammelt, um einen modernen, demokratischen Staat zu fordern und gegen die "rückwärtsgewandte Geisteshaltung" der Islamisten zu protestieren. Bei der Wahl zur verfassunggebenden Versammlung Ende Oktober hatte die islamistische Ennahda-Partei die meisten Sitze erhalten. Mitte Dezember verabschiedete die Versammlung eine Übergangsverfassung und bestimmte eine neue Regierung. (nachrichten.at)

Schiedsrichter verweigert Anpfiff wegen Kopftuch

Montag, 19. März. Die Begegnung zwischen dem FC Narbonne und Petit-Bard Montpellier ist in letzter Minute abgesagt worden, weil Spielerinnen aus Montpellier mit Kopftüchern bekleidet das Spielfeld betraten, teilte der FC Narbonne nach Medienberichten vom Montag mit.Die Entscheidung sorgte in Frankreich für Empörung. „Das Moslems in Frankreich weniger Rechte als Nicht-Moslems haben, ist nicht neu“, klagte am Montag das moslemische Onlinemagazin „Mooslym“. Auf Sportplätzen gelte aber das französische Gesetz zum Verbot religiöser Zeichen nicht, das habe auch das Innenministerium in Paris bestätigtDie zuständige Regionalliga von Languedoc-Roussillon muss nun anhand des Schiedsrichterberichts entscheiden, ob das Spiel neu angesetzt oder aber der FC Narbonne zum Sieger erklärt wird.  In der Vergangenheit hatte es in verschiedenen Disziplinen mehrfach Streit und Diskussionen darüber gegeben, ob moslemische Sportlerinnen verhüllt an den Start gehen dürfen. Dabei ging es nicht nur darum, ob man religiöse Statements auf dem Sportplatz erlauben soll und ob man verhüllte Sportler auseinanderhalten kann, sondern auch um Sicherheitsfragen. Der Weltverband Fifa teilte erst vor einigen Tagen mit, man wolle das Tragen von Kopftüchern künftig erlauben, weil inzwischen ein sicheres Kopftuchmodell entwickelt worden sei. (FO)

Moslem schlägt mit Baseballschläger in Moschee um sich

Samstag, 17. März. Ein vermutlich geistig gestörter Moslem hat bei einem Überfall auf eine Moschee in Frankreich mit einem Knüppel auf betende Gläubige eingeschlagen. Ein weiterer Mann wurde bei der Bluttat in Arras schwer verletzt, sagte Isabelle David von der zuständigen Unter-Präfektur Pas-de-Calais. Der Täter, der wenig später überwältigt und festgenommen wurde, sei 32 Jahre alt, sagte David dem TV- Nachrichtensender BFM.  Unter Berufung auf Polizeikreise hieß es, der Mann sei am Abend in die Moschee der nordfranzösischen Stadt Arras eingedrungen. Der Zugang zur Moschee sei von einem Polizeiaufgebot abgesperrt. Der regionale moslemische Würdenträger Abdelkader Assouedj erklärte BFM-TV, dass der Täter bereits früher wegen psychischer Störungen auffällig gewesen sei. Seine Bluttat sei dennoch unerklärlich. (dpa)

Tausende Tunesier demonstrieren für Einführung von Scharia

Freitag, 16. März. Tausende von Tunesiern haben vor dem Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Tunis die Einführung islamischen Rechts gefordert. Die Demonstranten verlangen, dass die Scharia in der Verfassung als Grundlage des Rechtssystems verankert wird. Die Koalitionsregierung von Präsident Moncef Marsouki besteht aus dessen gemäßigt islamistischer Partei Ennahda und zwei laizistischen Gruppierungen. Vor der Wahl im Oktober erklärte Marsouki, dass er weder die Einführung des Gesichtsschleiers noch ein Verbot von Alkohol befürworte. Doch die Forderung der Demonstranten ist klar: “Mehr als 200 islamische Organisationen haben dieses Dokument unterzeichnet, in dem wir betonen, dass islamisches Recht die einzige Grundlage unseres Lebens ist”, erklärte ein Sprecher. Tunesien hat eine lange Tradition der Trennung von Staat und Religion. Aus Sicht vieler Tunesier steht der Laizismus jedoch in Verbingund mit dem gestürzten Präsidenten Sine al-Abidin Ben Ali und dessen ebenso autokratischen Vorgänger Habib Burguiba. Aber der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für Tunesien und die Einführung islamischen Rechts würde diese umgehend versiegen lassen. (Euronews)

 Karzai erlaubt Gewalt gegen Frauen

Montag, 12. März. In einer neuen, vom afghanischen Präsidenten Karzai veröffentlichten Richtlinie über die „Pflichten der Frau“ heißt es: „Der Mann ist ein fundamentales Wesen, die Frau ist ihm untergeordnet.“​ Weiter heißt es in dem Dokument, das islamische Religionsgelehrte erstellten: Eine Frau dürfe nur dann „geärgert, belästigt oder geschlagen“ werden, wenn es dafür einen „Grund gibt, der auf islamischem Recht beruht.“ Ohne einen solchen Grund sei es allerdings verboten, Frauen zu schlagen.​ Weiter heißt es in der Erklärung:  „Die Frau hat sich den Geboten der Scharia komplett zu unterwerfen.“​ Dieser Passus macht westlichen Experten besonders Sorgen, weil die Scharia (islamisches Recht) zum Beispiel die Todesstrafe für Ehebruch vorsieht.​ Nach den Regeln der afghanischen Regierung ist es Frauen auch verboten, „ohne einen männlichen Verwandten zu reisen“ und sich „am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder bei der Ausbildung mit Männern zu umgeben." Das Recht des Mannes „auf mehrere Ehefrauen, so wie im Koran beschrieben“ müssen Frauen hingegen respektiere“.​(Bild)

Jeder fünfte junge Moslem gegen Integration

Freitag, 02. März. Ein zentrales Ergebnis der Studie "Lebenswelten junger Moslems" alarmiert die Politiker: Die Wissenschaftler haben unter den 14- bis 32-jährigen Moslems in Deutschland eine Minderheit ausgemacht, die sich nicht nur als streng religiös bezeichnet, sondern mit "starken Abneigungen gegenüber dem Westen, tendenzieller Gewaltakzeptanz und ohne Integrationstendenz" beschrieben werden kann. Bei Befragten mit deutschem Ausweis traf dies auf 15 Prozent zu, bei nichtdeutschen Moslems auf 24 Prozent. Knapp die Hälfte der vier Millionen in Deutschland lebenden Moslems hat die deutsche Staatsbürgerschaft. Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) zeigte sich alarmiert. Deutschland achte Herkunft und Identität der Zuwanderer, aber ein Import autoritärer, antidemokratischer und religiös-fanatischer Ansichten sei nicht zu akzeptieren.  Die FDP distanzierte sich von den Aussagen und kritisierte, dass Friedrich dafür Steuergeld ausgegeben habe. SPD und Grüne hielten dem Innenminister Populismus und eine Spaltung der Gesellschaft vor. (RPO)

Sechs Jahre Haft für Christen wegen Beleidigung des Islam

Donnerstag, 01. März. Ein Strafgericht in Ägypten hat einen Christen wegen "Beleidigung des Propheten Mohammed und Geringschätzung der Religion" zu sechs Jahren Haft verurteilt. Das wurde am Donnerstag aus Sicherheitskreisen in Kairo bekannt. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Lehrer vorgeworfen, mit seinem Verhalten Spannungen zwischen Christen und Moslems geschürt zu haben. Dieser Auffassung schloss sich der Richter an. Gegen das Urteil kann den Angaben zufolge binnen 40 Tagen Berufung eingelegt werden. Bei dem Verurteilten handelt es sich laut Medienberichten um einen 49 Jahre alten Sekretär einer Schule im Bezirk Abanub (Provinz Assiut), der auch als Lehrer arbeitete. Seine Familie und Mitglieder der koptisch-orthodoxen Gemeinde sagten dem Nachrichtenportal "Wataninet", Makarim Diab habe in der Schule während einer Unterhaltung mit einem neuen Lehrer gefragt: "Stimmt es wirklich, dass der Prophet (Mohammed) 40 Mal geheiratet hat?" Der neue Lehrer soll der radikal-islamischen Salafisten-Bewegung angehören. Am vergangenen Donnerstag sei Diab dann überraschend im Haus der Familie festgenommen worden. Sechs Tage später wurde er verurteilt. Mehrere Beobachter berichteten, während des Prozesses seien vor dem Gerichtsgebäude Tausende von Salafisten aufmarschiert. Diese hätten Slogans gegen den Angeklagten gerufen und die Höchststrafe für Diab gefordert. Laut "Wataninet" hat die Familie des Verurteilten aus Angst vor neuem Ärger inzwischen ihr Haus verlassen. (RPO)

Duisburger Grundschüler rechtfertigen Ehrenmord

Montag, 27. Februar. Anfang Februar wurde in Duisburg-Beeck ein 39-jähriger Türke erschossen - das Motiv lag offenbar im gekränkten Ehrgefühl des Täters. Nun wurde bekannt: Grundschüler sollen die Bluttat gerechtfertigt haben. Die Schule reagierte mit einem offenen Brief an alle Eltern. Über diese Bluttat redet ganz Beeck: Auf der Karl-Albert-Straße wurde am 6. Februar ein Duisburger mit türkischer Staatsangehörigkeit (39) von einem Landsmann und Nachbarn auf offener Straße erschossen. Das Opfer und seine Familie sollen der Frau des Täters geholfen haben, aus der von Gewalt geprägten Ehe auszubrechen. Nun ist die Diskussion um den Mord auf offener Straße sogar auf dem Pausenhof der Gemeinschaftsgrundschule Lange Kamp angekommen. Diese liegt nur wenige Meter vom Tatort entfernt. Einige der 6- bis 10-jährigen Kinder mit Migrationshintergrund sollen die Tat vor Klassenkameraden gerechtfertigt und „Ehrenmorde“ wie diesen grundsätzlich gutgeheißen haben. Die Schulleitung reagierte daraufhin mit einem offenen Brief an alle Eltern.  (Der Westen)

Pastor droht im Iran der Tod durch den Strang

Donnerstag, 23. Februar. Der Iran bereitet die Hinrichtung eines inhaftierten Pastors vor. Er soll in den nächsten Tagen gehenkt werden. Im Zentralgefängnis von Rasht im Norden des Landes soll der inhaftierte Pastor Youcef Nadarkhani in den nächsten Tagen hingerichtet werden. Das Gefängnispersonal habe bereits die Anweisung erhalten, die Exekution vorzubereiten. Das berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).Der 1977 geborene Pastor einer Pfingstgemeinde wurde vor anderthalb Jahren zum Tod durch den Strang verurteilt – wegen „Abfalls vom islamischen Glauben“. Beobachter zeigen sich besorgt über die Lage der Menschenrechte, die sich im Land der Ayatollahs weiter verschlechtere. Staaten wie der Iran, Saudi-Arabien, Sudan und Jemen bedrohen die Abwendung von der Staatsreligion weiterhin mit dem Tod. Hinrichtungen sind jedoch selten, schon weil die Fälle von Apostasie selten sind. Aus Ägypten sind neben Hafturteilen auch Zwangsscheidungen und Einweisungen in die Psychiatrie bekannt. Auch in gemäßigteren Ländern wie Tunesien oder der Türkei bleibt Glaubenswechsel zutiefst verpönt und sozial geächtet. (WO)

Make-Up-Erlass für afghanische TV-Journalistinnen

 Dienstag, 14. Februar. Afghanische Fernsehjournalistinnen müssen künftig vor der Kamera wenig Schminke und immer ein Kopftuch tragen. Eine entsprechende Anweisung gab das afghanische Ministerium für Kultur und Information mehreren Fernsehsendern, wie ein Ministeriumssprecher sagte. Begründet wird dies mit dem "Respekt vor der islamischen und afghanischen Kultur". "Alle Fernsehsender werden strikt dazu aufgefordert, es nicht mehr zuzulassen, dass Moderatorinnen ohne Kopftuch und zu stark geschminkt auf dem Bildschirm erscheinen", hieß es dem Sprecher zufolge in dem Brief an die Sender. Der Sprecher sagte, den im Afghanistan herrschenden islamischen Gesetzen zufolge dürften Frauen nur mit Kopftuch in der Öffentlichkeit erscheinen, ihre Ohren müssten bedeckt sein. Diese Regel gelte auch für Frauen, die im Fernsehen arbeiteten. Der Brief folgte demnach auf eine Beschwerde des Ulema-Rates, des höchsten religiösen Gremiums in Afghanistan. (AFP)

Valentinstag-Verbot für malaysische Moslems

Montag, 13. Februar. Im überwiegend moslemischen Malaysia löst der 14. Februar alle Jahre wieder hitzige Debatten über unmoralisches Verhalten, vorehelichen Sex und häufigen Partnerwechsel aus. Seit 2005 dürfen Moslems in Malaysia Valentinstag nicht mehr feiern. Andere fordern noch strengere Regeln. Sie wollen, dass kein Bewohner des südostasiatischen Landes - ob Moslem oder nicht - das Fest mit christlichen Wurzeln feiert. Rund 40 Prozent der malaysischen Bevölkerung sind keine Moslems. Die islamischen Autoritäten können dem moslemischen Teil der Bevölkerung Vorschriften machen. So nahm im vergangenen Jahr eine Art Religionspolizei mehr als 100 Moslems fest, weil sie trotz Verbot Valentinstag gefeiert haben. (HNA)

Türke tötet Freundin mit im Koran verstecktem Brotmesser

Mittwoch, 08. Februar. Im Mai stach der verheiratete Türke Kadir B. (30) seine Ex-Freundin bzw. „Zweitfrau“ Dilek T. (28) nieder und stellte sich dann. Nun steht er vor Gericht. Der Angeklagte hatte das Brotmesser in den Koran gesteckt, nachdem er die nackte Frau erstochen hatte  Laut Anklage musste er eine Gefängnisstrafe antreten, sie aber habe sich geweigert, auf ihn zu warten. Seine „Besitzansprüche“ soll er nach dem Sex mit einem Brotmesser, welches eine vorne abgerundete Klinge hatte, durchgesetzt haben. Ein wuchtiger Hieb in die Brust, bis auf die Rückenrippen, einer ins Herz. Mit dem blutigen Messer im Koran kreuzte er danach in einer Kneipe auf: „Ich habe meine Freundin getötet.“ Ob ihr vielleicht noch zu helfen sei, fragte der Wirt entsetzt. Antwort: „Nee, saubere Arbeit, hab ihr den Koran gelesen.“ Vor Gericht gibt der Hartz-IV-Empfänger dem Opfer die Schuld: Sie habe gewusst, dass er als Kind sexuell missbraucht worden sei, und damit gedroht, herumzuerzählen, er sei „kein richtiger Mann“. Im „Blackout“ habe er „wohl zugestochen“. Ein paar Stunden später stellte er sich, aber Dilek war nicht mehr zu retten. (BZ)

Über 3000 Zivilisten 2011 in Afghanistan getötet

Dienstag, 07. Februar. In Afghanistan sind im vergangenen Jahr nach UNO-Angaben mehr als 3000 Zivilisten getötet worden. Damit sei die Zahl das fünfte Jahr in Folge gestiegen, teilte die Unterstützungsmission der UNO in Afghanistan am Samstag mit. Die Menschen seien vor allem Opfer von am Straßenrand versteckten Sprengsätzen und von Selbstmordanschlägen geworden. Den UNO-Angaben zufolge töteten im vergangenen Jahr regierungsfeindliche Gruppen wie die radikal-islamischen Taliban und das mit ihr verbündete Haqqani-Netz (Hakkani) 2.332 Zivilisten, ein Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei Einsätzen von Sicherheitskräften seien zudem 410 Zivilisten ums Leben gekommen, vier Prozent weniger. Durch die NATO wurden die meisten Zivilisten (187 Menschen) bei Luftangriffen getötet. Insgesamt seien 3.021 Zivilisten getötet worden. (SN)

Indisches Scharia-Gericht ordnet Vertreibung von Christen an

Dienstag, 31. Januar. Ein Scharia-Gerichtshof in Indien ordnete die Vertreibung der Christen an. Den islamischen Gerichtshöfen kommt in Indien keine verfassungsmäßige und staatlich anerkannte Autorität zu. Dennoch löste die Entscheidung des Scharia-Gerichtshofes des Unruhestaates Kaschmir große Besorgnis unter den Christen aus. Die Moslemrichter ordneten an, dass fünf Christen Kaschmir zu verlassen hätten. Zusätzlich zur Ausweisung forderten die Scharia-Richter die Regierung von Jammu und Kaschmir auf, die Aktivitäten der christlichen Missionsschulen unter Beobachtung zu stellen.Die Islamisten haben es vor allem auf den Mill Hill-Missionar Pater Jim Borst abgesehen, der seit 1963 in Kaschmir wirkt. Er ist seit Jahren immer neuen Versuchen ausgesetzt, ihn aus dem Land zu vertreiben. Am 19. Januar fasste das Moslemgericht den Beschluss, dass Pater Borst, zwei protestantische Pastoren und deren Frauen den Staat zu verlassen haben. Sie werden beschuldigt, „die Moslems zum Christentum zu verführen“. Im gesamten Staat gibt es sechs christliche Kirchen und sechs christliche Schulen und damit gekoppelte christliche Krankenhäuser. (katholisches)

Ehepaar und Sohn ertränken drei Töchter

Montag, 30. Januar. Eine Jury im kanadischen Kingston in der Provinz Ontario hat einen aus Afghanistan stammenden 58jährigen Mann, seine 42jährige Frau und den 21 Jahre alten Sohn wegen vierfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Sie wurden am Sonntag für schuldig befunden, drei Töchter der Familie und die erste Frau des Vaters ermordet zu haben, berichtete der kanadische Sender CTV. Die vier Frauen – zum Zeitpunkt ihres Todes 13, 17, 19 und 52 Jahre alt – waren 2009 ertränkt in einem Auto im Rideau-Kanal in der Nähe von Kingston gefunden worden. Die Gründe hinter den kaltblütigen Morden lägen in einem „völlig verdrehten Konzept der Ehre“, so der Richter. Laut CTV hatten die jüngeren Schwestern durch westliche Kleidung und Freundschaften mit Männern in den Augen des Vaters Schande über die Familie gebracht. Die drei Verurteilten hatten während der zehnwöchigen Verhandlung auf ihrer Unschuld beharrt. Belastende Tonbänder und Zeugen sowie widersprüchliche Aussagen der Angeklagten hätten die Jury nach einer 15 Stunden dauernden Beratung aber zum Schuldspruch bewegt. Die Verurteilten haben für die nächsten 25 Jahre kein Recht auf eine Bewährung. (mp/dpa)

Beckstein kritisiert Medien

Samstag, 21. Januar. Gegen eine Selbstzensur der Medien hat sich der frühere bayerische Ministerpräsident, Günther Beckstein (CSU), ausgesprochen. Die Verfolgung und Ermordung von Christen in anderen Teilen der Welt sei über viele Jahre in der deutschen Öffentlichkeit verschwiegen worden, sagte der Vizepräses der Synode der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Samstag in Schwäbisch Gmünd zum Abschluss eines christlichen Medienkongresses. Beckstein sagte, Tabuthemen seien auch gewesen, dass es einen hohen Anteil ausländischer jugendlicher Straftäter gebe und sich manche Muslime problematisch verhielten. Der CSU-Politiker vertrat die Auffassung, dass Medien schon durch die Auswahl ihrer Nachrichten tendenziell die Wirklichkeit verzerrten. Außerdem überwögen die negativen Kommentare und die Kritik. Der christliche Medienkongress mit über 200 Teilnehmern fand zum zweiten Mal statt. Veranstalter waren neben EKD und württembergischer Landeskirche mehrere evangelische Stiftungen, Verlage und Publizistikwerke. (epd)

Indiens Kirche verurteilt Forderung nach Christen-Ausweisung

Samstag, 21. Januar. Die katholische Kirche in Indien hat die von einem islamischen Scharia-Gericht geforderte Ausweisung von fünf Christen verurteilt. Ein islamisches Scharia-Gericht hatte sich am Donnerstag für die Ausweisung der Christen, unter denen auch ein niederländischer Miss-Hill-Missionar ist, ausgesprochen. Das Gericht hatte die Christen der versuchten Bekehrung für schuldig befunden. Sie hätten Unruhe gestiftet und seien in unmoralische Aktivitäten verwickelt gewesen, heißt es in der Urteilsbegründung. Darum müssten sie ausgewiesen werden. (Kath-Web)

Iran verbietet Barbie-Puppen

Freitag, 20. Januar. Irans Polizei geht gegen den Verkauf der Barbie-Puppen vor, weil sie die falschen westlichen Werte verkörpert, erklärten Geschäftsinhaber dieses Woche in Teheran. Die religiösen Führer des Irans haben die Barbie-Puppe erstmals im Jahr 1996 als "un-islamisches Spielzeug" bezeichnet und vor dessen "destruktiven kulturellen und sozialen Konsequenzen" gewarnt. Doch obwohl die Plastik-Puppe damals schon verboten worden ist, waren sie bis vor kurzem noch ganz normal käuflich zu erwerben. Die neue Regel zwingt Verkäufer dazu, das Produkt der US-Firma Mattel hinter anderem Spielzeug zu verstecken. Aufgeben will man den Verkauf der Puppe nicht, heißt es im Einzelhandel. Denn die Ersatzpuppen sind zwar offiziell als islamisch geeignet abgesegnet, kommen bei den Kindern aber nicht gut an. Das Subsitutions-Pärchen - Sara und ihr männlicher Counterpart Dara - werden nicht nachgefragt. Diese Puppen unterscheiden sich von der Barbie durch "Körperbau" und Gewand. Sara trägt keine pinken Glitzersachen, sondern ein traditionelles iranisches Gewand. So wie jede Frau im Iran muss auch diese Puppe in der Öffentlichkeit ihr Haar bedecken und darf keine enge Kleidung tragen. "Meine Tochter hat die Barbie-Puppen viel lieber. Sie sagt, dass Sara und Dara hässlich und fett sind", erzählt Farnaz, eine 38-jährige Mutter. Sie beklagt  auch, dass sie derzeit keine Barbie-Zeichentrick-DVDs in den Geschäften bekommt, da diese nun auch neuerdings verboten worden sind. (WZ)

18jährige Kurdin tot auf Golfplatz gefunden

Montag, 16. Januar. Die wegen einer unerwünschten Liebesbeziehung zu einem Deutschen vermutlich von ihren Geschwistern verschleppte Kurdin Arzu Ö. ist wahrscheinlich Opfer eines Ehrenmordes geworden. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass es sich bei der am Freitag in Schleswig-Holstein entdeckten Frauenleiche um die 18jährige aus Detmold handelt. Mit einer endgültigen Bestätigung hielt sich Staatsanwalt Michael Kempkes gestern aber noch zurück. (RPO)

Radikale Moslems planen große Moschee in Bern

Montag, 16. Januar. Der Islamische Zentralrat will in Bern-West eine große dreistöckige Moschee mit Gartenanlage bauen. Auch für weitere Projekte sucht die umstrittene Organisation Gelder in den Golfstaaten. Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) wirbt in Kuwait und Katar um Spendengelder. IZRS-Präsident Nicolas Blancho verfolgt ein 20-Millionen-Projekt für eine große Moschee in Bern-West. Die Baupläne zeigten, dass neben einem Gebetsraum für 270 Männer und 174 Frauen auch Läden, Konferenz- und Schulungsräume sowie eine nach Geschlechtern getrennte Tiefgarage mit zwei Untergeschossen geplant seien. Im vergangenen Jahr war Blancho viermal in den Golfstaaten. Neben den Plänen für die Moschee präsentierte er weitere politisch brisante Projekte: etwa die Volksinitiative zur Aufhebung des Minarettverbots. Geschäftsmänner oder islamische Hilfsorganisationen aus der Golfregion sollen für das Initiativkomitee spenden. Weitere Projekte sind eine Koranschule in der Schweiz, ein islamisches Frauenhaus und ein Reisebüro für Pilgerfahrten. Auf seiner Kuwait-Reise im August 2011 traf Blancho zudem den Chef einer Organisation, die Filialen hat, die auf der UNO-Sanktionsliste gegen Terrorismusfinanzierung stehen.  (BZ)

Großbrand zerstört größte Moschee Zentralasiens

Sonntag, 15. Januar. Ein Feuer in der größten Moschee Zentralasiens hat mindestens einen Menschen das Leben gekostet. Die Flammen breiteten sich auf einer Fläche von 800 Quadratmetern in der Moschee Chasret Sultan in der kasachischen Hauptstadt Astana aus. Laut Katastrophenschutzministerium befindet sich das Gebäude noch im Bau. Es umfasst eine Fläche von 17'500 Quadratmetern. Amateuraufnahmen, die ins Internet gestellt wurden, zeigten das Gebäude in schwarzen Rauch gehüllt. Aus Behördenkreisen verlautete, wahrscheinlich hätten Schweißgeräte ein Gerüst unter der zentralen Kuppel in Brand gesetzt. (sda)

Kopftuch-Debatte wegen Königin Beatrix

Donnerstag, 12. Januar. Königin Beatrix der Niederlande hat sich in ungewöhnlich deutlicher Form gegen Kritik des Islamgegners Geert Wilders zur Wehr gesetzt. Dessen Partei für die Freiheit (PVV) hatte sich daran gestört, dass die Monarchin am Mittwoch beim Besuch einer Moschee in Abu Dhabi über ihrem Hut einen Schleier trug. Die 73-Jährige wies die Vorwürfe nach Medienberichten vom Donnerstag zurück. In Oman, der letzten Etappe ihrer Reise in die Golfregion, verdeckte Beatrix ihr Haupt demonstrativ erneut. Die auch königshauskritische Partei von Wilders hatte den Entscheid der Monarchin, ein Kopftuch zu tragen, in einer Parlamentsanfrage als bedauerlich bezeichnet. Beatrix habe damit als Staatsoberhaupt auch die Diskriminierung der Frauen legitimiert. Die Königin ließ dagegen über mitreisende Journalisten wissen, ihr Entscheid sei ein Zeichen des Respekts gegenüber dem Islam gewesen. (sda)

Für Westerwelle sind islamische Parteien  kein Problem

Dienstag, 10. Januar. Außenminister Guido Westerwelle hat demokratische islamische Parteien in der arabischen Welt mit christdemokratischen Parteien wie CDU und CSU in Europa verglichen. "Die islamische Ausrichtung von politischen Ansichten ist ebenso wenig ein Problem wie eine christliche Ausrichtung von politischen Ansichten", sagte er gestern bei seinem Besuch in Tunesien. Dort hatte bei der Parlamentswahl die islamisch-konservative Partei Ennahdha mit 41 Prozent die meisten Stimmen erhalten. (dpa)

Junge zwangsverheiratete Afghanin schwer misshandelt

Sonntag, 01. Januar. Ein besonders schwerer Fall von brutaler Gewalt gegen ein 15 Jahre altes zwangsverheiratetes Mädchen sorgt in Afghanistan für große Betroffenheit. Die seit Montag mit schwersten Verletzungen in einem Krankenhaus der Hauptstadt Kabul liegende Sahar Gul äußerte sich am Wochenende erstmals über ihr monatelanges Martyrium, das sie bei der Familie ihres Ehemanns durchlitt. Diese wollte sie nach Angaben des Mädchens zur Prostitution zwingen, sperrte sie wegen ihrer vehementen Gegenwehr ein halbes Jahr lang in der Toilette ein und folterte sie auf grausame Weise. Vor allem von ihrer Schwiegermutter sei sie geschlagen und immer wieder mit Zigaretten gebrannt worden, sagte Gul. Zudem habe die Frau ihr die Fingernägel ausgerissen. Das Mädchen war vor etwa sieben Monaten für 5000 Dollar (knapp 3900 Euro) von ihrem Bruder an ihren späteren Ehemann verkauft worden. Zusammen mit ihm und seinen Eltern lebte sie seither in der nordöstlichen Provinz Baghlan. Die Gewalt gegen Frauen scheint in Afghanistan derzeit zuzunehmen. Offiziell wurden im zweiten Quartal 2011 gut tausend Fälle registriert, im gesamten Jahr 2010 etwa 2700 Fälle. Der Menschenrechtsorganisation Oxfam zufolge geben fast 90 Prozent der afghanischen Frauen an, schon einmal körperliche, sexuelle oder psychische Gewalt erlitten zu haben beziehungsweise zwangsverheiratet worden zu sein. (AFP)

 

Energiepolitik/Umwelt

 Motorkühlwasser im Kernkraftwerk Krümmel ausgetreten

Montag, 16. April. Bei einer regelmäßigen Überprüfung hat es im Kernkraftwerk Krümmel erneut ein meldepflichtiges Ereignis gegeben. An einem Notstromdiesel kam es zu einem Austritt von Motorkühlwasser, wie das Justizministerium in Kiel als Aufsichtsbehörde am Montag mitteilte. Das Leck entstand an einem Rohrverbinder, der mit drei Spannschrauben versehen ist. Durch den Bruch einer dieser Schrauben entstand die Undichtigkeit, die einen zeitweisen Ausfall des Notstromdiesels zur Folge hatte. Das Ereignis wurde als Kategorie "N" (Normal) der Aufsichtsbehörde gemeldet. Der Rohrverbinder wurde ausgetauscht. Der Reaktor Krümmel war nach einem Transformatorbrand Ende Juni 2007 abgeschaltet worden und mit kurzer Unterbrechung seither nicht wieder ans Netz gegangen. Zudem war es immer wieder zu Pannen gekommen. Nach dem im Frühjahr von der Bundesregierung beschlossenen Atomausstiegsgesetz soll Krümmel nicht wieder angefahren werden. (T-Online)

Zwischenfall in AKW Penly in Frankreich

 Freitag, 06. April. Nach dem Austritt radioaktiven Wassers und einem Brand im Atomkraftwerk Penly in Nordwestfrankreich bleibt der Reaktorblock Zwei vorerst abgeschaltet. Zunächst müsse eine Fehlerdiagnose angestellt werden, um herauszufinden, weshalb eine Pumpe im Kühlkreislauf des Akw ausgefallen sei, sagte der Chef des Anlage Penly, Laurent Lacroix, am Freitag. Das Atomkraftwerk in der Normandie war am Donnerstag automatisch abgeschaltet worden. Die Feuerwehr musste anrücken, um an zwei Stellen brennende Ölpfützen im Reaktorgebäude des Blocks Zwei der Atomanlage zu löschen. Erst später hatte der Betreiber, der Stromkonzern EDF, mitgeteilt, dass auch radioaktives Wasser ausgetreten sei. In den frühen Morgenstunden des Freitags konnte das Leck nach Angaben des Unternehmens aber beseitigt werden. Das radioaktive Wasser, das an der Dichtung der Pumpe im Primärkreislauf zur Kühlung des Reaktors ausgetreten war, blieb demnach innerhalb der Anlage. (RPO)

Verrostete Atommüllfässer im Akw Brunsbüttel entdeckt

Mittwoch, 07. März. In einem Atommüllzwischenlager am Akw Brunsbüttel in Schleswig-Holstein sind stark verrostete Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfall entdeckt worden. Das teilte der für die Atomaufsicht zuständige Landesjustizminister Emil Schmalfuß (parteilos) am Mittwoch in Kiel mit. "Unzulässige Radioaktivität" sei nicht ausgetreten, er habe aber sämtliche Arbeiten an den Fässer verboten, da nicht ausgeschlossen werde könne, dass beim Bewegen eventuell strahlende Stoffe freigesetzt werden könnten, erklärte er. Seinen Angaben nach handelt es sich um Fässer mit kontaminierten Filterharzen oder Verdampferkonzentraten aus dem Reaktorbetrieb, die zunächst in unterirdischen Lagerkavernen gesammelt wurden und deren Inhalt nun für eine Endlagerung im Schacht Konrad in Spezialcontainer umgefüllt werden soll. Prüfer des TÜV Nord hätten bei einer Routinekontrolle am 10. Januar starke Korrosion an einem leeren Fass festgestellt, bei dem der Fassmantel zerstört gewesen sei. Anschließend hätten die Behörden entdeckt, dass weitere Fässer betroffen seien. Im Zusammenhang mit dem Fund korrodierter Fässer kritisierte Schmalfuß Vattenfall scharf. Nach den vorliegenden Unterlagen habe der Betreiber die Zerstörung des einen Fasses schon am 15. Dezember bemerkt, die Atomaufsicht aber nicht informiert, weil es sich nach eigener Einschätzung nicht um einen meldepflichtigen Vorfall handle. (RPO)

US-Regierung genehmigt Bau neuer Atomkraftwerke

 Freitag, 10. Februar.30 Jahre nach dem Unglück im Atomkraftwerk Three Mile Island in Harrisburg hat die US-Regierung erstmals wieder den Bau neuer Kernkraftwerke genehmigt. Über 14 Milliarden Dollar werden investiert und bis zu 25 000 Arbeitsplätze geschaffen. Die Ausbaupläne von Präsident Obama für die aus seiner Sicht saubere Energie schreiten voran.Erstmals wurde nun wieder der Bau von neuen Atomreaktoren genehmigt. Die Nuklearkatastrophe in Fukushima im März2011 hatte das Projekt nur kurzzeitig in Frage stellen können. Am Donnerstag teilte die Regulierungsbehörde NRC in Washington mit, dass das Unternehmen Southern Company Lizenzen erhalte, um sein bestehendes Kernkraftwerk Vogtle im US-Bundesstaat Georgia zu erweitern. Die Southern Companybezeichnete die Lizenzvergabe in einer Mitteilung als „monumentale Leistung“. Es handele sich um eine umgerechnet 10,5 Milliarden Euro große Investition, die letztlich bis zu 25 000 neue Arbeitsplätze schaffe. Die Regierung gewährte dem Unternehmen darüber hinaus Garantien für Kredite über acht Milliarden Dollar. US-Präsident Barack Obama ist ein Verfechter der Kernkraft. Der Ausbau des Netzes von mehr als 100 alten und alternden Reaktoren, die in den USA rund ein Fünftel der Elektrizität produzieren, gehört zu den Säulen seiner Energiepolitik. Obama sieht in der Kernkraft eine von mehreren Alternativen zu fossilen Brennstoffen. (FO)

Neues Ölleck in havariertem Schiff vor Neuseeland

Dienstag, 10. Januar. Aus dem havarierten Containerschiff "Rena" vor der Küste Neuseelands tritt weiter Öl aus. Es sei davon auszugehen, dass das Öl in der Nacht zum Mittwoch die Küste erreiche, erklärten Einsatzkräfte. Die Verschmutzung werde vermutlich aber nicht so dramatisch sein wie im Oktober, als die "Rena" Leck geschlagen war. Der Unfall hatte die bislang größte Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes ausgelöst. Nachdem das Schiff am Sonntag bei einem Sturm auseinandergebrochen war, begann das Heck am Dienstag zu sinken. Dadurch trat erneut Öl aus. Ein Team zur Bekämpfung der Ölpest sei bereits im Einsatz, seit das Schiff auseinandergebrochen sei und sich ein etwa drei Kilometer langer und bis zu zehn Meter breiter Ölfilm auf dem Wasser gebildet habe. Nach der Havarie im Oktober waren etwa 350 Tonnen Öl ausgelaufen, mindestens 1300 Vögel verendeten. (AFP)

Anschläge

Terroranschlag in Sotschi vereitelt

Donnerstag, 10. Mai. Der russische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben einen geplanten Terroranschlag in Sotschi am Schwarzen Meer vereitelt, dem Austragungsort für die Olympischen Winterspiele 2014. Wie die Behörden am Donnerstag mitteilten, entdeckte der Geheimdienst FSB ein Waffenlager mit tragbaren Flugabwehrraketen, Granatwerfern, Flammenwerfern, Gewehren und Sprengstoff. Das Lager liege in der von Georgien abtrünnigen Republik Abchasien. Sie hat enge Beziehungen zu Russland. Der FSB erklärte, er vermute, dass hinter den Anschlagsplänen der tschetschenische Rebellenführer Doku Umarow stehe. (Bild)

Mehr als 50 Tote bei Doppelanschlag in Damaskus

Donnerstag, 10. Mai. Bei dem schwersten Bombenanschlag in Damaskus seit Beginn des Aufstandes gegen die syrische Regierung sind am Donnerstag Dutzende Menschen getötet worden.In staatlichen Medien war von zwei Autobomben die Rede, bei deren Detonation im Süden der Hauptstadt 55 Menschen getötet und 372 verletzt worden seien. Anwohner berichteten von Schäden an einem Gebäude des Geheimdienstes, der an der Niederschlagung des Aufstandes gegen Präsident Baschar al-Assad beteiligt ist. Vertreter der Opposition wiesen jede Verantwortung zurück. Anwohner sprachen von zwei fast zeitgleichen Detonationen. Zu dem Angriff bekannten sich Islamisten. Der Kommandeur der oppositionellen Freien Armee Syriens (FSA) wies jede Beteiligung zurück. Seine Einheiten seien überhaupt nicht in der Lage, derartig große Sprengsätze zu bauen. (Reu)

Uniformierter erschießt Nato-Soldaten in Afghanistan

Sonntag, 06. Mai. Ein Bewaffneter in der Uniform der afghanischen Streitkräfte hat im Süden des Landes einen Nato-Soldat erschossen. Angehörige der internationalen Koalitionstruppen hätten das Feuer erwidert und den Angreifer getötet, teilte das Militärbündnis am Sonntag mit. Weitere Einzelheiten nannte die Nato zunächst nicht, der Vorfall werde untersucht. Zuletzt hatten Bewaffnete in Uniformen der einheimischen Sicherheitskräfte mehrmals Nato-Soldaten angegriffen. Bei einem Bombenanschlag in Ostafghanistan kam am Sonntag ein weiterer Nato-Soldat ums Leben. Das teilte die Allianz mit, wie üblich ohne Einzelheiten zur Nationalität des Opfers zu nennen. Bisher sind in diesem Monat sieben Nato-Soldaten in Afghanistan getötet worden, seit Beginn des Jahres sind es rund 140. Bei einer Operation im Norden des Landes starb nach Angaben der Nato-geführten Internationalen Schutztruppe Isaf außerdem der hochrangigste Taliban-Kommandeur der Provinz Faryab. Ein ihm untergebener Anführer und drei weitere Taliban-Kämpfer seien bei dem Gefecht am Freitag ebenfalls getötet worden. (SpOn)

Mindestens 20 Tote bei Selbstmordanschlag im Norden Pakistans

Freitag, 04. Mai.  Bei einem Selbstmordanschlag im Norden Pakistans sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich am Freitagmorgen in der Nähe eines Marktes in der Stadt Khar im Grenzgebiet zu Afghanistan, wie ein Behördensprecher mitteilte. Am Vortag hatten die USA Briefe vom früheren Al-Qaida-Chef Osama bin Laden veröffentlicht, die US-Soldaten bei seiner Tötung vor einem Jahr beschlagnahmt hatten. Der Anschlag ereignete sich am Morgen, als sich zahlreiche Menschen auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule befanden. Der Regierungsbeamte Abdul Haseeb sagte, der Attentäter habe sich einem Kontrollpunkt der Sicherheitskräfte unweit des Marktes genähert und dann die Bombe gezündet. Fünf der Getöteten seien Angehörige der Sicherheitskräfte, sagte Haseeb. Die übrigen Todesopfer waren Passanten, darunter eine Frau und mehrere Schulkinder. Den Angaben zufolge wurden mindestens 40 Menschen verletzt. Dutzende Geschäfte wurden durch die Detonation zerstört. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Als Urheber wurden aber die pakistanischen Taliban oder mit ihnen verbündete Gruppen vermutet. Bei Anschlägen der Taliban kamen seit 2009 mehrere Tausend Menschen ums Leben, darunter zahlreiche Zivilisten. (Der Westen)

Doppel-Selbstmordanschlag im Nordkaukasus

Freitag, 04. Mai. Bei einem doppelten Selbstmordanschlag mit Autobomben sind in der russischen Konfliktregion Nordkaukasus mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 120 weitere seien durch die mit Nägeln gefüllten Sprengkörper mit einer Wucht von je 50 Kilogramm TNT verletzt worden. Das sagte ein Sprecher des Zivilschutzministeriums nach Angaben der Agentur Interfax. Die Bomben waren im Abstand von etwa 20 Minuten in der Nähe eines Polizeipostens in der Stadt Machatschkala detoniert, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Dagestan. Die Behörden vermuten, dass militante islamistische Aufständische für die Anschläge verantwortlich sind. Die erste Explosion ereignete sich, als ein Wagen nahe der Polizeistation der Stadt an eine Ausweiskontrolle gelangte. Kurz darauf, als sich der Anschlagsort mit Soldaten und Ermittlern gefüllt hatte, explodierte demnach in einem in der Nähe geparkten Kleinbus eine zweite Bombe. Im Nordkaukasus streben Islamisten nach einem von Moskau unabhängigen Emirat. Jedes Jahr sterben bei Gewaltexzessen in der Konfliktregion, zu dem auch das einstige Kriegsgebiet Tschetschenien gehört, Hunderte Menschen. Dabei sind Feuergefechte an der Tagesordnung, Bombenanschläge verüben die Extremisten eher selten. (T-Online)

Selbstmordanschlag vor Moschee in Damaskus

Donnerstag, 03. Mai. Ein blutiger Selbstmordanschlag hat die syrische Hauptstadt Damaskus erschüttert. Ein Attentäter riss nach Angaben des syrischen Staatsfernsehens vor einer Moschee mindestens zehn Menschen mit in den Tod, knapp 30 weitere seien verletzt worden. Bei drei kleineren Explosionen in anderen Teilen von Damaskus sei eine Person ums Leben gekommen. Wer hinter den Anschlägen steckt, ist unklar. Wie bereits bei mehreren Attentaten in der Vergangenheit beschuldigte die Regierung Terroristen, die das Land destabilisieren wollten. Der Anschlag in Damaskus wurde dem Staatsfernsehen zufolge im Stadtteil Midan verübt, der Sprengsatz sei gegenüber der Moschee gezündet worden. Neun der Opfern seien identifiziert worden, bei einer der zwei anderen Leichen dürfte es sich um die Überreste des Attentäters handeln, sagte Gesundheitsminister Nader al Halki. Mindestens sieben der Toten seien Polizisten. Zwei kleinere Explosionen habe es in den Vierteln Sahra und Sreidschi gegeben, sagte al Halki. Bei der ersten seien ein Mann getötet und seine Frau und sein Sohn verletzt worden. Bei der zweiten Explosion habe es drei Verwundete gegeben. (WO)

Viele Tote bei Angriff auf Christen in Nigeria

Sonntag, 29. April. In Nigeria sind bei einem Anschlag auf einen Gottesdienst zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Nach Augenzeugenberichten griffen Unbekannte zwei Freiluft-Gottesdienste an einer Universität in Kano im Norden des Landes an. Sie zündeten Sprengsätze und schossen auf die Flüchtenden. Augenzeugen sagten, die Angreifer seien in einem Auto und mit Motorrädern gekommen, hätten das Feuer eröffnet und Sprengsätze geworfen. Anschließend hätten sie die fliehenden Gottesdienstbesucher verfolgt und niedergeschossen. Es soll zwischen 15 und 20 Tote gegeben haben, diese sind christliche Studenten. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die islamistische Sekte Boko Haram hatte in der Vergangenheit ähnliche Angriffe verübt. In Nigeria kämpft Boko Haram für einen islamischen Staat im mehrheitlich moslemischen Norden des Landes und verübt regelmäßig Anschläge auf Polizei, Behörden und Kirchen. (ZO)

Viele Tote bei Angriff auf Christen in Nigeria

Sonntag, 29. April. In Nigeria sind bei einem Anschlag auf einen Gottesdienst zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Nach Augenzeugenberichten griffen Unbekannte zwei Freiluft-Gottesdienste an einer Universität in Kano im Norden des Landes an. Sie zündeten Sprengsätze und schossen auf die Flüchtenden. Augenzeugen sagten, die Angreifer seien in einem Auto und mit Motorrädern gekommen, hätten das Feuer eröffnet und Sprengsätze geworfen. Anschließend hätten sie die fliehenden Gottesdienstbesucher verfolgt und niedergeschossen. Es soll zwischen 15 und 20 Tote gegeben haben, diese sind christliche Studenten. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die islamistische Sekte Boko Haram hatte in der Vergangenheit ähnliche Angriffe verübt. In Nigeria kämpft Boko Haram für einen islamischen Staat im mehrheitlich moslemischen Norden des Landes und verübt regelmäßig Anschläge auf Polizei, Behörden und Kirchen. (ZO)

Elf Tote bei Selbstmordanschlag in Damaskus

Freitag, 27. April. Bei einem Sprengstoffanschlag in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am Freitag elf Menschen ums Leben gekommen. Das meldeten die staatlichen Medien, die von einem Selbstmordattentat sprachen. Ärzte in einem nahe gelegenen Krankenhaus sprachen von fünf Toten und etwa 30 Verletzten. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Den Staatsmedien zufolge sprengte sich ein Mann um die Mittagszeit neben einer Moschee im Viertel Al-Midan in die Luft. In dem vorwiegend von sunnitischen Muslimen bewohnten Viertel hatte es seit Beginn des Aufstandes gegen Präsident Baschar al-Assad nach dem Freitagsgebet mehrfach Anti-Regime-Demonstrationen gegeben. Auch im Viertel Al-Sinaa detonierte am Freitag ein Sprengsatz, der ein Auto stark beschädigte. Ein weiterer Sprengsatz explodierte nach Angaben der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter in der Stadt Banias. Dort sollen drei Angehörige der Sicherheitskräfte verletzt worden sein. In der zweitgrößten syrischen Stadt Aleppo töteten bewaffnete Männer der Beobachtungsstelle zufolge drei Sicherheitsagenten. Ebenfalls in Aleppo und in einem Dorf der Provinz Damaskus hätten Sicherheitskräfte jeweils einen Demonstranten erschossen. Durch Schüsse zur Auflösung einer Kundgebung in Deir Essor im Osten des Landes sei ein Kind umgekommen. Weitere Kundgebungen wurden aus Hama und aus Homs im Zentrum Syriens und aus Hassaka und Kamischli im kurdischen Nordosten gemeldet. (Stern.de)

20 Tote bei Anschlag nahe einer Kirche in Nigeria

 Sonntag, 08. April. Bei einem Bombenanschlag in der Nähe einer Kirche im Norden Nigerias sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Zwei mit Sprengstoff präparierte Autos seien gegenüber der Kirche in der Stadt Kaduna explodiert, teilten Rettungskräfte mit. Papst Benedikt XVI. rief nach dem Ostergottesdienst im Vatikan zum "Respekt der Religionsfreiheit" in Nigeria auf. "Wir zählen derzeit 20 Tote", sagte ein Mitglied der Sicherheitskräfte. Die Sprengsätze seien "direkt gegenüber der Kirche" hochgegangen. Polizeisprecher Iweha Ikedichi sagte in Kano, dass mit "großen Anschlägen der Terroristen" an den Ostertagen gerechnet worden sei. An den Weihnachtstagen hatte die islamistische Sekte Boko Haram mehrere Anschläge auf Kirchen in Nigeria mit zahlreichen Toten verübt. Der Papst nahm in seiner Osterbotschaft Bezug auf die "blutigen terroristischen Anschläge" der vergangenen Monate in Nigeria und wünschte, dass es gelinge, dort eine "friedliche Gesellschaft" aufzubauen. Präsident Goodluck Jonathan, der aus dem Süden des Landes stammt, sagte, die Nigerianer sollten weiter darauf vertrauen, dass sie "die aktuellen Herausforderungen gemeinsam überwinden". Die Nigerianer seien ein "gläubiges Volk", das "niemals der Hoffnungslosigkeit verfallen" dürfe, fügte Jonathan hinzu. (AFP)

Mindestens fünf Tote bei Anschlägen in und bei Bagdad

Samstag, 07. April. Bei zwei Anschlägen in und bei Bagdad sind am Sonntag fünf Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben explodierte in Chan Bani Saad in der Provinz Dijala nördlich von Bagdad ein Sprengsatz und tötete drei Polizisten. In Bagdad starben nach Angaben des Innenministeriums drei Zivilisten, als in ihrem Minibus im Zentrum der Hauptstadt eine Bombe hochging. Nach Angaben von Krankenhausärzten wurden mehrere Menschen verletzt. Die Gewalt im Irak ist seit dem Höhepunkt in den Jahren 2006 und 2007 stark zurückgegangen. Doch die Anschläge gehen weiter. Allein im März wurden 112 Menschen getötet. (AFP)

Vier Tote bei Selbstmordanschlag im pakistanischen Karachi

Donnerstag, 05. April. Bei einem Selbstmordanschlag in der pakistanischen Hafenstadt Karachi sind mindestens vier Menschen getötet worden. Der ranghohe Polizeibeamte Rao Anwar, der an einer Kampagne gegen militante Islamisten beteiligt ist, erklärte am Donnerstag, er sei Ziel des Attentats gewesen. Er habe in der Vergangenheit zahlreiche Drohungen von unbekannten Militanten erhalten. Auch einer seiner Mitarbeiter sei bei dem Attentat verletzt worden, sagte Anwar weiter. (AFP)

Selbstmordattentäter tötet zehn Menschen

Mittwoch, 04. April. Ein Selbstmordanschlag im Norden Afghanistans hat am Mittwoch mindestens zehn Menschen das Leben gekostet. Unter den Opfern waren auch drei ISAF-Soldaten. Nach Behördenangaben wurden zudem 26 weitere Menschen verletzt, als der Attentäter sich in Maimanah, der Hauptstadt der Provinz Farjab, auf einem Motorrad in die Luft sprengte. Bei den Toten handelte es sich um Polizisten und Zivilpersonen, darunter auch Kinder. Die Schutztruppe ISAF erklärte, drei ihrer Soldaten seien bei der Explosion ums Leben gekommen.  Farjab gilt als relativ ruhige Provinz, gehört aber zum Operationsgebiet der Islamischen Bewegung Usbekistan (IBU), die Verbindungen zur Al-Qaida unterhält. Usbekistan grenzt an den Norden Afghanistans. Mit Beginn des Frühjahrs haben die Aufständischen in den vergangenen Wochen ihre Angriffe in ganz Afghanistan intensiviert. In diesem Jahr sind bisher 97 ISAF-Soldaten in Afghanistan ums Leben gekommen, darunter mindestens 52 US-Soldaten. (newsburger)

Tote bei Selbstmordanschlag auf ein Theater in Somalia

Mittwoch, 04. April. In Somalia sind bei einem Selbstmordanschlag mehrere Personen getötet worden. Der Angriff ereignete sich während einer Theater-Vorstellung in der Hauptstadt Mogadischu. Laut Angaben der Regierung befinden sich unter den Opfern der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees und der Chef des somalischen Fussballverbandes.  Anwesend war auch Somalias Premierminister Abdull-ahi. Er blieb unverletzt. Die Behörden vermuten radikale Islamisten hinter dem Anschlag. (furu/seip)

Anschläge in Kenia

Sonntag, 01. April. Bei zwei Anschlägen in Kenia sind am Samstag nach Polizeiangaben in der touristischen Küstenregion ein Mensch getötet und 14 weitere verletzt worden. Unbekannte Täter schleuderten demnach eine Granate gegen ein Restaurant in Mombasa und verletzten drei Menschen, unter ihnen einen Polizisten. Mehrere Zeugen sagten, das Restaurant werde von nichtmuslimischen Kenianern besucht, weil es auch Gerichte mit Schweinefleisch serviere. Ein weiterer Granatenanschlag in der nahe gelegenen Stadt Mtwapa galt einem Zusammentreffen von Christen. Dabei wurden elf Menschen verletzt und einer getötet. Die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz aus dem Nachbarland Somalia hatte vor einiger Zeit mit Vergeltungsakten in Kenia gedroht. ( AFP)

Bombenanschläge in Thailand

 Sonntag, 01. April.. In der südlichsten Provinz Thailands sind mehrere Menschen bei Anschlägen gestorben. In der Stadt Yala zündeten Extremisten drei Bomben. Die Detonationen waren gewaltig. Viele Gebäude wurden zerstört. Elf Menschen kamen ums Leben. Mindestens 110 wurden verletzt, viele schwer. Yala liegt nur 227 Kilometer von der Ferieninsel Langkawi entfernt. Bis zur Touristen-Hochburg Phuket sind es 600 Kilometer. Die Bomben gingen mitten im Geschäftsviertel von Yala hoch. Fast gleichzeitig detonierte in der benachbarten Provinz Pattani eine kleinere Bombe in einem Lebensmittelgeschäft. Sie verletzte einen Polizeioffizier. Die Behörden vermuten moslemische Extremisten hinter den Bomben. Yala ist das Wirtschaftszentrum im Süden Thailands. In den drei südlichen Provinzen an der Grenze zu Malaysia ist eine Mehrheit der Bevölkerung moslemisch. Der Rest des Landes ist buddhistisch geprägt. Seit einer Revolte im Jahr 2004 gibt es in Thailand immer wieder blutige Anschläge. (BZ)

Zwei NATO-Soldaten in Südafghanistan getötet

Montag, 26. März. Im Süden Afghanistans sind wieder zwei NATO-Soldaten erschossen worden. Wie die NATO-Truppe ISAF am Montag in Kabul mitteilte, trug der Täter eine Uniform der afghanischen Armee. Er sei daraufhin von ISAF-Soldaten erschossen worden. Seit der Verbrennung von Koran-Ausgaben durch US-Soldaten im Februar hat es in Afghanistan zahlreiche Feindseligkeiten gegeben. Derzeit sind rund 130.000 ausländische Soldaten in Afghanistan stationiert. Ihr Kampfeinsatz soll bis Ende 2014 beendet sein, bis dahin soll die Sicherheitsverantwortung schrittweise an die Afghanen übergeben werden. (Kleinezeitung.at)

Neue Anschlags-Serie im Irak

 Dienstag, 20. März. Bei einer neuen Anschlagsserie im Irak sind am Dienstag mindestens 44 Menschen getötet worden. Durch die koordinierten Anschläge in insgesamt 13 Städten wurden mehr als 180 weitere Menschen verletzt, wie die Behörden mitteilten. Die Angriffe ereigneten sich am neunten Jahrestag des Einmarsches der US-Armee in den Irak und kurz vor dem Gipfel der Arabischen Liga Ende des Monats in Bagdad. Die blutigsten Anschläge ereigneten sich in der den Schiiten heiligen Stadt Kerbela südlich von Bagdad, wo mindestens 13 Menschen getötet wurden, sowie im nordirakischen Kirkuk, wo es ebenfalls 13 Todesopfer gab.  Vor dem Außenministerium in Bagdad explodierte eine Autobombe, durch die mindestens drei Menschen getötet wurden, wie aus Beamtenkreisen verlautete. Im Stadtzentrum wurden vier weitere Menschen durch die Explosion einer Autobombe getötet und acht weitere verletzt, wie Mediziner und Sicherheitsbeamte erklärten. Im Westen der Hauptstadt wurden am Morgen drei Polizisten von bewaffneten Unbekannten getötet, wie es aus Sicherheitskreisen hieß. Weitere Bombenanschläge gab es in der westlichen Stadt Ramadi, wo zwei Zivilisten getötet wurden. In der nördlichen Provinz Salaheddin wurden laut Polizei bei einem Anschlag vier Menschen getötet, darunter ein Beamter. In Hilla starben nach Angaben von Ärzten und Sicherheitsbeamten zwei Menschen bei der Explosion einer Autobombe. Der Irak erlebt nach dem Abzug der letzten US-Truppen aus dem Land im vergangenen Dezember eine schwere politische Krise, die von Differenzen zwischen Schiiten und Sunniten geprägt ist. (RPO)

Fast 30 Tote bei Doppel-Anschlag in Damakus

Samstag, 17. März. Bei zwei Bombenanschlägen auf Sicherheitseinrichtungen sind am Samstag in Damaskus 27 Menschen getötet und etwa 100 verletzt worden. Nach Berichten des staatlichen Fernsehen Syriens explodierten die Sprengsätze vor Gebäuden des Geheimdienstes und dem Hauptquartier der Kriminalpolizei. Die Bomben waren in Autos versteckt und wurden koordiniert gezündet. Das Fernsehen bezeichnete die Attentäter als Terroristen, die hinter der Erhebung gegen Präsident Baschar al-Assad stünden. Seit Beginn der Erhebung gegen Assad sind nach Berechnungen der UN mehr als 8000 Menschen getötet worden. Die Regierung weist den Vorwurf eines brutalen Vorgehens gegen Zivilisten zurück und beschuldigt "Terroristen", für den Tod von 2000 Soldaten und Polizisten verantwortlich zu sein. (Reu)

Al- Qaida-Anschlag im Jemen

 Dienstag, 13. März. Al-Qaida nimmt offenbar Rache für Drohnenangriffe auf seine Stützpunkte im Jemen: Ein Selbstmordattentäter, der dem Terrornetzwerk angehören soll, hat bei einem Anschlag auf einen Kontrollpunkt im Süden des Landes vier Regierungssoldaten getötet und mindestens vier weitere verletzt. Nach der Explosion des mit Sprengstoff beladenen Fahrzeugs, in dem der Angreifer gesessen hatte, habe sich die Armee Gefechte mit Terroristen geliefert, berichtete der örtliche Gouverneur.Zu dem Anschlag bekannte sich die Gruppe Ansar al-Scharia, Helfer der Scharia, die sich dem Qaida-Netzwerk auf der Arabischen Halbinsel angeschlossen hat. Das Attentat vom Dienstag ereignete sich in der Provinz al-Baida. In der Region hatte die US-Armee in den vergangenen Tagen bei Drohnenangriffen mehr als 60 mutmaßliche Qaida-Kämpfer getötet. Mit dem Anschlag wollte die Gruppe Ansar al-Scharia Vergeltung für Luftschläge üben. Weite Landstriche im Südjemen befinden sich außerhalb der staatlichen Kontrolle und werden von Gruppen beherrscht, die sich der Terrororganisation al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel angeschlossen haben. (SpOn)

Mindestens 12 Tote bei Selbstmordanschlag auf Trauerfeier in Pakistan

Sonntag, 11. März. Im Nordwesten Pakistans sind bei einem Selbstmordanschlag auf eine Trauerfeier mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30 Personen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Das Attentat, das sich in der Stadt Peschawar ereignete, habe möglicherweise einem Provinzpolitiker gegolten. Dieser habe sich für die Bekämpfung der radikal-islamischen Taliban eingesetzt. Bislang bekannte sich niemand zu der Tat. (dradio)

Sechs Tote und 60 Verletzte bei Anschlag in Kenia

Sonntag, 11. März. Bei einem Anschlag auf eine Busstation in der kenianischen Hauptstadt Nairobi sind sechs Menschen getötet und etwa 60 weitere verletzt worden. Wie Innenminister George Saitoti mitteilte, wurden aus einem Auto am Vorabend vier Sprengsätze in Richtung der Station geworfen. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Attentat, doch die kenianische Polizei machte die radikalislamische Shebab-Miliz aus Somalia verantwortlich. Die Shebab-Miliz kontrolliert große Teile des Zentrums und Südens des bürgerkriegsgeplagten Nachbarlandes Somalia. Kenia hatte im Oktober Truppen über die Grenze nach Somalia geschickt, um gegen die Shebab-Miliz vorzugehen, nachdem mutmaßliche Mitglieder der Bewegung mehrere Ausländer in Kenia entführt und nach Somalia verschleppt hatten. Daraufhin drohte die radikalislamische Miliz mit Vergeltung in Kenia. (AFP)

Mindestens sieben Tote bei Anschlag auf Kirche in Nigeria

Sonntag, 11. März. Bei einem Selbstmordanschlag sind am Sonntag im Norden Nigerias mindestens sieben Kirchgänger ums Leben gekommen. Bei den Opfern handele es sich um Pfadfinder der katholischen Kirche St. Finbars in der Stadt Jos, teilten die Behörden mit. Auch vier Attentäter seien getötet worden. Sie hatten in dem Gotteshaus Sprengstoff gezündet. Anschließend seien in der Stadt weitere Explosionen zu hören gewesen, sagten Augenzeugen. Die Täter seien mit einem Auto zu der Kirche gefahren, aber Sicherheitskräfte hätten ihnen den Eintritt verwehrt.  Es wird vermutet, dass erneut die radikalislamische Sekte Boko Haram hinter der Attacke steckt. Die Gruppe, die jeden westlichen Lebensstil ablehnt, terrorisiert seit Monaten die Christen im überwiegend islamisch geprägten Norden des Landes. Hunderte Menschen kamen bereits bei Anschlägen ums Leben. Erst im vergangenen Monat waren bei einem ähnlichen Angriff auf eine andere Kirche in Jos drei Menschen getötet worden. (greenpeace-magazin)

Über 100 Tote bei Angriffen auf jemenitische Armee

Montag, 05. März. Bei Angriffen auf Armeestützpunkte sind im Süden des Jemen Dutzende Soldaten getötet worden. Die Aufständischen versuchten, die Kontrolle über die Armeestellungen zu übernehmen. Bei den mehrstündigen Gefechten in der Nähe der Stadt Sindschibar sollen mindestens 78 Soldaten und 25 Aufständische getötet worden sein. Offenbar erbeuteten die Angreifer gepanzerte Fahrzeuge, Gewehre und Munition. Am Samstag hatten bereits zwei Selbstmordattentäter in der Provinz Al-Baida etwa 170 Kilometer südlich der Hauptstadt Sanaa ein Feldlager der Eliteeinheit der Republikanischen Garde attackiert. Dabei wurden nach Behördenangaben vier Soldaten sowie ein Zivilist verletzt. Hunderte Kämpfer der Gruppe Partisanen der Scharia, die mit Al-Qaida verbündet sein soll, hatten bereits Ende Mai die Kontrolle über Sindschibar übernommen und zahlreiche Einwohner in die Flucht getrieben. In der Region bekämpften sich bereits in der Nacht zum Sonntag Soldaten und Aufständische. (APA)

Mehr als 20 Verletzte bei Anschlag in Algerien

Samstag, 03. März. Im Süden Algeriens sind bei einer Bombenexplosion in einer Polizeistation mindestens 20 Menschen verletzt worden. Der Selbstmord-Anschlag ereignete sich am Samstag in der dünn besiedelten Sahara-Wüstenregion Tamanrasset an der Grenze zu Mali. Das berichtete die Zeitung "El Watan". Der Attentäter habe mit einem Wagen die Polizeisperren durchbrochen und den Sprengsatz gezündet. Die Grenzregion Tamanrasset erlebt einen starken Zustrom von Flüchtlingen, die vor den Kämpfen zwischen Tuareg-Rebellen und der Armee im Norden Malis gelohen sind. Algerien wird seit Jahren immer wieder von blutigen Anschlägen erschüttert. Es wird vermutet, dass radikal-islamische Terroristen gewaltsam Unruhe in dem größten nordafrikanischen Land verbreiten wollen. Die jüngsten Anschläge ereigneten sich im bevölkerungsreichen Norden des Landes. Der seit 1999 amtierende Staatschef Abdelaziz Bouteflika gilt angesichts zahlreicher politischer und sozialer Proteste als geschwächt. Im Gegensatz zu anderen Ländern der Region bildete sich bislang allerdings keine echte Revolutionsbewegung. Algerien gilt als Stammland der Terrororganisation Al-Qaida im islamischen Maghreb. Sie ging aus der größten algerischen Terrorvereinigung hervor und kämpft für einen Gottesstaat und den Sturz der Regierungen in Nordafrika. (RPO)

 Mehr als 20 Tote bei Anschlag auf Moschee in Pakistan

Freitag, 02. März. Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind am Freitag mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Der Attentäter sprengte sich vor einer Moschee im Tirah-Tal im Stammesgebiet Khyber an der Grenze zu Afghanistan in die Luft, wie ein Behördenvertreter sagte. In derselben Region waren zuvor bereits 33 Menschen bei einem schweren Gefecht zwischen Soldaten und islamistischen Aufständischen getötet worden. Wie der Behördenvertreter Jamilur Rehman der Nachrichtenagentur AFP sagte, wurden mindestens 22 Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt, als sich der Attentäter am Eingang der Moschee in die Luft sprengte. Der Anschlag ereignete sich demnach nach dem Freitagsgebet, als die Gläubigen aus der Moschee kamen. Die Moschee wurde durch die Explosion beschädigt. Die Stammesgebiete im Nordwesten Pakistans gelten als eine der gefährlichsten Regionen der Welt. Sie sind Rückzugsgebiet für radikalislamische Gruppen wie die Taliban und Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Qaida. Lashkar-e-Islam hat Verbindungen zu den Taliban, aber auch zu kriminellen Banden in der Region. (RPO)

Anschlag auf Flughafen in Afghanistan

 Montag, 27. Februar. Bei einem Selbstmordanschlag auf den Flughafen der ostafghanischen Stadt Dschalalabad sind am Montag mindestens neun Afghanen getötet worden. Die Taliban bekannten sich zu der Tat und erklärten, es handele sich um eine Vergeltung wegen der Koranverbrennungen durch US-Soldaten am vergangenen Dienstag.In den vergangenen Tagen starben zahlreiche Menschen bei Ausschreitungen. Der Sprecher der Regierung der Provinz Nangarhar, Ahmadsia Abdulsai, sagte, bei den Toten am Flughafen der Provinzhauptstadt handele es sich um sechs Zivilisten, zwei Wachmänner und einen Soldaten.Der Attentäter habe sich in einem mit Sprengstoff gefüllten Fahrzeug an der Einfahrt zum Flughafen in die Luft gesprengt. Die Taliban teilten am Montag mit, einer ihrer Kämpfer habe Essen und Getränke auf einer Isaf-Basis vergiftet.  Behauptungen der Taliban, fünf US-Soldaten seien an Vergiftungen gestorben, wies der Sprecher zurück. Angaben der Taliban zu Opferzahlen sind in der Regel drastisch übertrieben. Torcham liegt in der Nähe von Dschalalabad und ebenfalls in der Provinz Nangarhar. (TAZ)

38 Tote nach Anschlag in Nigeria

Sonntag, 26. Februar. Wieder ein blutiger Terroranschlag auf eine Kirche in Nigeria: In der zentralnigerianischen Stadt Jos sind am Sonntagmorgen bei einem Selbstmordattentat drei Menschen getötet und 38 weitere verletzt worden. Dies bestätigte der Sprecher des Bundesstaates Plateau, Pam Ayuba. Der Terrorist sei mit seinem Auto bis nahe an das Kirchentor der „Church of Christ“ gerast und habe dann die Bombe gezündet. In der Nacht zum Freitag waren bei einem Angriff auf eine Polizeistation in der Stadt Gombe im Norden Nigerias 14 Menschen getötet und zahlreiche andere verletzt worden. Die Anschläge werden der islamistischen Sekte Boko Haram zugeschrieben, die mit Terroranschlägen auf staatliche Institutionen, Kirchen und andere zivile Ziele Nigeria in den Ausnahmezustand bomben möchte. Die Boko Haram lehnt jede westliche Lebensform ab, will die Einführung der Scharia und die Abschaffung der Demokratie in dem bevölkerungsreichsten Staat Afrikas. Zudem will die Sekte die Christen aus dem überwiegend islamisch geprägten Norden Nigerias vertreiben. Der Attentäter in Jos, der bei dem Anschlag ebenso wie ein Vater und sein Kind getötet wurde, war Augenzeugen zufolge sehr jung. (HB)

26 Tote nach Selbstmordanschlag

Samstag, 25. Februar. Wenige Stunden nach der Vereidigung des neuen jemenitischen Präsidenten Abed Rabo Mansur Hadi sind bei einem Bombenanschlag nahe einem Anwesen des Staatschefs in der Stadt Al Mukalla am Samstag mindestens 26 Menschen getötet worden. Bei den Opfern handele es sich um Soldaten der Präsidentengarde, sagte ein Vertreter der Gesundheitsbehörden. Aus Sicherheitskreisen verlautete, ein Selbstmordattentäter habe sich in seinem Auto in die Luft gesprengt. In der Region im Süden des Landes kämpfen Separatisten und islamistische Aufständische gegen die Regierung in Sanaa. Für den neuen Staatschef Hadi hatten am Dienstag 99,8 Prozent der Wähler gestimmt. Er war allerdings auch als einziger Kandidat ohne Konkurrenten angetreten. (RPO)

Fast 70 Tote bei Anschlägen im Irak

 Donnerstag, 23. Februar. Seit dem Abzug der letzten US-Soldaten aus dem Irak explodieren dort mit trauriger Regelmäßigkeit Bomben. Bei Sprengstoffanschlägen in sieben Provinzen sind mindestens 67 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten wurden von Autobomben zerfetzt. Die irakische Nachrichtenagentur Sumeria News berichtete von 417 Verletzten. Unter den Opfern sind viele Polizisten und Soldaten.Besonders hart traf es am Donnerstagmorgen die Hauptstadt Bagdad, wo allein 33 Menschen sterben. Weitere Explosionen gab es in der Provinz Babylon südlich von Bagdad, in der westlichen Anbar-Provinz sowie in Salaheddin, Dijala, Kirkuk und Ninive im Norden. Unbehelligt blieben nur die südlichen Provinzen, in denen inzwischen fast nur noch Schiiten leben.In der Anbar-Provinz kam es am Nachmittag zu einem Feuergefecht, als Unbekannte eine Straßensperre der Armee angriffen. Im Kugelhagel starben nach Angaben der Polizei ein Soldat und drei Passanten.Eine Bombe explodierte am Donnerstag nach Angaben der Sicherheitskräfte während des Berufsverkehrs im Stadtteil Karrade. In dem Viertel leben vor allem Moslems  schiitischer Glaubensrichtung sowie einige der wenigen Christen, die noch nicht vor dem Terror von al-Qaida und den Drohungen schiitischer Milizen geflohen sind. (dpa)

20 Polizisten bei Anschlag getötet

Montag, 20. Februar.Mindestens 20 Polizisten und Polizeirekruten sind am Sonntag in Bagdad bei einem Selbstmordanschlag getötet worden. Weitere 28 wurden verletzt. Der Täter zündete seine Autobombe vor der Polizeiakademie im Osten der irakischen Hauptstadt, als zahlreiche Rekruten gerade das gesicherte Gebäude verließen, wie die Polizei mitteilte. Sie hatten gerade einen zweiwöchigen Ausbildungskurs absolviert. Selbstmordanschläge gelten als Handschrift des Terrornetzwerks al-Qaida, das nach Einschätzung irakischer und US- Regierungsvertreter im Irak noch immer eine bedeutende Bedrohung darstellt. Seit dem Abzug der letzten US-Soldaten aus dem Irak Mitte Dezember hat die Zahl der Anschläge auf Schiiten zugenommen. Bei Gewalttaten starben seit Jahresbeginn mehr als 200 Menschen. (20 Minuten)

Mehr als 30 Tote bei Anschlag in Pakistan

Freitag, 17. Februar. Bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee im nordwestpakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan sind mehr als 30 Menschen getötet worden. Die Gläubigen hatten gerade das traditionelle Freitagsgebet beendet, als der Sprengsatz explodierte. Aus dem Krankenhaus in dem Ort Parachinar im Stammesgebiet Kurram hieß es, der Tod von 31 Menschen sei bestätigt. Weitere 38 Menschen seien verletzt worden, unter ihnen 20 lebensgefährlich. Ein örtlicher Anführer der islamistischen Taliban übernahm die Verantwortung für die Tat. Parachinar ist der größte Ort in Kurram. In dem Stammesgebiet kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der sunnitischen Mehrheit und der schiitischen Minderheit. Besonders im Jahr 2009 eskalierte die Gewalt zwischen den Religionsgruppen, als verfeindete Stammesangehörige gegenseitig Dörfer angriffen. Bei den Kämpfen - an denen sich auch die sunnitischen Taliban beteiligten - starben Hunderte von Menschen. (RPO)

Mindestens elf Tote bei Selbstmordanschlag in Mogadischu

Mittwoch, 08. Februar. Bei einem Selbstmordanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu  sind am Mittwoch mindestens elf Menschen getötet worden. Der Selbstmordattentäter habe ein mit Sprengstoff beladenes Auto nahe des Präsidentenpalasts zur Explosion gebracht, erklärten Sicherheitsbeamte. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt. Die Gewalttat ereignete sich nur wenige Stunden nach einem Treffen des EU-Diplomaten und Sondergesandten für das Horn von Afrika, Alexander Rondos, mit Vertretern der Regierung in der Stadt. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. In den vergangenen Monaten gab es in Mogadischu immer wieder Selbstmordanschläge, seit die mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verbündete Shabaab-Miliz ihre Stellungen in der Stadt verliess. In dem Land am Horn von Afrika gibt es seit 1991 keine funktionierende Regierung für das gesamte Staatsgebiet, verschiedene Landesteile sind in der Hand der radikalislamischen Shabaab-Miliz. (NZZ-Online)

Erneut Anschläge im Norden Nigerias

Dienstag, 07. Februar. Bei einer Schießerei zwischen Polizisten und Angreifern wurde ein Polizist angeschossen. In Maiduguri, einer Hochburg der islamistischen Sekte Boko Haram, erschütterte eine Reihe von Explosionen einen Markt. Nach Berichten von Augenzeugen gerieten Autos und Geschäfte in Brand. Der Norden Nigerias wird seit Monaten von blutigen Anschlägen und Überfällen von Boko Haram erschüttert. Seit Jahresbeginn wurden bereits mehr als 200 Menschen getötet. Boko Haram kämpft für einen islamischen Staat im überwiegend moslemisch geprägten Norden des Landes. (sda)

Mindestens 16 Soldaten bei Anschlägen in Syrien getötet

Sonntag,  29. Januar. Bei zwei Anschlägen in Syrien sind am Sonntag mindestens 16 Soldaten getötet worden. Zehn Soldaten seien bei der Explosion einer Bombe getötet worden, als ihr Konvoi den Ort Kansafra im Nordwesten des Landes passierte, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, sechs weitere Soldaten seien in einem Hinterhalt einer „bewaffneten terroristischen Bande“ in Sahnaja nahe Damaskus getötet worden. Der Beobachtungsstelle zufolge starben zudem drei Zivilisten in der Provinz Damaskus, wo sich Regierungstruppen und Deserteure heftige Kämpfe lieferten. Allein seit Dienstag gab es nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP, die auf Berichten von Menschenrechtsgruppen und syrischen Staatsmedien basiert, bei den Unruhen in Syrien mindestens 229 Tote, die meisten davon Zivilisten. (FO)

31 Tote bei Anschlag in Iraks Hauptstadt Bagdad

Donnerstag, 27. Januar. Bei einem Anschlag in einem schittischen Viertel in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 31 Menschen getötet worden. Nach Angaben von Ärzten und des Innenministeriums wurden bei dem Anschlag nahe eines Krankenhauses zudem mindestens 60 Menschen verletzt. Der Sprengssatz detonierte, als eine Beerdigungszeremonie nahe des Krankenhauses vorbeizog. Unter den Toten sind laut Behörden und Ärzten acht Angehörige der Sicherheitskräfte und vier Frauen. Seit dem Abzug der letzten US-Soldaten aus dem Irak Mitte Dezember hat die Zahl der Anschläge auf Schiiten zugenommen. Bei Gewalttaten starben seitdem mehr als 200 Menschen. Vor dem Jahreswechsel erließ die Justiz des Landes wegen Terrorvorwürfen Haftbefehl gegen den sunnitischen Vizepräsidenten Tarek al-Haschemi, dessen Leibwächter in Anschläge verwickelt gewesen sein sollen. Die Sunniten boykottieren seither das Parlament und die Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki, der Mitglied der schiitischen Mehrheit ist. (AFP)

Neue Anschläge auf Christen im Norden Nigerias

Sonntag, 22. Januar. Nach schweren Anschlägen in der nigerianischen Stadt Kano liegt die Zahl der Toten inzwischen bei rund 180. Das geht aus Angaben aus Krankenhäusern hervor. Zwei kleinere Anschläge wurden am Morgen auch aus der Stadt Bauchi gemeldet, ebenfalls im Landesnorden. In zwei Kirchen wurden dort Sprengsätze geworfen. Dabei wurde laut Polizei niemand verletzt, und es entstand kaum Schaden. Andere Quellen sprechen aber davon, dass eine der Kirchen zerstört worden sei. Die Anschläge in Kano hatten sich gegen die Polizeidirektion und mehrere Polizeireviere gerichtet. Dazu bekannten sich die radikalen Islamisten der Boko-Haram-Gruppe. Sie gehen seit Jahren mit schwerer Gewalt gegen Christen und gegen den Staat vor. Zumindest aus dem islamisch geprägten Norden Nigerias wollen sie alle Christen vertreiben. (Euronews)

Selbstmordanschlag am Flughafen von Kandahar

Donnerstag, 19. Januar. Bei einem Selbstmordanschlag am internationalen Flughafen der südafghanischen Stadt Kandahar sind mindestens sieben Zivilisten getötet und acht weitere verletzt worden. Der Anschlag habe sich nahe dem Eingang des Flughafens ereignet, sagte der Polizeichef der Stadt, Abdul Rasek. Die radikalislamischen Taliban übernahmen die Verantwortung für den Angriff. Unter den Toten sind zwei Kinder, wie Provinzregierungssprecher Salmaj Ajobi sagte. Auch unter den Verletzten sind demnach zwei Kinder und eine Frau. Ein Sprecher der NATO-Truppen sagte, es habe unter den Soldaten keine Opfer gegeben. Durch die Explosion wurden sechs Autos zerstört und brannten völlig aus. Augenzeugen berichteten, der Selbstmordattentäter habe versucht, sein Auto in einen Konvoi der Afghanistantruppe ISAF zu steuern, als dieser die erste Zufahrt zu dem weitläufigen Flughafengelände passieren wollte. Der internationale Flughafen von Kandahar hat einen zivilen und einen militärischen Teil. (AFP)

Acht Tote bei Anschlag im Irak

Montag, 16. Januar. Bei einem neuen Anschlag im Irak sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben von Ärzten wurden vier weitere verletzt. Ziel war ein Flüchtlingslager östlich von Mossul. Erst am vergangenen Wochenende hatten mehrere Anschläge das Land erschüttert. Der schwerste ereignete sich in der Nähe von Basra. Dort sprengte sich ein Selbstmordattentäter inmitten von schiitischen Pilgern in die Luft und riss mehr als 50 Menschen mit in den Tod. (Dradio)

Mehr als 50 Tote bei Selbstmordanschlag im Irak

Samstag, 14. Januar Bei einem Selbstmordanschlag auf schiitische Pilger im Süden des Irak sind 53 Menschen getötet worden. Bei der Explosion nahe einer schiitischen Pilgerstätte am Rande der südirakischen Stadt Basra seien zudem 137 Menschen verletzt worden, sagte der Leiter der Gesundheitsbehörde in der Provinz, Rijad Abdelamir. Der Anschlag ereignete sich am letzten Tag des schiitischen Festes von Arbain. Wie ein Augenzeuge berichtete, hatte der Attentäter am Vormittag Kuchen an die Pilger verteilt, die auf dem Weg zur Pilgerstätte Chutwa Imam Ali am Rande von Basra waren.  Der Anschlag ereignete sich rund fünf Kilometer außerhalb von Basra auf dem Weg zur Pilgerstätte Chutwa Imam Ali.  (AFP)

Neuer Anschlag in Nigeria fordert 16 Menschenleben

Dienstag, 10. Januar. Bei einem Anschlag auf eine Bar in der Stadt Potiskum im nordöstlichen Bundesstaat Yobe wurden am Dienstagabend acht Personen getötet, darunter auch ein Polizist. Zu der Attacke bekannte sich die radikalislamische Sekte Boko Haram. Mitglieder der Boko Haram seien am Abend in das Lokal gestürmt und hätten das Feuer auf die Gäste eröffnet, sagte eine Augenzeugin. Drei wie nomadische Tuareg gekleidete Männer seien ins Lokal gekommen und wenig später seien Schüsse zu hören gewesen. Wenige Stunden zuvor waren bei einem Vergeltungsanschlag auf Moslems in Benin City im christlichen Süden Nigerias fünf Menschen ums Leben gekommen. Eine Moschee und die angrenzende Koranschule seien in Brand gesetzt worden, wie der britische Sender BBC berichtete. Nach Angaben von Sicherheitskräften handelte es sich dabei um einen Vergeltungsakt für den Terror der Boko Haram. Aus Angst vor weiteren Anschlägen verließen mehr als 8000 Bewohner von Benin City ihre Häuser, teilte das nigerianische Rote Kreuz mit. (sda)

Tote bei Angriff auf Behörde in Afghanistan

Dienstag, 10. Januar. Beim Angriff eines Selbstmordkommandos auf eine Behörde in der südostafghanischen Provinz Paktika sind am Dienstagmorgen mehrere Menschen getötet worden. Zwei der Angreifer und zwei Polizisten seien bei den Gefechten in der Provinzhauptstadt Scharan ums Leben gekommen, teilte das Innenministerium in Kabul mit. Insgesamt vier Selbstmordattentäter hätten die Behörde für Kommunikation gestürmt, die dem Informationsministerium untersteht. Die Kämpfe der Polizei mit den beiden verbliebenen Angreifern dauerten an. Zu dem Angriff sei es gekommen, als die Mitarbeiter der Behörde ihre Büros öffneten, teilte das Ministerium weiter mit. Die Unruheprovinz Paktika grenzt an Pakistan an. (RTL)

Zahlreiche Tote bei Bombenanschlag in Pakistan

Dienstag, 10. Januar. Ein Bombenanschlag an einem Busbahnhof im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan hat zahlreiche Opfer gefordert. Nach ersten Informationen starben mindestens 25 Menschen, als der Sprengsatz unweit in Jamrud im Stammesgebiet Khyber detonierte. Dutzende wurden verletzt und zahlreiche Fahrzeuge zerstört. Nach ersten Berichten galt der Anschlag einer talibanfeindlichen Stammesmiliz. Jamrud liegt 25 Kilometer westlich von Peschawar. Die Region gilt als ein Zentrum des Widerstandes gegen die Regierung. Durch sie verläuft auch die Hauptversorgungsroute für die ISAF-Truppen in Afghanistan. (tagesschau)

Mindestens 15 Tote bei Anschlägen im Irak

Dienstag, 10. Januar. Bei einer Serie von Anschlägen sind im Irak mindestens 15 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. In der Hauptstadt Bagdad detonierten drei Autobomben, die sich offenbar gegen Schiiten richteten. Beim ersten Anschlag wurden fünf schiitische Pilger getötet, die zu ihren heiligen Stätten in der südlichen Stadt Kerbela reisen wollten. Die zweite Bombe wurde im schiitischen Al-Schaab-Viertel gezündet und riss nach Informationen von Polizisten und Augenzeugen sieben Menschen in den Tod. Die dritte Bombe explodierte bei dem Versuch, sie zu entschärfen. Auch aus anderen Landesteilen werden blutige Anschläge gemeldet. (DW)